Geistig ist was den Geist betrifft.
Was in Bezug auf einen Menschen seinen Geist betrifft ist geistiger Natur.
Beziehungsweise ist in Bezug auf einen Menschen geistiger Natur was das Denken dieser Person betrifft.
Demgemäß kann man auch sagen, dass das was das Denken dieser Person betrifft geistiger Natur ist.
Im Gegensatz dazu ist physisch bzw. ist physischer Natur – und damit körperlicher Natur – was zum Beispiel den Körper der Person betrifft oder überhaupt was ein physisches Erkenntnisobjekt betrifft.
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Bei geistigen Dingen und damit auch bei geistigen Phänomenen handelt es sich um Erkenntnisobjekte, die man als Mensch nicht physisch erfassen kann bzw. handelt es sich dabei um Erkenntnisobjekte die man physisch nicht bestimmen kann, weil sie jenseits der physis (= jenseits der Natur) gelegen sind.
Deswegen sagt man auch dass geistige Dinge bzw. geistige Erkenntnisobjekte meta-physisch beschaffen sind.
Respektive handelt es sich bei meta-physischer Beschaffenheit um eine geistige Beschaffenheit.
Philosophisch betrachtet bzw. erkenntnistheoretisch betrachtet kann man sagen, dass es sich dabei um transzendentales Wissen bzw. um transzendentes Wissen handelt bzw. handelt es sich dabei um Wissen das sich auf ein transzendentes Erkenntnisobjekt bezieht.
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Deswegen kann was geistig ist bzw.was geistiger Natur ist nur meta-physisch erfasst werden bzw. man kann transzendentales Wissen nur durch das Denken der Person erfassen.
Respektive man kann transzendentales Wissen nur durch begriffliches Denken erfassen.
Und dies bedeutet, dass das was geistiger Natur ist nur durch eine Idee bzw. nur durch den Begriff der Idee erfasst/gedacht bwz. vom denkenden Subjekt bzw. von der denkenden Person subjektiv gültig bestimmt werden kann.
Beziehungsweise handelt es sich bei derartigem Wissen um subjektives Wissen bzw. um persönliches Wissen das nur auf der „Ebene der Ideen“ durch das Vergleichen der Ideen geprüft werden kann.
Mit anderen Worten kann man sagen, dass es für transzendentales Wissen bzw. für subjektives Wissen respektive für persönliches Wissen dieser Art keinen allgemein gültigen bzw. keinen objektiv gültigen Beweis gibt.
Eben weil es sich dabei um persönliches Wissen handelt das auch von einer anderen Person nur auf der „Ebene der Ideen“ überprüft werden kann.
Was geistig, ist ist nämlich jenseits der Natur gelegen – und es kann deswegen was geistiger Natur nur (rein) geistig durch das (reine) Denken erfasst/beschrieben/definiert werden.
Demgemäß kann, was geistiger „Natur“ ist – im übertragenen Sinn – ein Mensch bzw. eine Person nur durch ihr menschliches Denken in (menschlichen) Begriffen formuliert geistig respektive mental erfasst werden.
Beziehungsweise kann die Person einen derartigen Sachverhalt oder eine derartige Sache nur (rein) geistig erkennen.
So kann zum Beispiel eine Person B durch ihr (reines) Denken erkennen ob sie sich Sichtweise der Person A – in Bezug auf einen Sachverhalt der nur theoretisch überprüft werden kann durch ihre eigene Sichtweise anschließt – als ebenfalls glaubt dass dies die richtige Theorie ist oder ob sich eine andere Ansicht bzw. eine andere Sichtweise vertritt und glaubt dass dies nicht die richtige nicht die am besten passende Theorie ist.
Dieser Mensch bzw. diese Person kann eine derartige Sache also nur durch die passenden Begriffe bzw. nur durch die passend den Worte in der von ihr in diesem Moment gesprochenen menschlichen Sprache geistig erfassen/erkennen/beschreiben oder auf dieser Grundlage definieren oder den gegenständlichen Sachverhalt aufgrund einer anderen Theorie erklären. Beziehungsweise kann sie sich den Sachverhalt auf der Grundlage eines anderen Konzepts erklären.
In diesem Sinn gibt es also diverse Sachverhalte die man als Mensch sich nur mit der Hilfe einer Theorie bzw. nur mit der Hilfe eines Konzepts sinnvoll erklären kann, weil man als Mensch bzw. als in Begriffen denkende Person nicht anders geistig erfassen kann.
Bei diversen Sachverhalten stößt man als Mensch wegen der Beschränktheit des menschlichen Denken an die Grenzen des Erkennbaren und damit an die Grenzen des menschlichen Wissen vom Grad der Gewissheit. Beziehungsweise beginnt jenseits davon der persönliche Glaube oder die persönliche Meinung.
Man kann also sagen, dass der Geist des Menschen, nämlich der Geist einer bestimmte Person eine gewisse Sache nur geistig erfassen kann, falls diese Sache geistiger Natur ist.
Und dies bedeutet, dass die Person diese Sache nur durch ihr menschliches Denken bzw. nur durch ihr begriffliches Denken erfassen kann.
Eine andere Möglichkeit des Erkennens bzw. der Erkenntnis gibt es für eine derart geistige Sache nicht.
Was z. B. durch den menschlichen Geist verursacht als Gedanke/als Vorstellung/als Begriff der Idee im Bewusstsein der erkennenden Person erscheint, das kann nur durch den passenden Begriff bzw. das kann durch das passende Wort nur geistig erfasst werden.
Das heißt, ich kann einen derartigen Sachverhalt oder eine derartige Sache nur mental begreifen, falls ich die Sache oder der Sachverhalt durch das jeweilige Schema der Idee geistig auffassen kann. (vgl. mit Kant Zitat 7).
Demgemäß können nur diejenigen Personen den Sachverhalt – zumindest auf der Grundlage der Begriffe der Idee verstehen die Kenntnis und Verständnis für diese Ideen haben.
Beziehungsweise kann ich den jeweiligen Begriff durch meinen Geist nur erkennen, falls ich die Merkmale der Sache durch das Schema dieser Idee geistig auffassen kann.
Dies bedeutet ich muss den Begriff der Idee kennen bzw. ich muss die Ideen in Bezug auf ihren Inhalt kennen – das heißt ich muss dieses mentale Erkenntnisobjekt in Bezug auf seine Bedeutung respektive in Bezug auf seine Definition kennen.
Nur falls ich mit dieser Idee vertraut bzw. respektive falls ich die Definition der Ideen – etwa die Definition der Theorie oder die Definition des Konzepts dem Inhalt nach kenne. Kann ich durch mein persönliches Denken den Sachverhalt geistig prüfen und im gegebenen Fall erkennen ob dies eine brauchbare Theorie oder ein brauchbares Konzepts ist um den gegenständlichen Sachverhalt – wie er etwa im Experiment – beobachtet werden konnte dadurch zutreffend erklärt werden kann.
Es kommt im gegenständlichen Fall also darauf an ob man den Sachverhalt, falls man ihn durch die systematische Einheit der Idee geistig erfasst dadurch zutreffend erklären kann, falls man die Merkmale der Idee durch das Schema dieser Idee geistig auffasst. (vgl. mit Kant Zitat 7).
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In diesem Sinn kann ein Mensch bzw. eine Person durch ihr geistiges Auffassungsvermögen bzw. durch ihr menschliches Denkvermögen gewisse Sachen bzw. gewisse Sachverhalte geistig begreifen bzw. dank ihres geistigen Auffassungsvermögens geistig erkennen/definieren/beschreiben/analysieren/konzipieren usw.
Dazu ist also der persönliche Geist bzw. das persönliche Denkvermögen gefordert um diese Sache oder den Sachverhalt geistig zu erfassen bzw. geistig zu begreifen.
Das heißt – unter einem anderen Blickwinkel betrachtet – kann man sagen, dass diese Person über diese geistige Eigenheit verfügen muss um die jeweilige Sache oder den jeweiligen Sachverhalt geistig zu erkennen.
Beziehungsweise ist dazu das entsprechende Denkvermögen erfordert um etwa die Sache geistig zu verstehen.
Falls das geistige Verständnis fehlt bzw. falls die in dieser Sache geforderte Geistigkeit bei dieser Person nicht vorhanden ist, dann kann sie den Sachverhalt bzw. die Sache geistig nicht begreifen, was bedeutet sie kann ihn nicht sachlich begründet verstehen.
Die Person muss grundsätzlich also in einer menschlichen Gesellschaft aufgewachsen sein, und sie muss dabei das notwendige Verständnis für die sachlichen Begriffe bzw. die Worte kennen um diese Sache verstehen zu können.
Falls dieses Verständnis fehlt bzw. falls diese Geistigkeit fehlt – dann ist es dieser Person nicht möglich die Sache geistig zu erfassen bzw. geistig zu begreifen.
Deswegen ist die geistige Bildung in einer menschlichen Gesellschaft auch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) erfordert. Wie können sonst die Menschen dieser menschlichen Gesellschaft von den Maschinen bzw. von den technischen Apparaten profitieren bzw. einen Nutzen haben wenn sie nicht mehr in der Lage sind durch ihr eigenes Denken zu prüfen ob etwa eine von der technischen Apparatur (vom Computer/Computersystem gelieferte Antwort eine brauchbare Antwort ist oder dies die bestmöglich Antwort ist?.
Das heißt der Mensch sollte in der Lage sein durch sein eigenes Denken die Sache – zum mindesten überschlägig bzw. im Wesentlichen zu prüfen – ist das gelieferte Ergebnis plausibel oder ist es nicht plausibel?
Diese Prüfung – auf Grundlage der Plausibilität kann sich der Mensch nicht kraft der künstlichen Intelligenz ersparen.
So ist zum Beispiel das grundsätzliche Verständnis der Worte bzw. der Begriffe für das Verständnis so wesentlich um zum Beispiel dem Unterricht in der Schule folgen zu können – oder um im Beruf die Zusammenhänge der Dinge und der Sachverhalte zu verstehen.
Um zum Beispiel zu verstehen wie die Sache funktioniert, wie die Sache zu machen ist.
Deswegen ist es problematisch falls das Denken der Menschen nicht geübt und in der Schule oder im Studium nicht geschult wird.
Falls der Mensch auf diese Übung der Schulung seines Geistes verzichtet – wie können aus diesen Menschen brauchbare Fachleute in einem handwerklichen Beruf – im Rechtswesen, in der Rechtsprechung in der Heilkunde in der Medizin, in der universitären Medizin durch den jeweiligen Ausbildungsgang gebildet werden?
Glaubt jemand wirklich dass in Zukunft die Maschinen den Menschen derart entlasten können, dass er selbst gar keine Bildung – konkret keine Bildung seines eigenen Geistes benötigt?
Wird also in Zukunft die künstliche Intelligenz (KI) das Denken das die Maschinen die technischen Apparaturen leisten sämtliche Dinge für die Menschen erledigen?
Ist eine derartige Entlastung des Menschen möglich? – oder fördert die unkluge Verwendung der künstlichen Intelligenz die allgemeine Dummheit?
Besteht die Gefahr der Verdummung der Bevölkerung durch den kritiklosen Einsatz der künstlichen Intelligenz?
Nichts gegen die Entlastung des Geistes der Person wo dies sinnvoll ist – aber keine Entlastung des persönlichen Geistes wo dies schädlich ist, weil ansonsten die geistige Entwicklung der Menschen unterbleibt.
Beziehungsweise weil dadurch die Verdummung der Bevölkerung befördert wird. Die Entlastung des Geistes der Person kann also die persönliche Verdummung befördern.
Respektive gibt es eine schädliche Entlastung des Geistes. Falls die rechtzeitige geistige Schulung unterbleibt wird dies vorhersehbar schädliche Auswirkungen zeigen und zwar zum Schaden für die ganze menschliche Gesellschaft die diesen schädlichen Weg beschreitet.
Derartige Mängel in der praktischen Schulung in der praktischen Übung des Geistes der Person werden also dazu führen dass die Menschen den Sinn der Sachen und der Sachverhalte selbst nicht mehr erkennen und selbst nicht mehr verstehen können, weil sie das Problem bzw. den Mangel selbst gar nicht mehr bemerken bzw. nicht mehr geistig begreifen.
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Die geistige Schulung der Menschen ist wesentlich:
All diese Dinge muss der Mensch im Vorfeld oder im Rahmen des praktischen Tun schritt für Schritt erlernen – und ist es deswegen problematisch wenn die Schulung des eigenen Geistes unterbleibt, wenn die Frage lediglich von einer technischen Apparatur beantwortet wenn die Fragestellung an diese technische Apparatur gestellt wird.
Nur eine derart gebildete Person kann in dieser menschlichen Sprache die Sache oder den Sachverhalte mit anderen Menschen in dieser sprachlichen Grundlage bzw. auf dieser begrifflichen Grundlage sinnvoll kommunizieren.
Ohne geistige Arbeit wird es also auch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) nicht gehen bzw. besteht gerade die Gefahr dass das persönliche Denkvermögen auf der Strecke bleibt – wenn man glaubt dass die Maschinen bzw. die technische Apparatur – der Computer in Verbindung mit dem Internet alles erledigen wird.
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Viele Erkenntnisobjekte können nur durch den menschlichen Geist erfasst werden:
Viele Erkenntnisobjekte kann ich nur durch meinen Geist – also nur gedanklich geistige auffassen, sodass dadurch der Begriff dieser Idee bzw. die systematische Einheit dieser Idee infolge in meinem Bewusstsein als Bewusstseinsinhalt erscheint.
Das heißt, ich kann einen solchen Inhalt meines Bewusstseins bzw. ein solches Erkenntnisobjekt nur geistig respektive nur mental erfassen, das heißt ich kann es nur mental begreifen.
Dies bedeutet ich kann diese Sache oder diesen Sachverhalt nur durch mein Denken erkennen.
Das bedeutet, dass ich diese Sache oder diesen Sachverhalt nur durch mein Nachdenken bzw. nur durch meine Überlegung als denkende Person beurteilen kann, um zum Beispiel zu erkennen, ob die Sache oder Sachverhalt – meiner Ansicht nach – angemessen beurteilt worden ist.
In diesem Sinn muss man unterscheiden, ob man eine Sache oder einen Sachverhalt nur geistig erkennen, erfassen, beurteilen kann, oder ob man ihn, weil er mir bzw. uns tatsächlich gegeben ist physisch – physikalisch, chemisch, biochemisch – oder durch sonstige Tatsachen erkennbar ist durch Tatsachen begründet bestimmt werden kann.
Was geistig ist, kann man nicht physisch bestimmen und nicht physisch erkennen, sondern man kann das Geistige nur meta-physisch also nur durch das Denken persönlich erkennen und persönlich begründet bestimmen.
Demgemäß erkennt der Geist der Person was im konkreten Fall mit dem Begriff Geist gemeint ist, auf meta-physische Art und Weise, bzw. wird dies durch den Begriff der Idee erkannt, insofern dieser im Bewusstsein der erkennenden Person als systematische Einheit der Idee erscheint, falls sie die Sache durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).
In diesem Sinn kann man als Mensch die unterschiedlichen Sachen und auch die unterschiedlichen Sachverhalte nur geistig bzw. nur mental erkennen bzw. erfassen.
Das heißt man kann derartiges – sowohl in Bezug auf die unterschiedlichen Sachen und auch in Bezug auf die unterschiedlichen Sachverhalte nur mental durch die Begriffe der Ideen erkennen/beschreiben/definieren – so wie die jeweilige systematische Einheit im Bewusstsein der erkennenden Person als Begriff der Idee erscheint.
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Der Begriff geistig – in Bezug auf den Menschen erläutert:
Der Begriff geistig in Bezug auf den einzelnen Menschen erläutert, bezeichnet etwas, das durch das Denken dieses Menschen als Person bzw. als Individuum in Bezug auf den eigenen Geist entsteht.
Die Erfahrung lehrt, dass das Denken des einzelnen Menschen für sein Leben und damit für seine persönliche Entwicklung von großer Bedeutung ist, weil die Erfahrung bzw. die Empirie aufzeigt, was dadurch beeinflusst wird.
So ist zum Beispiel eine bestimmte (geistige) Entscheidung – die auf einem (geistigen) Urteil beruht – respektive die eine gewisse geistige Wahl ist – unter Umständen für das ganze weitere Leben entscheidend, weil man dort, an diesem Ort, eine gewisse Person getroffen hat, die für das weitere eigene Leben bedeutungsvoll bzw. ganz entscheidend war.
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Der Begriff geistig – in Bezug auf den Weltgeist erläutert:
In Bezug auf den Weltgeist erläutert, kann man sagen, dass man sich vorstellt dass es einen Weltgeist gibt, der das Denken der Menschen zu einer bestimmten Zeit in unterschiedlichen Gesellschaften der Welt durch gewisse Ideen/Vorstellungen/Inhalte usw. auf eine bestimmte Art und Weise beeinflusst, weil in dieser Zeit weltweit z. B. gewisse Entwicklungen zu beobachten sind.
Deswegen kann man zum Beispiel sagen, dass der Weltgeist – wegen verschiedenen Gegebenheiten das Internet zu einer gewissen Zeit hervorgebracht hat, die weitere Entwicklung der Menschen weltweit beeinflusst hat – sofern diese Zugang zum Internet haben.
In diesem Sinn bezeichnet der Begriff geistig etwas das einen gewissen Bezug zum Begriff Geist hat.
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Abschließend kann die Frage beantwortet werden:
Was ist geistig?
Geistig ist, was in Bezug auf den Menschen von seinem Denken abhängt und deswegen eine geistige Wirkung hat.
Die geistige Wirkung ist also kausal bzw. sie ist durch das Denken (des/der Menschen) verursacht/beeinflusst/bedingt usw.
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(letzte Änderung 31.08.2025, abgelegt unter: Abstraktion, Begriff, Definition, denken, Geist, Psyche, Philosophie)
zuletzt pos. 1 am 08.07.2025 davor 03.06.2025
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