Die Identifikation ist das Übernehmen einer bestimmten Sichtweise bzw. das Übernehmen einer bestimmten Haltung.
Dies kann auch das Übernehmen einer gewissen Verhaltensweise sein.
Dieses Übernehmen einer bestimmten Sichtweise bzw. einer bestimmten Haltung, die zu einer bestimmten Verhaltensweise führt bewirkt die Nachahmung etwa in Bezug auf ein gewisses Tun oder in Bezug auf eine gewisse geistige Haltung.
Dadurch kommt es zur Uniformierung bzw. zur Gleichheit etwa in der körperlichen Haltung – oder in einer bestimmten geistigen Haltung.
Das heißt, dass es, im Hinblick auf den Geist der Person durch die Identifikation zum Gleichklang bzw. zur Gleichheit im: Denken, im Urteilen, im Tun und damit auch im Handeln kommt.
Durch die Identifikation kommt es bezüglich dem Denken und dem Urteilen bei der anderen Person zum Beispiel zur gleichen Beurteilung des Sachverhalts, weil infolge der Identifikation die erste Person zum Vorbild für zweite geworden ist.
Man sieht in diesem Fall die Sache ident bzw. gleich – so wie die andere Person – mit der man sich identifiziert.
Oder man macht die Sache gleich respektive auf die gleiche Art und Weise – wie die andere Person mit der man sich identifiziert.
Der Sachverhalt wird in diesem Fall – im Hinblick auf den Geist der Person – geistig unter dem gleichen geistigen Blickwinkel und auch sonst ident gesehen.
Dies bedeutet man gelangt – in Bezug auf einen gewissen Sachverhalt bzw. in Bezug auf eine gewisse Sache zum gleichen oder ähnlichen geistigen Bild.
Es ist hier also das gleiche geistige Sehen bzw. das gleiche geistige Beleuchten des Sachverhalts der Grund warum man zum gleichen oder ähnlich gelagerten Urteil gelangt.
Daher kann die Identifikation als Gleichschaltung im Denken, Urteilen und Handeln bezeichnet werden.
Und es führt die Identifikation – sei sie bewusst – oder unbewusst – zur Nachahmung bzw. zur Imitation.
Deswegen kann man bezüglich dieser Nachahmung bzw. dieser Imitation von einem Schwarmverhalten bzw. von einem Schwarmphänomen (Gruppenphänomen) sprechen.
Identifikation – ein Massenphänomen:
Die Identifikation führt zu einem Massenphänomen wenn die einzelnen Individuen das Denken und das Handeln übernehmen.
Dies führt im Ergebnis zur Gleichschaltung der Gesellschaft. Werbung und Propaganda bemühen sich um Identifikation der Massen – in einer kleinen Gesellschaft und in einer großen.
Im Guten wie im Schlechten.
Positive Kraft – negative Kraft.
Identifikation – ein Phänomen:
Die Identifikation ist ein Phänomen das bei Lebewesen gleicher Art beobachtet werden kann.
Tiere einer bestimmten Art bzw. Gattung identifizieren sich miteinander indem sie eine Gruppe, eine Herde, einen Schwarm bilden.
So gesehen kann man sagen, dass die Identifikation von gleichartigen Lebewesen – und die Bildung einer Gruppe, einer Herde, eines Schwarmes ein natürliches Phänomen ist.
Da man bei Tieren noch nicht von einem sprachlichen Denken sprechen kann, muss man sagen, dass hier die Identifikation auf nonverbaler Kommunikation beruht.
Die Individuen gleicher Art fühlen sich von der gleichartigen äußeren Erscheinung angezogen. Sie haben gleiche bzw. gleichartige Instinkte, Triebe, Gerüche, ähnlichen Geschmack, gleichartige Interessen, gleiches Sicherheitsbedürfnis usf.
Weiteres zur Identifikation beim Menschen:
Menschen die sich miteinander identifizieren denken weitgehend gleich oder ähnlich. In der Regel wie sie das übernehmen was ihnen angesagt wird.
Sie haben gleiche Interessen. Sie treffen sich im selben Klub, im Verein der sie anspricht.
Sie sprechen dieselbe Sprache, haben gleiche Vorlieben, sind möglicherweise Personen aus dem selben Kulturkreis, derselben Gesellschaft, stammen aus dem selben Volk, der selben Ethnie etc.
Und sie streben daher nach denselben Werten, denselben Zielen. Sie haben gleiche oder gleichartige Interessen. Sie erfreuen sich am selben, an ihren Riten, Gebräuchen, Traditionen.
Es sind dies die die Gesellschaft stärkenden Intentionen.
Der Gruppenzusammenhalt wird dadurch bestärkt bzw. wird dadurch Überlebensfähigkeit als Gruppe erhöht, womit die Chance das Überleben der Art – angesichts der Bedrohungen durch die Rivalen – oder angesichts der Konkurrenz – erhöht wird.
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