künstliche Ordnung

Eine künstliche Ordnung ist eine vom Menschen geschaffene Ordnung.

Derartige Ordnungen beruhen auf einem künstlichen Prinzip bzw. sind sie gemäß einem künstlichen Prinzip entstanden.

Bekanntlich haben Menschen, in den menschlichen Gesellschaften die menschlichen Kulturen geschaffen bzw. funktionieren diese auf dieser Welt gemäß den künstlichen Ordnungen.

Dabei sind diese menschlichen Gesellschaften primär gemäß der natürliche Ordnung entstanden, wohingegen die künstlichen Ordnungen gemäß einem künstlichen Prinzip entstanden bzw. aufgebaut sind.

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Die künstlichen Ordnungen sind durch das Denken der Menschen entstanden:

Die künstlichen Ordnungen sind durch das Denken der Menschen entstanden.

Die Menschen haben nämlich durch ihr menschliches Denken und durch ihr menschliches Nachdenken diese künstlichen Ordnungen geschaffen, in der Absicht um dadurch etwas/einen Zweck/ein (menschliches) Ziel zu erreichen.

Das heißt, sie haben diese künstlichen Ordnungen geschaffen um dadurch einen gewissen Nutzen bzw. einen gewissen Zweck/ein gewisses (menschliches) Ziel zu erlangen.

Demgemäß sind zum Beispiel Bibliotheken gemäß einer künstlichen Ordnung aufgebaut, oder es ist das Lager in einem Handwerksbetrieb oder in einem Industriebetrieb usw. gemäß einer künstlichen Ordnung aufgebaut.

Dies wurde so gemacht, weil künstliche Ordnungen zweckdienlich bzw. nützlich sind um um z. B. dadurch dieses Ziel zu erlangen/die Arbeit zu erleichtern/die Arbeit besser erledigen zu können oder überhaupt etwas besser tun zu können.

In diesem Sinn werden viele Arbeiten und Leistungen durch künstliche Ordnungen – die teils auch mit der Hilfe von Gerätschaften, etwa mit technischen Maschinen/Computern gemacht werden, besser bzw. müheloser zu erledigen, so etwa diverse Aktionen oder Funktionen in der Produktion von Gütern oder in sonstigen Bereichen.

Derart künstliche Ordnungen findet man in der Verwaltung, in der Industrie, im Gesundheitsbereich, in der Heilkunde, in der universitären Medizin, in der Forschung, in der Wissenschaft  und in sonstigen Bereichen.

In diesem Zusammenhang besonders erwähnenswert die künstlichen Ordnungen wie sie mit der Hilfe von Computern/Mobiltelefonen und ganzen Computersystemen in Verbindung mit dem Internet möglich geworden sind.

Diese künstlichen Ordnungen können für die Menschen in vielfacher Hinsicht nützlich sein und ihnen diverse Aktivitäten erleichtern.

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Künstliche Ordnungen sind zum Teil Annäherungen an die natürliche Ordnung:

Künstliche Ordnungen sind zum teil eine Annäherung an die natürliche Ordnung.

Man denke zum Beispiel an die Rechen-Programme, die mit der Hilfe von Computern, natürliche Vorgänge und natürliche Prozesse angenähert simulieren (Computer-Simulation der Landung einer Mondlandefähre auf dem Mond). Eine derartige Berechnung, die auf einer nummerischen Berechnung beruht, stellt immer eine Annäherung an die Wirklichkeit dar. Im günstigen Fall liefert die dadurch errechnete Annäherung eine Lösung die der Realität möglichst nahe kommt bzw. handelt es sich dabei um eine Simulation die eine gute Annäherung an die Wirklichkeit darstellt, wenn gleich der tatsächlich reale Ablauf nicht wirklich exakt errechnet werden kann.

Immer wenn Menschen versuchen mit der Hilfe von künstlichen Ordnungen sich der natürlichen Ordnung zu nähern, ist dies eine Annäherung – eben eine Näherung die mit der Hilfe eines Modells.

Dadurch kann im Vorhinein versucht werden der Wirklichkeit sich bestmöglich zu nähern.

Deswegen ist derart gewonnenes Wissen immer – mehr oder weniger – beschränktes Wissen.

Man denke etwa an die Wetter-Prognosen die mit der Hilfe von Wetter-Computer-Programmen und aktuellen Daten erstellt werden.

In dem diese Daten in die Computer-Programme eingespeist werden um dadurch die Wetter-Prognose zu errechnen bzw. zu simulieren.

Um dadurch eine bestmögliche Wetterprognose bzw. Wettervorhersage zu liefern.

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Oder man denke an das beschränkte Wissen das in der Diagnostik in der Heilkunde mit der Hilfe von künstlichen Ordnungen erlangt werden kann:

Hier zum Beispiel denke man an das beschränkte Wissen das in der psychiatrischen Diagnostik mit der Hilfe von künstlichen Ordnungen gewonnen wird (DSM-Klassifikation oder ICD-Klassifikation) um mit deren Hilfe die psychischen Störungen, nach dem jeweiligen System geordnet, zu diagnostizieren und zu klassifizieren um sodann durch das dadurch erlangte Wissen in der psychiatrischen Wissenschaft weiteres empirisch gesichertes Wissen zu erlangen.

Um in Folge dadurch eine gewisse krankheitswertige Störung der Psyche -gemäß einer psychiatrischen Diagnose gemäß diesem System bestmöglich therapieren zu können.

Beziehungsweise um dadurch diese Form von krankheitswertiger Störung der psychischen Gesundheit bestmöglich therapieren zu können.

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Künstliche Ordnungen dieser Art sind immer Ordnungen die versuchen die natürliche Ordnung – also die Ordnung der Natur annäherungsweise zu erfassen bzw. dieser nahe zu kommen.

In diesem Sinn ist psychiatrisches Wissen – so wie es in der Psychiatrie als Wissenschaft gewonnen wird, oder psychologisches Wissen wie es in der Psychologie als Wissenschaft gewonnen wird – grundsätzlich immer beschränktes Wissen.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet, kann man auch sagen, dass derartiges beschränktes Wissen ist, weil es auf bloßen Ideen beruht.

Auch in der Medizin im Sinn der universitären Medizin ist medizinische Wissen in vielen Bereichen beschränktes Wissen – genau genommen immer dort wo es sich auf eine künstliche – auf eine von Menschen definierte Ordnung gründet (Beispiel: Wissen in Bezug auf die unterschiedlichen Formen von Kopfschmerz – wie dieses in der Neurologie bzw. in der neurologischen Diagnostik erlangt wird).

Deswegen kann man festhalten, dass in der Heilkunde künstliche Ordnungen immer nur beschränktes Wissen liefern.

Analog kann auch in der Biologie auf der Grundlage einer künstlichen Ordnung Wissen in Bezug auf Leben und die Lebensvorgänge in den Lebewesen immer nur beschränkt erlangen. Man denke etwa an das Wissen in der Mikrobiologie in Bezug auf die Stoffwechselvorgänge in der lebenden Zelle.

Immer handelt es sich beim diesbezüglich erlangten menschlichen Wissen um beschränktes Wissen das auf der Grundlage von menschlichen Beschreibungen bzw. auf der Grundlage von menschlichen Definitionen erlangt worden ist.

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Eine künstliche Ordnung führt zu beschränktem Wissen:

Eine künstliche Ordnung die auf einem künstlichen Prinzip beruht führt zu beschränktem Wissen.

Derartiges Wissen ist nämlich subjektives Wissen das die erkennende Person durch bloße Ideen erlangt.

Dieses Wissen mag für die einzelne Person vom Grad der subjektiven Gewissheit sein, aber eben, es ist dies kein allgemein gültiges bzw. kein objektiv gültiges Wissen – auch wenn es in der Wissenschaft auf der Grundlage einer vereinbarten bzw. definierten Konvention erlangt worden ist.

Deswegen treten Widersprüche auf, falls derartiges Wissen nicht angemessen ausgelegt bzw. nicht angemessen relativiert wird – eben, weil es nur relativ gültig ist.

Dabei kann derart gewonnenes subjektives Wissen – das beschränktes Wissen ist – durchaus nützlich sein bzw. in der Praxis sich durch konkreten Nutzen bewähren – aber eben, um objektives Wissen handelt es sich dabei nicht.

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(letzte Änderung 28.12.2024, abgelegt unter: Abstraktion, Aussagen, Begriff, Bewusstsein, Definition, denken, Diagnostik, Heilkunde, Klassifikation, Medizin, Natur, Philosophie, Psychiatrie, Psychologie, System, Systematik, Theorie, Therapie, Wissenschaft)

zuvor pos. 1 am 28.12.2024 davor 20.12.2024

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