erheblich

Erheblich ist was auf einem persönliches Urteil beruht.

Beziehungsweise ist erheblich was auf einem Wahrnehmungsurteil* beruht.

Respektive ist erheblich was auf einer Idee beruht die infolge des mentalen Prozesses im Bewusstsein einer Person entsteht, die mit einem gewissen Sachverhalt bzw. mit einer gewissen Fragestellung befasst ist und in Bezug auf diesen Sachverhalt bzw. in Bezug auf diesen Sachverhalt zu einer persönlichen Feststellung bzw. zu einem persönlichen Urteil gelangt.

Und weil es sich bei einem persönlichen Urteil um ein Wahrnehmungsurteil* und nicht auf einem Erfahrungsrurteil* handelt, ist ein derartiges Urteil primär immer nur für das denkende Subjekt gültig, weil dieses durch ihren (subjektiven) mentalen Prozess diese persönliche Erkenntnis bzw. dieses persönliche Wissen erlangt hat.

Und kann nur indirekt bzw. nur im Nachhinein durch die Argumentation bzw. durch die Plausibilität bewiesen werden, dass dieses persönliche Urteil in Bezug auf den gegenständlichen Sachverhalt bzw. in Bezug auf die persönliche Beurteilung des gegenständlichen Sachverhalts zutreffend ist.

Und dies bedeutet, dass das persönliche Urteil im Vergleich zu den Urteilen von anderen Personen in Bezug auf den gegenständlichen Sachverhalt das bestmögliche Urteil bzw. das plausibelste Urteil sein muss – um den allgemeinen Applaus bzw. die allgemeine Zustimmung zu erlangen.

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Anmerkung:*

Zitat aus Band V, Schriften zur Metaphysik und Logik I, (Prolegomena-Zweiter Teil, Wie ist reine Naturwissenschaft möglich), Gesammelte Werke, Immanuel Kant (Seite 163, 164) Suhrkamp Taschenbuchausgabe, herausgegeben von Wilhelm Weischedel, 1. Auflage 1974, ISBN  3-538-27653-7

von Immanuel Kant.

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Beziehungsweise beruht demgemäß die Beurteilung eines gewissen Sachverhalts etwa in Bezug auf eine gewisses Geschehen dass der gegenständliche Sachverhalt zum Beispiel eine gewisse Wirkung  (Auswirkung) hat auf einem persönlichen Urteil.

Dabei kann diese Wirkung ein Geschehen sein das für ein bestimmtes Lebewesen  eine erhebliche Wirkung (Auswirkung) hat, oder es kann dies ein Geschehen sein das für ein bestimmtes Lebewesen keine erhebliche Wirkung (Auswirkung) hat.

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Oder es kann dies ein Geschehen sein das für alle Lebewesen einer bestimmten Gattung eine erhebliche Wirkung (Auswirkung) hat.

Deswegen muss man im konkreten Fall unterscheiden um was für ein Geschehen es sich handelt und man muss ferner beachten und unterscheiden wie dieses Geschehen entweder auf ein einzelnes bestimmtes Lebewesen bzw. auf ein bestimmtes Individuum wirkt, oder wie das gegenständliche Geschehen auf eine größere Menge gleichartiger Individuen einer bestimmten Gattung wirkt.

Und man kann dann gemäß den Methoden der Statistik beobachten und feststellen, welche durchschnittliche Wirkung (Auswirkung) auftritt bzw. dieses Geschehen auf dieses Kollektiv etwa auf einen gewisse Gesellschaft von Lebewesen hat..

Es ist im konkreten Fall also zu beachten bzw. zu unterscheiden ob die Wirkung für das einzelne Lebewesen gültig ist bzw. erheblich ist.

Oder es ist in einem anderen Fall zu unterscheiden wie das Geschehen auf ein Kollektiv bwz. auf eine gewisse Gesellschaft von Lebewesen wirkt, etwa in dem Sinn wie viel Prozent dieser Gesellschaft durch das Geschehen betroffen sind. Wobei per Konvention festgelegt ist dass 3 Prozent die Grenze darstellt für die Feststellung was erheblich ist.

Im zuerst genannten Fall ist das Geschehen für ein Subjekt erheblich subjektiv gültig. wohingegen es im Fall der zweit genannten Art die Frage lautet ob das Geschehen bzw. ob der gegenständliche Sachverhalt für mehr oder weniger als 3% an Individuen dieser Gesellschaft gültig ist.

Falls die Grenze der Erheblichkeit mit 3% festgelegt worden ist.

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Was in der Wissenschaft als Grenzwert erkannt wird ist die Grenze der Signifikanz:

Was hingegen für mehr als 3 Prozent von 100 der Fälle in der Wissenschaft erkannt wird bzw. was auf der Grundlage von wissenschaftlichen Studien als gültig erkannt bzw. festgestellt wird, ist statisch signifikant und demgemäß allgemein gültig bzw. allgemein erheblich.

Beziehungsweise ist dies nicht nur für ein bestimmtes Individuum bzw. ist dies nicht nur für ein bestimmtes Subjekt subjektiv gültig.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen, dass erheblich ist was statisch signifikant ist, weil z. B. ein erheblicher Teil der Bevölkerung durch das Geschehen betroffen ist.

So zum Beispiel dass erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der betroffenen Bewohner an einem Standort durch Rauchgase einer Verbrennungsanlage erheblich betroffen sind.

Zum Beispiel kann also ein erheblicher Teil der Bevölkerung von einer gewissen Ursache die die Gesundheit beeinträchtigt, betroffen sein und ist in diesem Fall der Sachverhalt erheblich.

Hier kann die Ursache zum Beispiel eine epidemisch auftretenden Krankheit bzw. eine Epidemie sein die die Bevölkerung erheblich betrifft.

Oder es kann dies eine sonstige Wirkung sein die einen erheblichen Teil der Bevölkerung im Hinblick auf eine Auswirkung betrifft.

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Was für alle Lebewesen einer bestimmten Art bzw. einer bestimmten Gattung z. B. eine erheblich schädliche Auswirkung zur Folge hat, kann ab einer gewissen Dosis eindeutig als Gift bezeichnet werden.

Und man kennt in diesem Zusammenhang der Begriff der letalen Dosis die mit Sicherheit den Tod von einem Tier mit einem gewissen Körpergewicht bewirkt.

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Im konkreten Fall muss geprüft werden auf was sich die Frage der Erheblichkeit bezieht:

Handelt es sich im konkreten Fall um einen individiuellen Einzelfall der gemäß der Individualität in Bezug auf das konkrete Individuum zu beurteilen ist?

Oder handelt es bezüglich der Erheblichkeit um ein Kollektiv z. B.  um eine menschliche Gesellschaft.

Deswegen muss man im konkreten Fall unterschieden werden um was für einen Sachverhalt es sich handelt, weil für unterschiedliche Sachverhalte gibt bzw. je nach dem Unterschiedliches zu beachten ist.

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Erläuterung dessen was erheblich ist bzw. der Erheblichkeit anhand einzelner Beispiele:

Falls eine Person auf eine Substanz bzw. auf einen Stoff allergisch reagiert, dann kann eine minimale Dosis dieses Stoffs bzw. dieser Substanz eine erhebliche Reaktion auslösen.

Falls mehr als 3 Personen von 100 Personen wegen einer gewissen Belastung durch einen Stoff/ein Medikament auf diesen Stoffe eine ausgeprägte Reaktion nach der Einnahme dieses Medikaments zeigen, und dieser Sachverhalt in wiederholten Studien manifestiert bzw. zeigt, dann handelt es sich um eine statisch signifikante Reaktion bzw. ist die Häufigkeit dieser Reaktion statisch signifikant erheblich.

Und wie die Erfahrung lehrt zeigen demgemäß Studien in der Wissenschaft was empirisch gesichert erheblich ist.

Und es werden demgemäß empirisch gesicherte Ergebnisse z. B. auf dem Beipackzettel eines Medikaments als Nebenwirkung ausgewiesen bzw. aufgezeigt.

Manchmal lehrt die Erfahrung lehrt die nach der Zulassung eines Medikaments in der Praxis der Medizin dass Wirkungen der Substanz bzw. des Stoffes auftreten, die durch die Studien noch nicht erkannt worden sind. Manchmal mit dem Effekt dass der Stoff bzw. das Medikament wieder vom Markt verschwindet falls die Erfahrung wiederholt eine gewisse gefährliche/schädliche Wirkung statisch signifikant bestätigt.

Empirie wiederholt bestätigen.

Falls jedoch keine wissenschaftlichen Studien diesbezüglich durchgeführt werden – aus welchen Gründen auch immer – zeigen sich diesbezüglich keine Ergebnisse. Und hier stellt sich die Frage wer kontrolliert die Wissenschaft bzw. wer bestimmt ob wissenschaftliche Studien durchgeführt werden?

Gemäß dem Spruch: wo kein Kläger da kein Richter.

Beziehungsweise wo kein Kläger auftritt wird die Sache bzw. der Sachverhalt nicht weitere untersucht und gibt es demgemäß auch keine diesbezügliche Erkenntnis bzw. kein diesbezüglich wissenschaftlich gesichertes Wissen. gemäß dem der einzelne Fall auf wissenschaftlicher Grundlage fundiert beurteilt werden kann.

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(letzte Änderung 21.12.2025, abgelegt unter: Abstraktion, Aussagen, Befindlichkeitsstörung, Begriff, Beweis, Bewusstsein, Biologie, Definition, Diagnostik, Dialektik, Erfahrung, Erkennen, Erkenntnis, Erleben, Erlebnis, Evidenz, fühlen, Funktion, Funktionsstörung, Geist, Gutachten, Heilkunde, Kausalität, Kognition, Medizin, Natur, Phänomen, Philosophie, Psyche, Psychiatrie, Psychosomatik, Subjekt, Subjektivität, Validierung, Verantwortung, Vernunft, Wahrheit, Wahrscheinlichkeit, Wissenschaft)

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