Den Grad des Bewusstseins kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten.
Der Grad des Bewusstseins kann zum Beispiel bei einem Lebewesen hoch oder nieder sein.
Und dabei kann z. B. die Entwicklung des hohen Grades des Bewusstseins beim einzelnen Lebewesen grundsätzlich von der Art bzw. von der Gattung des Lebewesens abhängig sein.
Zum Beispiel kann eine Biene keinen so hohen Grad an Bewusstsein in ihrem Leben erlangen wie zum Beispiel eine Fledermaus.
Dieser grundsätzlich Unterschied im Grad des Bewusstsein zwischen einer Fledermaus und dem einer Biene hängt wahrscheinlich von der grundsätzlich anderen Struktur des Nervensystems ab.
Unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet kann man sagen, dass die Formen des Lebens und die damit verbundenen Anforderungen an die Orientierung im Lauf des eigenen Lebens bei der Biene und der Fledermaus – also abhängig von der jeweiligen Gattung – ganz unterschiedlich sind und allein deswegen im Lauf der Lebens unterschiedliche Grad der Orientiertheit erlangt werden müssen um den Anforderungen des eigenen Lebens gerecht zu werden.
Unter einem weiteren Aspekt bzw. Gesichtspunkt betrachtet kann man sagen, dass die Biene schon ab dem Verlassen des Bienenstocks zum Sammeln des Honigs die volle Reife der Entwicklung für eine Flugbiene erlangt hat um diese Funktion das Sammeln von Honig leisten zu können, wohingegen ein Säugetier erst später in seinem Leben den Gad der Bewusstheit erlangt der es ihm ermöglicht etwa die Funktion der Futtersuche, der Aufzucht der Jungtiere, das erfolgreiche Fangen der Beute usw. zu erlangen.
Andererseits erfährt wahrscheinlich auch das Nervensystem einer Biene eine gewisse Entwicklung wenn man das Stadium der gerade aus der Zelle der Bienenwabe geschlüpfte Nervensystem mit dem Nervensystem vergleicht das bei der Beine vorhanden ist, wenn sie das erste Mal zum Sammeln von Honig aus dem Stock in die Umgebung fliegt um an Blumen Nektar und Pollen zu sammeln. Auch kann man sagen, dass die Biene dieses Sammeln von Nektar am Grund der Blüte der Blume von Anfang an infolge seiner Instinkte vollkommen richtig macht und ebenso das Sammeln von Pollen, wenn sie die ersten Blüten anfliegt.
Wohingegen bzw. wo im Gegensatz dazu das Tier und insbesondere das Säugetier eine gewissen Gattung, sei es eine Fledermaus oder ein anderes Säugetier verschiedene Dinge erst im Laufe seines Lebens von den älteren Tieren seiner Art lernt und demgemäß erst ab einem relativ späteren Entwicklungsstadium die Reife für das selbstständig ausüben einer bestimmten Funktion erlangt (Beispiel das frisch geborene Säugetier kann ab dem Zeitpunkt der Geburt Milch an der richtigen Stelle beim Muttertier saugen, lernt andere Dinge jedoch erst viel später in seinem Leben. Dies gilt zum Beispiel grundsätzlich auch für die Menschen die vergleichsweise erst viel später gewisse Dinge in ihrem Leben machen können, wie Tiere obwohl sie biologisch betrachtet auch zu den Milch saugenden Lebewesen zählen wie die anderen nach der Geburt saugenden Lebewesen.
In diesem Sinn hängt das Bewusstsein und auch der Grad des Bewusstseins und ebenso der Grad der Bewusstheit beim einzelnen Individuum von verschiedenen Faktoren ab.
Und man deswegen sagen, dass beim Vergleich eines Säugetiers mit einem Menschen das Säugetier relativ schneller bzw. früher in seinem Leben den Grad der Reife für die Fortpflanzung erlangt als dies bei den Menschen der Fall.
Erst nach vielen Jahren erlangt ein Mensch der in einer menschlichen Gesellschaft aufgewachsen ist den Grad der Reife und damit den Grad des Bewusstseins und der Bewusstheit um nach der Begattung durch das andere Geschlecht in der Lage zu sein Kind nach der Geburt erfolgreich aufzuziehen, zu pflegen und zu ernähren.
All dies schaffen die Bienen infolge ihrer Beschaffenheit – gemeint infolge der körperlichen Beschaffenheit im Hinblick auf die Struktur ihres Organismus viel früher wenn man daran denkt dass eine Biene die Sommer lebt nur kurze Zeit lebt, wohingegen eine Biene die erst im Herbst das Licht der Welt und die Umwelt um den Bienenstock erlebt wenn sie im Frühjahr das erste Mal den Bienenstock verlässt.
Der Grad der Bewusstheit und des Bewusstseins hängt beim einzelnen Lebewesen also von vielen Dingen bzw. von vielen Faktoren ab.
Und man kann sagen dass der Mensch im Vergleich zu den anderen Lebewesen tatsächlich das komplexeste Lebewesen ist, weil sein Nervensystem so viele Dinge im Lauf des Lebens lernen muss um das Leben erfolgreich zu leben.
Ja viele Dinge kann der Mensch niemals lernen falls er nicht die Möglichkeit hat in einer menschlichen Gesellschaft aufzuwachsen.
Das Sprechen, das Denken, das Erledigen der Dinge im Alltag lernt der Mensch erst im Lauf der Zeit bzw. erst im Lauf seines Lebens. Und auch müssen die Dinge zur rechten Zeit gelernt werden, weil es zu einem späteren Zeitpunkt viel mühsamer ist dasselbe zu lernen.
Man denke etwa an das Erlernen einer zweiten Sprache oder an das Erlernen oder dritten Sprache.
Man denke an das Merken der unterschiedlichen Worte, das treffende Verwenden der Worte wenn man mit einer anderen Person spricht. All dies lernt das Kind spielend leicht zur rechten Zeit, wohingegen der ältere Mensch oder gar der alte Mensch dabei große Mühe hat, wenngleich er als Kind auch noch spielend leicht gelernt hat.
So wie das Lernen hängt auch das persönliche Bewusstsein und ebenso der Grad der Bewusstheit von vielen Dingen, von vielen Faktoren und von vielen Gegebenheiten ab. Wobei all die Faktoren im individuellen Fall als Ursache für das Bewusstsein und den Grad des Bewusstseins sind.
Und man kann wahrscheinlich berechtigt sagen, dass das jeweilige Alter, die Funktion, die Übung, die Praxis, die Bildung und die Ausbildung, die individuelle Anlage usw. wesentliche Faktoren für den Grad der Bewusstheit und des individuellen Bewusstseins sind.
Und dass neuro-biologisch betrachtet die Struktur des Nervensystems und die Entwicklung des Nervensystem – etwa im Hinblick auf die neuronale Konnektivität – im Lauf des Lebens beim einzelnen Individuum entscheidende Faktoren sind um einen gewissen Grad an Bewusstheit und an Bewusstsein zu erlangen.
Dies ergibt sich allein aus der eigenen, persönlichen Erfahrung wenn man das eigene Bewusstsein – so wie es heute gegeben bzw. vorhanden ist, vergleicht mit dem Bewusstsein das man noch vor 10- oder 20 Jahren in Bezug auf gewisse Dinge/Situationen/Sachverhalte im eigenen Leben hatte. Man sagt man war damals noch naiv, man wusste noch nicht wie man sich verhalten sollte, wie man handeln sollte, all dies lernt der Mensch erst im Lauf seines Lebens.
Und so gesehen das höher entwickelte Bewusstsein eine Frucht des Alters, eine Frucht des eigenen Lebens.
.
(letzte Änderung 13.12.2025,abgelegt unter: Abstraktion, Bewusstsein, Bewusstheit, Biologie, denken, Dialektik, Natur, Nervensystem, Phänomen, Psyche, Geist)
.
……………………………..
weiter zum Beitrag: Psyche
……………………………..
weiter zum Beitrag: Geist
…………………………….

