Indifferenzpunkt

Der Indifferenzpunkt ist der Punkt der genau zwischen den gegensätzlichen Punkten bzw. zwischen den Gegensätzen gelegen ist.

Demgemäß ist der Indifferenzpunkt durch die Indifferenz bestimmt.

Beziehungsweise neutralisiert der Indifferenzpunkt die Gegensätze.

Beziehungsweise bewirkt die Neutralität an diesem Punkt den Ausgleich, weil an diesem Punkt die Gegensätze sich gegensätzlich ausgleichen bzw. gegensätzlich neutralisieren.

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Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen, dass der Indifferenzpunkt der virtuelle Punkt ist an dem die Indifferenz wirksam ist bzw. diese die Neutralisierung bewirkt.

Beziehungsweise kommt es an diesem virtuellen Punkt durch die Neutralisierung der Gegensätze zum Ausgleich.

In diesem Sinn kann es am Indifferenzpunkt zur Neutralisierung der entgegengesetzt wirkenden Kräfte kommen.

Oder es kommt am Indifferenzpunkt zur Ausgleich der entgegengesetzt wirkenden Spannungen.

Es neutralisieren sich an der Stelle dieses Punktes als die Gegensätze, weil dieser Punkt genau an der Stelle in der Mitte der Gegensätze gelegen ist.

Deswegen bewirkt das spielerische mentale Verweilen am Indifferenzpunkt – im Lauf der Zeit – den Stillstand der Gedanken.

Oder es bewirkt dieses spielerische mentale Verweilen am Indifferenzpunkt den lokalen Abbau der lokalen Spannung im Körper/den Abbau der Spannung in der Psyche/und ebenso den Abbau der Spannung im Geist der Person.

Deswegen kann man sagen, dass das spielerische Verweilen am Indifferenzpunkt – falls man ihn im eigenen Bewusstsein gefunden hat, und man an diesem virtuellen Punkt – möglichst entspannt bzw. spielerisch verweilt in Bezug auf den gegenständliche Sachverhalt dass diese Gegensätze sich auf spielerische Art und Weise – früher oder später – spontan zu lösen beginnen – ohne dass man im einzelnen weiß wie dies geschieht und auf welche Art und Weise dies geschieht – und zwar auf der Ebene des Körpers – oder auf der Ebene der Psyche oder auf der Ebene des Geistes der Person.

 

Beziehungsweise kommt es dadurch zum natürlichen Ausgleich der Gegensätze ohne dass man im Einzelnen weiß wie dies auf der Ebene des Körpers – oder auf der Ebene der Psyche oder auf der Ebene des Geistes der Person, geschieht

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Respektive kommt es dadurch im Lauf der Zeit zum natürlichen Stillstand der Gedanken/zum lokalen Abbau der lokalen Spannung im Körper/zum Abbau der Spannung in der Psyche/und ebenso zum Abbau der Spannung im Geist der Person.

In diesem Sinn kann also durch das Auffinden bzw. durch das Verweilen am Indifferenzpunkt die Neutralisierung der Gegensätze im eigenen Bewusstsein erfahren, falls man dies auf geeignete Art und Weise praktiziert.

Dabei trifft diese spontane Geschehen am Indifferenzpunkt beim Menschen in Bezug auf den Körper, die Psyche und den Geist zu, insofern sich an diesem Punkt die körperlichen Gegensätze, die psychischen Gegensätze und auch die geistigen Gegensätze sich aufheben bzw. neutralisieren.

Und weil dieser Punkt ein nur gedachter Punkt ist, kann man sagen, dass dies eine virtuelle Einheit ist an dem sich diese ihre virtuelle Wirkung entfaltet, falls man durch das mentale bzw. durch das geistige Suchen und durch das geistige Finden den jeweiligen Indifferenzpunkt auf individuelle Art und Weise im konkreten Fall gefunden hat.

In diesem Sinn ist der jeweilige Indifferenzpunkt also eine virtuelle Einheit, weil an diesem Punkt die jeweiligen Gegensätze sich aufheben bzw.  neutralisiert.

Und diese Neutralisierung geschieht ohne Aktivität.

All dies geschieht durch innere Beobachtung bzw. durch die Praxis der Selbsterinnerung/Selbstuntersuchung (vgl. mit Osho Zitat 1a).

Unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet kann man von der Praxis der Achtsamkeit sprechen, die auf diese natürliche Art und Weise diese Selbsterinnerung/Selbstuntersuchung bewirkt.

Beziehungsweise entsteht an diesem Punkt der Indifferenz diese virtuelle Einheit auf natürliche bzw. auf spontane Art und Weise, im Lauf der Zeit, allein durch die wiederholte Praxis der Achtsamkeit. bzw. allein durch die Praxis der Selbsterinnerung/Selbstuntersuchung.

In diesem Sinn ist die Achtsamkeit der Schlüssel zum Erfolgt, sodass durch die natürliche bzw. die spontane Neutralisierung der Gegensätze geschieht.

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Unter einem weiteren Gesichtspunkt betrachtet, kann man sagen, dass infolge dieses natürlichen Geschehen sich im Lauf die virtuelle Einheit: der Indifferenzpunkt – ohne aktives Tun – auf natürliche Art und Weise bildet, falls dies wiederholt praktiziert wird.

Und dies ist der Grund warum dieses virtuelle Zentrum sich als Folge der geeigneten Praxis im eigenen Inneren bildet. (vgl. mit Osho Zitat 17D2)

 

 

Wie findet man den Differenzpunkt:

Den Punkt der Indifferenz findet man im eigenen Bewusstsein an dem Punkt an dem die Indifferenz in Bezug auf den gegebenen Sachverhalt entsteht.

In dem man in Bezug auf den gegebenen Sachverhalt die Mitte bzw. die Indifferenz sucht und findet, geschieht es falls man am Indifferenzpunkt verweilt, dass früher oder später spontan die Gegensätze sich auflösen.

Diese Auflösung der Gegensätze entsteht nämlich spontan weil keiner der Gegensätze seine Wirkung entfalten kann bzw. weil die Gegensätze sich neutralisieren.

Man kann sich nämlich vorstellen, dass auf der Ebene des Nervensystems die entgegengesetzten neuronalen Muster sich gegenseitig spontan neutralisieren, weil weder das eine neuronale Muster noch das andere neuronale Muster am Punkt der Indifferenz mit neuronaler Energie versorgt wird.

Dies bewirkt etwa auf der Ebene des Körpers dass die körperliche Spannung, falls man am Indifferenzpunkt psych bzw. geistig verweilt sich dadurch die gegensätzlich körperlich Spannung früher oder später spontan aufzulösen beginnt, ohne dass man als betroffene Person weiß wie dies geschieht.

Analoges gilt auf in Bezug auf eine psychische Spannung, die durch irgendwelche Gegensätze entsteht.

Und es gilt analoges auch für eine geistige Spannung die ebenfalls durch die Gegensätze der Vorstellungen bzw. durch die Gegensätze der Ideen entsteht.

Das bedeutet dass die Lösung des Problems spontan eintritt bzw. dass die jeweilige Lösung des Problems spontan gefunden und gelöst wird, falls das Verweilen am Punkt der Indifferenz mit entsprechendem Geschick bzw. mit Leichtigkeit – locker und natürlich – erlangt wird.

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Deswegen kann man z. B. falls man in Bezug auf die körperliche Haltung den Indifferenzpunkt sucht diesen genau in der Mitte in der körperlichen Haltung bzw. in der körperlichen Position bezüglich der Gegensätze finden, eben an dem Punkt wo die körperliche Indifferenz besteht.

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Unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet kann man sagen, dass der Indifferenzpunkt genau der Mittelpunkt ist den man auch als neutralen Punkt bezeichnen kann.

Das heißt durch die Neutralität in Bezug auf die jeweiligen Gegensätze kann der jeweilige Indifferenzpunkt durch das innere Suchen/Spüren/Hinfühlen/Fühlen im eigenen Inneren, im gegebenen Fall des diskutierten Beispiels der körperlichen Indifferenz bzw. der körperlichen Neutralität genau in der körperlichen Mitte bzw. genau an dem Punkt der körperlichen Neutralität der körperlichen Haltung gefunden werden.

Beziehungsweise kann dieser Punkt, im genannten Beispiel, im eigenen Inneren bzw. im eigenen Bewusstsein genau am Punkt der körperlichen Neutralität gefunden werden.

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Indiffferenzpunkt – ein physischer Pnnkt oder ein meta-physischer Punkt:

In Bezug auf den Indifferenzpunkt muss man unterscheiden ob es sich um einen physischen Punkt oder um einen meta-physischen Punkt bzw. um einen rein geistigen Punkt handelt.

Im Fall eines physischen Punktes kann dieser auf der „Ebene der Objekte“ also in der physischen Wirklichkeit tatsächlich an einem physischen Ort gefunden werden – wie etwa am obigen Beispiel in Bezug auf die Lokalisation im eigenen Körper – an einem bestimmten Ort im eigenen Bewusstsein – gefunden werden.

Im Gegensatz dazu kann im Fall eines meta-physischen Punktes bzw. im Fall eines rein geistigen Punktes der Indifferenzpunkt nur auf der „Ebene der Ideen“ in der Form einer bloßen Idee gefunden werden.

Dies trifft etwa zu in Bezug auf einen politischen Sachverhalt (politische Neutralität) oder in Bezug auf einen sonstigen Sachverhalt – etwa in Bezug auf die Ursache eines Geschehen im Hinblick auf die Kausalität nur auf der Grundlage einer bloßen Idee – etwa auf der Grundlage einer nicht weiter beweisbaren Theorie gesucht und gefunden werden.

Damit erkennt man dass lediglich in wenigen Fällen – etwa im Hinblick auf einen physischen Indiffferenzpunkt der physischen Kräfte im dreidimensionalen Raum rechnerisch gesucht und gefunden werden kann.

Was hingegen in Bezug auf eine Idee bzw. in Bezug auf eine bloße Idee gänzlich unmöglich ist und gibt es deswegen in Bezug auf einen rein geistigen Indifferenzpunkt keinen physischen Beweis.

.Indifferenzpunkt – als Gegenstand schlechthin – oder nur als Gegenstand in der Idee gegeben:

Im Anschluss an das zuvor gesagte kann man festhalten, dass manch ein Indifferenzpunkt in der physischen Wirklichkeit gefunden werden kann, und gibt es demgemäß für das Auffinden des Indiffernzpunktes einen physischen Beweis bzw. einen objektiven Beweis, weil uns dieser Indifferenzpunkt als Gegenstand schlechthin bzw. als Objekt tatsächlich gegeben ist.

Für viele Indifferenzpunkte gibt es jedoch nur einen meta-physichen bzw. einen subjektiv gültigen Beweis, weil uns ein derartiger Indiffernzpunkt nur als Gegenstand in der Idee gegeben ist bzw. dieser Indfiferenzpunkt nur als Idee bzw. nur als bloße Idee gegeben ist.

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Suchen und Finden des Indifferenzpunktes – eine Frage der Praxis bzw. der Übung:

Wie man leicht einsehen kann ist dies ein inneres Geschehen das als Folge der Übung sich entwickelt.

Und weil dieses innere Suchen im Rahmen der Praxis als wiederholtes Tun zu einer Gewöhnung und schließlich zur Gewohnheit führt, kommt es dazu, dass – im Lauf der Zeit – diese Praxis  – mehr und mehr – wie von selber abläuft bzw. wie von selbst geschieht.

Dies ist also ein inneres Geschehen das als innerer Vorgang – wegen der wiederholten Praxis bzw. Übung – im Lauf der Zeit – mehr und mehr wie von selbst geschieht.

Und es führt dieser innere Vorgang – im Lauf der Zeit – wie von selbst – zur natürlichen Entspannung.

Auf diesem Weg führt das fortlaufende Aufsuchen des jeweiligen Indifferenzpunktes – durch die wiederholte Praxis bzw. Übung – zur natürlichen Entspannung des Menschen als Ganzes bzw. zur natürlichen Entspannung von: Körper, Psyche und Geist. , weil dadurch die jeweils vorhandene Spannung auf natürliche Art und Weise zu lösen beginnt.

Beziehungsweise geschieht es auf diesem Weg, dass – bei geschicktem Tun – die körperliche Entspannung, die psychische Entspannung und auch die geistige Entspannung – auf natürliche Art und Weise in Schritten geschieht. (vgl. mit Patanjali Zitat 1)

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Indifferenzpunkt – das Auge des Zyklon:

Weil der Indfferenzpunkt genau zwischen den Gegensätzen gelegen ist wurde er auch als das „Auge des Zyklon“ bezeichnet. Weil an diesem Punkt Ruhe herrscht, weil dieser Punkt genau der Punkt der Neutralität ist – hat er eine ganz besondere Funktion. Das Verweilen – an diesem Punkt – führt deswegen zur Entspannung, zur Entspannung von Körper, Psyche und Geist.

Dabei können diese Gegensätze – in Bezug auf einen Standpunkt/eine Sichtweise/eine Ansicht zum Beispiel die gegensätzlichen Argumente sein. Oder es können dies im Hinblick auf ein körperliches Geschehen die wirksamen Kräfte sein die die muskuläre Spannung/Verspannung bewirken. Oder es können dies, im Hinblick auf das psychische Geschehen die konträren Gefühle sein: Liebe/Hass oder Zuneigung/Abneigung usw.

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Die Beachtung des Indifferenzpunktes befördert die Ordnung:

In Bezug auf den einzelnen Menschen befördert die Beachtung des Indifferenzpunktes die Ordnung in Körper, Psyche und Geist.

Durch die Beachtung des Indifferenzpunktes in Bezug auf den Körper bewirkt dies beim Menschen dass der aufrechte Gang befördert wird, die Wirbelsäule richtet sich auf. Dadurch wird die Spannung im Körper vermindert. Die Freiheit der oberen Extremitäten und ihre Verwendbarkeit nimmt dadurch zu. Und dies bewirkt in verschiedener Hinsicht Vorteile in Bezug auf das Leben und Überleben der Menschen.

Auch die psychische Spannung wird durch die Beachtung des Indifferenzpunktes vermindert. Dies bedeutet dass die Beachtung des Indifferenzpunktes die psychische Entspannung befördert.

Und nicht zuletzt befördert die Beachtung des Indifferenzpunktes die geistige Entspannung und befördert gleichzeitig die geistige Ordnung.

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Indifferenzpunkt- Entwicklung der menschlichen Gesellschaft:

Eine kluge Regierung beachtet den Indifferenzpunkt in Bezug auf die Rechte und Pflichten der Bürger.

Dies befördert den Frieden in der Gesellschaft wohingegen das Gegenteil die Spannungen in der Gesellschaft erhöht.

Dies gilt auch im Hinblick auf die unterschiedlichen menschlichen Gesellschaften – diese Welt die Erde bevölkern.

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Entspannung im Indifferenzpunkt:

Die Entspannung ist im Indifferenzpunkt möglich, und tritt tatsächlich auch ein, weil das Verweilen an diesem Punkt es mit sich bringt, dass infolge der Indifferenz bzw. infolge der Neutralität keine Spannung im Subjekt aufrechterhalten wird, das selbst die Indifferenz bzw. die Neutralität beachtet und im Hinblick auf die Konsequenzen berücksichtigt.

Dieses bewusste Beachten und Einhalten der Indifferenz bzw. der Neutralität, sorgt im Subjekt also dafür, dass in ihm keinerlei Spannung am Indifferenzpunkt vorherrscht auch wenn rings herum um das Subjekt bzw. um die Person eine große Spannung vorherrschend ist. Deswegen die Ruhe im Indifferenzpunkt –  im „Auge des Zyklon“ – vorherrschend auch wenn rings herum die Spannung tobt.

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Das Bewusstsein kann die psychische Energie an den Indifferenzpunkt leiten:

Dabei kann das Bewusstsein die psychische Energie an den Indifferenzpunkt leiten und dies bewirkt – früher oder später – die Lösung der Spannung., weil die Indifferenz bzw. die Neutralität an diesem Punkt zur Lösung der Spannung führt.

Neuro-biologisch betrachtet führt die neuronale Energie die durch das Bewusstsein an diesen Punkt der Indifferenz/Neutralität geleitet wird zur Lösung der Spannung, weil die Indifferenz bzw. die Neutralität, falls sie an diesen Punkt gelenkt wird – früher oder später – die Spannung löst.

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Vom Indifferenzpunkt ausgehend löst sich der Gegensatz auf:

Ausgehend vom Indifferenzpunkt löst sich der Gegensatz auf. Dies wird am Beispiel einer körperlichen Spannung nachfolgend beleuchtet bzw. diskutiert:

Vom Gesichtspunkt der Spannung aus betrachtet, kann man sagen, dass sich vom Indifferenzpunkt ausgehend, bei geduldigem Verweilen an diesem Punkt – früher oder später – die Spannung sich spontan zu lösen beginnt, weil das  eigene Bewusstsein zur Wahrnehmung der Spannung führt und damit der Prozess der Lösung der Spannung – spontan früher oder später – beginnt, weil keine Kraft mehr die körperliche Spannung aufrechterhält.

In diesem Sinn führt also die Wahrnehmung – früher oder später – spontan zur Entspannung, falls man innerlich bewusst am Punkt der Indifferenz verweilt.

Man kann auch sagen, dass durch das geduldige Suchen und Finden des Indifferenzpunkts – ausgehend vom jeweiligen Ausgangspunkt – früher oder später, es spontan zur Lösung der Spannung kommt, weil keine Kraft die Spannung weiter aufrecht hält bzw. bewirkt dies das natürliche – durch das Bewusstsein beförderte Loslassen – was die natürliche Entspannung bewirkt.

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Fortlaufendes Suchen bzw. Aufsuchen des Indifferenzpunktes:

Das fortlaufende Suchen bzw. Aufsuchen des Indifferenzpunktes führt auf natürliche Art und Weise an den inneren Punkt an dem die innere Harmonie entsteht.

Dieses innere Erreichen des Punktes der inneren Harmonie ist also das spontane bzw. das natürliche Ergebnis dieses inneren Prozesses der ganz auf natürliche Art und Weise erlangt wird

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Erläuterung an hand eines Beispiels:

Falls ein Mensch – bewusst am Rücken auf einer bequemen aber nicht allzu weichen  Unterlage am Rücken liegt und durch das hinspüren in seinem eigenen Inneren den Indifferenzpunkt – im Hinblick auf eine vorhandene körperliche Spannung sucht und – früher oder später – findet, geschieht es durch diese innere Aufmerksamkeit bzw. durch diese innere Wahrnehmung, dass früher oder später, spontan zur Lösung der körperlichen Spannung.

Oder falls es sich um eine geistige Spannung handelt, beginnt vom Indifferenzpunkt aus die geistige Spannung sich zu lösen, weil man dadurch – früher oder später – spontan die Ursache erkennt und deswegen die Spannung im eigenen Geist sich zu lösen beginnt, eben, weil ab diesem Moment nichts mehr die geistige Spannung aufrecht erhält (kein Verlangen/kein Wunsch/kein Begehren/keine Absicht usw.)

Oder falls es sich um eine psychische Spannung handelt, beginnt vom Indifferenzpunkt aus die Spannung der Psyche sich zu lösen, weil man durch diese mittlere Haltung in der Mitte verweilt und damit die eigentliche Ursache der psychischen Spannung erkennt und diese ab diesem Moment – durch das Aufgeben dieser Haltung – zu lösen beginnt respektive durch das Aufgeben des Verlangen/Wunsches/Begehrens/der Absicht – sich die Spannung in der Psyche spontan zu lösen beginnt.

Dabei lehrt die eigene Erfahrung dass dieser Prozess – bzw. dieses innere Lernen – in Schritten erfolgt.  Das heißt ausgehend vom momentanen Zustand des Befindens und damit auch ausgehend vom Zustand der Spannung kommt es schrittweise zur Lösung der Haltung.

Beziehungsweise wird auf diesem inneren Weg schrittweise von einem Indifferenzpunkt aus – in inneren Schritten der nächste gefunden – sodass dieser Prozess auf diesem Weg der innere Lösungsprozess natürlich voranschreitet.

In derartigen Schritten schreitet also die Lösung der inneren Spannung voran, sodass man sagen kann:

Ausgehend vom Indifferenzpunkt löst sich die Spannung in Schritten auf:

Ausgehend vom Indifferenzpunkt löst sich die Spannung in Schritten auf, wenn von diesem inneren, neutralen Punkt aus die körperliche Spannung, die psychische Spannung und auch die geistige Spannung sich spontan zu lösen beginnen und dies zu einer veränderten inneren Haltung führt, die sich durch die Übung, die Gewöhnung – im Lauf der Zeit zur Gewohnheit – entwickelt.

In diesem Sinn kann man sich vorstellen, dass die Haltung ausgehend von einer Anfangs-Position aus, wie sie zuerst gegeben ist, in die nächste Position bzw. in die nächste Haltung wechselt. Und dass es beim Aufsuchen des neuen  Indifferenzpunktes, früher oder später spontan zum Übergang in die nachfolgende Haltung kommt – und so schrittweise der innere Spannungsabbau voranschreitet.

Deswegen kann man sagen, dass die Lösung der Spannung in Schritten erfolgt, weil synchron sich dabei schrittweise die Haltung ändert bzw. diese ebenfalls sich in Schritten ändert.

Und als Praktizierender lernt man dabei, aufgrund der eigenen inneren Erfahrung – auf eine zuerst aktive dann mehr und mehr passive Art und Weise – wie dieser natürliche Prozess bzw. dieser natürliche Vorgang, etwa im Inneren des Körpers bzw. das Organismus sich auf natürliche Art und Weise entwickelt bzw. kommt es dadurch zur Harmonisierung der Aktionen und der Funktionen bis der Zustand der Harmonie erlangt ist.

Dabei handelt es sich bei diesem Lernen um ein inneres Lernen das infolge der Schulung der inneren Wahrnehmung primär bewusst entsteht was zur Folge hat dass sich dadurch auch das diesbezügliche Bewusstsein entwickelt.

Als Folge dieses Lernprozess wird der Indifferenzpunkt zunehmend mit größerer Leichtigkeit und Treff-Sicherheit aufgefunden und befördert dies den Entspannungsprozess im Ganzen auf ganz natürliche Art und Weise.

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Das innere Lernen befördert die Zentrierung:

Der geschilderte Prozess des inneren Lernens befördert die Zentrierung, weil …. dieses wiederholte Aufsuchen des Indfiffenzpunktes bzw. diese inneren Mittelpunkt – aus der Sicht des Nervensystems betrachtet – die neuronale Funktion entsprechend entwickelt bzw. bewirkt dies die Zentrierung der Person. Unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet kann man sagen, dass es dadurch zur körperlichen Zentrierung – als Folge der wiederholten Übung – oder zur psychischen Zentrierung – als Folge der wiederholten Übung oder zur geistigen Zentrierung – als Folge der wiederholten Übung kommt.

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Zum Begriff Indifferenzpunkt:

Der Begriff Indiffernzpunkt ermöglicht also das begriffliche und damit das geistige Begreifen dieses natürlichen Prozesses. – ohne dass man jedoch tatsächlich weiß warum dies im eigenen Inneren so vor sich geht.

im eigenen Organismus. Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen, dass durch den Begriff Indifferenzpunkt das bewusste Denken bzw. das bewusste Wahrnehmen, Spüren, Fühlen im Sinn der (inneren) Empfindung bezüglich dieser natürlichen Vorgänge, die auf natürliche Art und Weise im eigenen Inneren abläuft, jedoch ohne tatsächliche Kenntnis über dieses natürlichen Prozess bzw. diese natürlichen, spontanen Vorgänge.

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Weiteres zur Lokalisation des Indifferenzpunktes:

Die Lokalisation des Indifferenzpunktes wird in der Regel im Bereich der Wirbelsäule oder nahe bei der Wirbelsäule gelegen sein.

Je nach der Körperhaltung im Stehen, im Sitzen, im Liegen am Rücken oder bei sonst einer Haltung des Körpers – wie diese etwa bei den Asanas im Yoga eingenommen werden, wird der Indifferenzpunkt an der gerade in diesem Moment vorhandenen Lokalisation zu finden sein. Nämlich dort wo gegenwärtig gerade die Mitte der Spannung gefunden bzw. empfunden wird.

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Weiteres zum Auffinden des Indifferenzpunktes:

Der Indifferenzpunkt wird je nach Körperhaltung an einem anderen Ort bzw. Bereich im Körper – in der Regel im Bereich der Wirbelsäule oder nahe daneben zu finden bzw. zu empfinden sein. Es geht hier nämlich um das Spüren bzw. um die Empfindung wo dieser Punkt im Moment gerade gelegen ist. Durch kleine Veränderungen der Körperhaltung (z. B. leichte Verdrehung der Halswirbelsäule kann man die mehr oder weniger genaue Lokalisation des Indifferenzpunktes finden falls er, in diesem Moment, im Bereich der Halswirbelsäule gelegen ist.

Und wenn man auf diese Art und Weise die Lokalisation gefunden hat, dann wird man einfach geduldig warten und hinspüren und beobachten was geschieht. Eventuell wird man die Haltung etwas anpassen bzw. modifizieren, eben weil die Dinge sich ändern können usf.

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Was ist der Indifferenzpunkt – aus erkenntnistheoretischer Sicht betrachtet?

Aus erkenntnistheoretischer Sicht betrachtet ist der Indifferenzpunkt ein virtueller Punkt.

Dies ist also eine virtuelle Einheit von der aus die geschilderten Vorgänge in Gang kommen, weil durch das Auffinden dieses virtuellen Punkte die eingangs geschilderte Mitte gefunden wird.

Und man macht die Erfahrung dass diese Mitte mit der  Neutralität korrespondiert die wirkt.

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Deswegen die Wirkung die vom Indifferenzpunkt:

Deswegen die Wirkung von neti neti.

Und ebenso

Deswegen die Wirkung von wu wei

Und ebenso

Deswegen die Wirkung der Neutralität die zwischen zwei Polen wirkt/die zwischen den Kräften wirkt/die zwischen den Parteien wirkt – falls es um die Herstellung eines Ausgleichs geht.

Die Neutralität – des Vermittlers kann dies bewirken – falls die Parteien die Vermittlung akzeptieren – dann ist ein Ausgleich/ eine Befriedung möglich, falls diese Akzeptanz, von der einen oder der anderen Partei nicht vorhanden ist, dann ist ein Ausgleich und damit der Friede nicht möglich.

In diesem Sinn korrespondiert Parteilichkeit mit Fortsetzung des Kampfes bis, früher oder später die Mitte der Indifferenz gefunden und akzeptiert wird.

Dies ergibt sich aus der Natur der Dinge – dies ergibt sich aus der natürlichen Ordnung – respektive aus dem natürlichen Prinzip.

Und dies gilt im Hinblick auf das Ganze – so etwa in Bezug auf das Geschehen auf dieser Welt als Ganzes.

Und es gilt dies auch auf das Ganze beim einzelnen Menschen – so etwa im Hinblick auf den menschlichen Körper bzw. die körperliche Funktion, die menschliche Psyche bzw. die psychische Funktion und schließlich auch im Hinblick auf den menschlichen Geist – bzw. auf den menschlichen Geist bei der einzelnen Person.

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Der Indifferenzpunkt – ein körperliches Phänomen, ein psychisches Phänomen und ein geistiges Phänomen:

Zum Schluss dieser Betrachtung kann man festhalten, dass der Indifferenzpunkt – im Bewusstsein der denkenden Person als körperliches Phänomen erkannt werden kann, auch als psychisches Phänomen und schließlich auch als geistiges Phänomen.

Als körperliches Phänomen, weil er in Bezug auf seine Lokalisation – innerlich, körperlich aufgesucht und gefunden werden kann.

Als psychisches Phänomen, weil er in Bezug auf die Psyche – als neutraler Punkt gesucht und gefunden werden kann.

Und schließlich als geistiges Phänomen, weil er in der Mitte der Ideen bzw. in der Mitte der Begriffe der Ideen durch das menschliche Denken gefunden wird.

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Der Indifferenzpunkt ist die „Schnittstelle“ zwischen Körper, Psyche und Geist:

Neulich hat der Schreiber dieser Zeilen und zwar konkret am 31.05.2025 in der Nacht, im Bett liegend erwacht ist – nach einiger Zeit des Liegen am Rücken tatsächlich als Subjekt die individuelle subjektive Erfahrung gemacht, dass der „Indifferenzpunkt“ die „Schnittstelle“ zwischen Körper, Psyche und Geist ist.

Schon seit längerer Zeit hatte ich nämlich innerlich im eigenen Bewusstsein spielerisch, im Liegen am Rücken im Bett, falls ich in der Nacht erwacht bin als Subjekt den momentanen „Indifferenzpunkt“ mental – also geistig – aufgesucht.

Dabei machte ich schon vor relativ langer Zeit, konkrete im jungen Erwachsenenalter die Erfahrung, dass nachfolgend an einen Sportunfall mit Unterschenkelfraktur rechts im 13. Lebensjahr sich bei mir eine Wirbelsäulenverkrümmung wegen einer Beinlängenverkürzung von ca. 2 cm rechts, sich eine gewisse Asymetrie in der Wirbelsäulenfunktion ergeben hat, was natürlich in derartigen Fällen hinlänglich bekannt ist.

Diese subjektive Erfahrung des individuellen Schnittpunktes zwischen Körper, Psyche und Geist macht ich tatsächlich im Sinn von subjektivem Wissen bzw. im Sinn von persönlichem Wissen – man kann auch sagen im Sinn von individuellem Wissen als Subjekt erst in der den Nacht vom 31.05.2025.

Aus persönlicher Sicht erkläre ich mir den geschilderten Sachverhalt wie folgt:

Selbstverständlich ist der Organismus immer ein Ganzes. Das heißt Körper, Psyche und Geist sind immer ein Ganzes bzw. eine lebendige Einheit – die Einheit des Individuums – wie es als Lebewesen gerade lebt.

Man kann auch sagen, die Natur des einzelnen Individuums ist immer eine lebende Einheit – eben ein lebender Organismus – egal ob man sich dessen bewusst bwz. nur mehr oder weniger bewusst ist.

Als lebender Menschen macht jedoch praktisch jede Person, falls sie sich selbst beobachtet die ganz natürliche Erfahrung dass sich das persönliche das ureigene Bewusstsein sich auf natürliche Art und Weise in Bezug auf eine beliebige Materie – sei dies im Sport, im Beruf oder im sonstigen privaten Bereich das persönliche Bewusstsein in Bezug auf diese Materie bzw. in Bezug auf diesen Sachverhalt auf natürliche Art und Weise entwickelt je mehr man sich mit dieser Sache beschäftigt.

Es betrifft dies also sowohl eine Beschäftigung im Außen – etwa wenn ein Handwerker sich beobachtet wie es um sein persönliches Bewusstsein in Bezug auf die Sachen und Sachverhalte in seinem gelernten Beruf geht – im Lauf der Zeit entwickelt – und zwar bereits in der Vorzeit sich entwickelt hat und weiterhin entwickelt.

In diesem Sinn entwickelt sich also bei jeder lebenden Person das eigene Bewusstsein fortlaufend weiter.  Nicht anders verhält es sich in Bezug auf Vorgänge und Wahrnehmungen in Bezug auf das eigene Innere.

Das heißt man lernt als Mensch nicht nur in Bezug auf das „Außere“ sondern auch in Bezug auf das eigene Innere.

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Neuro-biologisch betrachtet kann man sich die Sache so erklären, dass sich in Korrelation der persönlichen Wahrnehmung parallel mit der Entwicklung des eigenen Bewusstsein weiter entwickelt.

Dies bedeutet – als Erklärung – in Bezug auf das Nervensystem – dass sich die neuronalen Muster infolge der Praxis weiter entwickeln – und demgemäß bzw. mit dem korrelierend entwickelt sich auch das eigene Bewusstsein in Bezug auf diesen Sachverhalt.

Angewandt auf die oben geschilderte persönliche – respektive subjektive Erfahrung – in Bezug auf den Indifferenzpunkt – war es beim Schreiber dieser Zeilen also erst am 31.05.2025 erstmals der Fall dass er als Subjekt diese innere Erfahrung gemacht hat – weil erstmals zu diesem Zeitpunkt das neuronale Muster so weit entwickelt war, dass diese persönliche Erfahrung erstmals gemacht werden konnte.

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Eisler – Wörterbuch: Indifferenz

IndifferenzIndifferenz : Gleichgültigkeit, Unterschiedslosigkeit. SCHELLING nennt das Absolute die »Indifferenz« von Subjekt und Objekt, das, was zu beidem die Möglichkeit hat (WW I 10, 130, 145; vgl.

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Am Indifferenzpunkt kommt es zum spontanen Ausgleich der Kräfte

dies entspricht dem wu wei auf chinesisch

 

Wu wei Konzept: Praxis & Prinzipien | StudySmarter

 

Wu wei fordert Harmonie mit der Natur, nicht das Erzwingen von Ergebnissen. Hat das Wu wei Konzept Einfluss auf die moderne chinesische Gesellschaft?

 

https://www.studysmarter.de/schule/chinesisch/chinesische-philosophie-und-religion/wu-wei-konzept/

 

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(letzte Änderung 15.09.2025, abgelegt unter: Begriff, Bewusstsein, Definition, Heilkunde, Lernen, Psyche, Spannung-Entspannung)

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zuletzt pos. 1 am 14.09.2025 davor 05.03.2025

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