Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

vernetztes Denken

Das vernetzte Denken ist ein Denken das die verschiedenen Möglichkeiten/Wege – wie in einem mehrdimensionalen Netz – beachtet und berücksichtigt.

Es geht das vernetzte Denken also den verschiedenen Möglichkeiten bzw. Wegen nach, die im gegenständlichen Fall von Relevanz sind.

In den Worten von Immanuel Kant kann man sagen: dass hier die denkende Person den Sachverhalt nach allen möglichen Prinzipien der Einheit (vgl. mit Kant Zitat 2a) bedenkt/untersucht/beachtet/berücksichtigt usf.

In Bezug auf den konkreten Sachverhalt werden durch das vernetzte Denken also alle möglichen (insbesondere alle relevanten) Gesichtspunkte eingenommen, und durch vernünftige Überlegung bedacht, um dadurch zur besten Lösung zu gelangen.

Demgemäß ist das vernetzte Denken mit dem systemischen Denken und flexiblen Denken verwandt.

Erkenntnistheoretisch betrachtet beruht das vernetzte Denken auf einer systematischen Einheit die flexibel in alle Richtungen entwickelt wird – je nach dem dies angebracht erscheint.

Man erkennt sogleich, dass das vernetzte Denken in vielen Bereichen und Fällen gefordert ist. So etwa in der Politik um das Wesentliche zu erkennen.

Oder es ist in der Medizin bei der Diagnostik von manch einer gesundheitlichen Störung das vernetzte Denken von Relevanz um hier das Wesentliche zu erkennen.

Generell sollten in der Therapie die Folgen/Wirkungen – soweit absehbar – durch flexibles Denken – oder man kann auch sagen: durch vernetztes Denken bedacht werden, bevor diese unternommen wird.

Oder es ist das vernetzte Denken in der Psychologie, Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie wesentlich, insofern hier etwa alle relevanten Faktoren der Ursache einer psychischen Störung und/oder auch einer körperlichen Störung bedacht und angemessen berücksichtigt werden sollen.

Auch sonst führt letztlich nur das umfassende und alles Relevante berücksichtigende vernetzte Denken zur bestmöglichen Lösung bzw. zum angestrebten Ziel, insbesondere falls es sich um einen komplexen Sachverhalt handelt, der etwa im Hinblick auf die Ursache durch eine komplexe Ursache zu zu verstehen und zu erklären ist.

Man erkennt sogleich, dass in vielen Bereichen – insbesondere in der Heilkundemonokausales Denken oder technokratisches Denken – man kann auch sagen mechanistisches Denken – nicht zum Ziel führt und deswegen das Mögliche verfehlt wird.

Vielmehr ist in allen Bereichen in denen es um Lebendiges geht ein dynamisches Denken – letztlich ein biologisches Denken – erfordert das immer auch ein vernetztes Denken ist.

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(letzte Änderung 19.11.2019, abgelegt unter: denken, Erkennen, Philosophie)

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