Eindruck

 Ein Eindruck ist Etwas das eine Wirkung hinterlässt.

Dabei kann ein Eindruck eine physische Wirkung hinterlassen, oder es kann ein Eindruck eine meta-physische bzw. eine geistige Wirkung hinterlassen bzw. bewirken.

Zum Beispiel hinterlässt der Siegelring im Siegelwachs einen physischen Eindruck bzw. eine physisch feststellbare Wirkung, im Gegensatz dazu bewirkt etwa der Anblick einer bekannten Person eine meta-physische Wirkung, wobei diese meta-physische Wirkung auf die Person immer als Ganzes wirkt.

In einem konkreten Fall kann diese Wirkung vor allem auf die Psyche der anderen Person wirken und nur in zweiter Linie auch auf den Körper der anderen Person.

Wie man dies etwa an den psychischen Phänomenen und den weniger ausgeprägten körperlichen Reaktionen erkennen kann.

Unter Umständen bewirkt der Anblick der anderen Person im Geist der Person – die die andere Person erblickt gewisse Überlegungen und man kann in diesem Fall sagen, dass dieser Anblick auf eine geistige Wirkung hat bzw. geistige Phänomene in der Person hervorruft.

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Demgemäß kann ein Erlebnis einen Eindruck bewirken bzw. eine Wirkung auf den Körper, die Psyche und auch auf den Geist der Person haben.

In diesem Sinn bewirken Erlebnisse Eindrücke im Lebewesen entsprechend der jeweiligen Situation.

Zum Beispiel regt das Erlebnis die Gedächtnisfunktion an, sodass man sagen kann dass z. B. der Anblick als Erlebnis die Gedächtnisfunktion im anderen Lebewesen aktiviert.

In diesem Sinn kann der Eindruck im Lebewesen die körperliche Funktion aktivieren und bei höher entwickelten Tieren und beim Menschen kann der Anblick auch die psychische Funktion aktivieren.

Und schließlich kann beim Menschen der Anblick und der dadurch erzeugte Eindruck auch die geistige Funktion aktivieren.

Deswegen kann man auch sagen, dass ein Eindruck eine gewisse Gedächtnisspur hinterlässt bzw. dass diese Gedächtnisspur mit einem Gedächtnisinhalt korrespondiert.

Die Erfahrung bzw. die Beobachtung lehrt, dass Erlebnisse korrespondierende Eindrücke hinterlassen, die sich – mehr oder weniger ausgeprägt im Verhalten des mehr oder weniger starkt beeindruckten Lebewesens manifestieren.

Und dieser Sachverhalt lässt den Schluss zu, dass der Eindruck, den das Erlebnis im Lebewesen hinterlassen hat als Folge der  Erfahrung eingetreten ist und auf das Lebewesen – im weiteren Leben als Ganzes –  mehr oder weniger ausgeprägt wirkt.

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Ein beobachtetes Beispiel dazu: Als Anfang Mai des heurigen Jahres 2025 haben wird das Futterhäuschen für die Vögel im Garten für diese Saison entfernt. Trotzdem kamen in den darauf folgenden Tagen am Morgen früh noch Vögel an diesen Ort um nach dem Futterhäuschen bzw. nach dem Vogelfutter zu suchen (konkret sind mir in Erinnerung ein paar Kernbeißer und ein einzelner Star) dabei war die Suche allerdings vergeblich.  Dieses Verhalten lässt darauf schließen, dass in diesen  Vögeln eine Gedächtnisspur bzw. eine Gedächtnisfunktion zu dieser Zeit noch wirksam war; bis offenbar diese Einprägung bzw. diese Spur im Gedächtnis nach mehreren vergeblichen Versuchen in dem Ausmaß verblasst ist dass sie infolge deswegen nicht mehr kamen.

Allenfalls im kommen sie im kommenden Winter wieder, falls dann noch eine Spur an Erinnerung an das Futterhäuschen vorhanden ist.

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Eindruck wirkt auf das Leben des Lebewesens:

In diesem Sinn bewirkt ein Erlebnis auf das Leben des Lebewesens bzw. hinterlässt das Erlebnis einen mehr oder weniger tiefen bzw. einen weniger tief ausgebildeten Eindruck.

Falls es sich um einen flüchtigen Eindruck handelt, hinterlässt dieser keine nachhaltige Gedächtnisspur bzw. bleibt keine Erinnerung zurück.

Hingegen je tiefer – je eindrücklicher das Erlebnis war umso ausgeprägter wird die Erinnerung sein.

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Neuro-biologisch betrachtet kann man sagen, dass je nach Erlebnis – ein mehr oder weniger tiefer Eindruck im Gedächtnis zurückbleibt bzw. dieser Eindruck mit einem mehr oder weniger deutlich ausgebildeten neuronalen Muster korreliert.

Dieses neuronale Muster ist also der neuro-biologische Grund bzw. die neuro-biologische Ursache – warum gewisse Reize ein gewisses Erleben bzw. ein gewisses Verhalten anstoßen bzw. korrespondiert dieses Erleben bzw. Verhalten mit einer gewissen Erinnerung.

In Bezug auf das oben angeführte Beispiel der beobachteten Vögeln, die wieder den Ort zurückgekehrt sind, an dem es Futter gab, werden durch gewisse Reize (Hunger nach der Nachtruhe) dazu veranlasst den Ort wieder aufzusuchen an dem es Futter gab.

Man kann also sagen, dass das frühere Erlebnis des Futter-Finden am besagten Ort der Grund bzw. die Ursache ist warum der Vogel wieder an diesen Ort zurückkehrt.

Und es erscheint dieses Phänomen auch der Grund zu sein, warum die wiederholte Übung einen tiefer eingeprägten Gedächtnisinhalt zurücklässt als ein weniger oft wiederholtes Erlebnis bzw. eine weniger geübte Übung.

Und wie die Erfahrung lehrt spielt bei diesem Üben bzw. Lernen auch die  Emotion bzw. die Motivation eine entsprechende Rolle.

Beziehungsweise hinterlassen Eindrucke die unter starkem Affekt bzw. unter starker Emotion aufgetreten sind entsprechend tiefe Eindrücke im Gedächtnis.

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Eindruck – Wirkung auf Körper, Psyche und Geist:

Bei einem höher entwickelten Tier, etwa bei einem Säugetier das zur Gattung der Hunde zählt, wird der Eindruck nicht nur den Körper sondern auch die Psyche betreffen bzw. wird in beiden Bereichen/Dimensionen das Erlebnis eine entsprechende Wirkung hinterlassen.

Ein Beispiel dazu: Ein Tier bemerkt wie ein Raubtier sich ihm nähert. Verständlicherweise bewirkt dieser Eindruck – der durch die Sinneswahrnehmung und durch den neuronalen Prozess im Nervensystem entsteht eine Flucht-Reaktion.

In diesem Fall kann man sagen, dass dieser Eindruck das Tier als Ganzes erfasst hat – also sowohl den Körper wie auch die Psyche – und es hat der Eindruck durch die Sinneswahrnehmung ausgelöst den neuronalen Prozess im Nervensystem als Ganzes aktiviert in Angst versetzt und die Flucht-Reaktion bewirkt.

In diesem Fall hat die Wahrnehmung der Sinnesreize die entsprechende Angst-Reaktion und damit die Flucht-Reaktion ausgelöst beziehungsweise kam es in diesem Fall durch den neuronalen Prozess im Nervensystem des Lebewesens zu dieser Aktion bzw. zu dieser Reaktion.

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Eindruck – der auf einen Menschen wirkt:

Der Eindruck der auf einen bestimmten Menschen wirkt, wirkt so, wie im zuvor im animalischen Beispiel beschrieben worden ist immer auf das Lebewesen als Ganzes.

Beim Menschen kommt es zusätzlich zur Aktivierung der körperlichen Funktion und der psychischen Funktion – je nach Sachverhalt und Situation – auch zur Aktivierung der geistigen Funktion.

Ein gewisses Erlebnis führt im Menschen als Individuum als je nach Sachverhalt und Situation verschieden zu einer individuellen körperlichen, psychischen und geistigen Reaktion.

Das heißt dass beim Menschen das Erlebnis – sowohl in Bezug auf KörperPsyche und Geist eine individuelle Reaktion zur Folge hat.

Dies bedeutet, dass bei einem bestimmten Menschen, je nach der persönlichen bzw. individuellen Erfahrung zu einem persönlichen bzw. individuellen Eindruck kommt und dem entsprechend zur  individuellen Reaktion bzw. Aktion.

Hierbei spielt also auch die bereits früher gemachte Erfahrung eine wesentliche Rolle bzw. beeinflusst diese die Aktion bzw. die Reaktion des Individuums.

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(letzte Änderung 16.05.2025, abgelegt unter: Begriff, Bewusstsein, Biologie, Definition, Geist, lernen, Psyche)

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