Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

körperliche Entspannung

Die körperliche Entspannung ist die Entspannung die im Körper entsteht.

Nach körperlicher Aktivität und damit nach körperlicher Anspannung folgt im Normalfall die körperliche Entspannung.

Bei der körperlichen Entspannung kommt es zur Entspannung der Muskulatur. Dies wirkt sich insbesondere auf den Bewegungsapparat aus – und damit auf die Sehen, Bänder und Gelenke.

Darüber hinaus bewirkt die körperliche Entspannung auch in anderen Bereichen des Organismus wesentliche Änderungen.

Man denke an die Funktion des Nervensystems und hier insbesondere an das vegetative Nervensystem.

Die körperliche Entspannung wirkt sich also auf den gesamten Organismus und seine Funktionen aus. So kommt es etwa im Stoffwechsel durch die körperliche Entspannung zu wesentlichen Änderungen.

Auch auf die Psyche und das psychische Befinden wirkt sich die körperliche Entspannung aus. Es kommt durch die körperliche Entspannung also zur Änderung der Befindlichkeit. In Folge der Entspannung kann das Bedürfnis schlafen zu wollen auftreten bzw. tritt der Schlaf nach Möglichkeit ein. Man kann daher berechtigt sagen, dass die körperliche Entspannung sich auf den Körper und die Psyche bzw. auf den ganzen Menschen auswirkt.

Dabei hatte sich im Rahmen der Aktivität, insbesondere infolge der Aktivität der Psyche zuvor nicht selten die erhöhte körperliche Spannung als Folge der hohen psychischen Spannung gebildet.

Man denke an den Leistungsdruck unter dem Menschen oftmals stehen wenn sie die Arbeit unter Zeitdruck, oder generell im Akkord, bei ungünstiger Körperhaltung oder unter sonstigen belastenden Umständen verrichten.

Man kann auch sagen, dass die körperliche Anspannung generell erhöht ist, wenn die betroffene Person unter Stress steht.

Im Normalfall kommt es nach der Phase der Aktivität zur Ruhephase und damit zur körperlichen Entspannung und zur psychischen Entspannung.

Falls die Entspannungsfähigkeit der betroffenen Person gestört ist – unterbleibt diese natürliche Entspannung bzw. ist sie unvollständig und es persistiert dann auch im Ruhezustand die erhöhte körperliche und psychische Spannung.

Dieser Sachverhalt kann zu diversen gesundheitlichen Störungen oftmals kombiniert mit psychischen Störungen oder zu sogenannten psychosomatischen Störungen führen.

Demgemäß kennt man in der Medizin diverse medizinische Diagnosen bei denen die gestörte Entspannungsfähigkeit bzw. die erhöhte körperliche Anspannung ein wesentlicher Faktor der gesundheitlichen Störung ist (Beispiele dazu: Fibromyalige, somatoforme Schmerzstörung, gewisse Formen von vegetativer Dystonie, gewisse Formen von Rückenschmerzen und andere Schmerzsyndrome wie sie von Ärzten in der Allgemeinmedizin häufig gesehen werden und teils in der Orthopädie/Inneren Medizin diagnostiziert werden.  Nicht selten ist die gestörte Entspannungsfähigkeit auch in der Neurologie ein wesentlicher Faktor der neurologischen Störung. Auch in anderen Fachbereichen etwa in der Augenheilkunde, in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde etwa beim Tinnitus ist übermäßiger Stress in Verbindung mit gestörter Entspannungsfähigkeit ein wesentlicher Faktor der meist komplexen Ursache).

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(letzte Änderung 21.05.2020, abgelegt unter: Alternativmedizin, Befindlichkeitsstörung, Definition, Diagnostik, Gesundheit, Heilkunde, Medizin, Neurologie, Psyche, Psychiatrie, Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie, Schmerz, Spannung – Entspannung)

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