Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

nervöser Erschöpfungszustand (nervöse Erschöpfung)

Ein nervöser Erschöpfungszustand ist ein Erschöpfungszustand bei dem Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt ist.

Dabei geht man davon aus dass dies die Folge einer Störung der Funktion des Nervensystems  ist.

Das heißt es treten beim nervösen Erschöpfungszustand – den man auch als nervlichen Erschöpfungszustand bezeichnen kann – Symptome auf, die als Folge der chronischen nervlichen Spannung bzw. der nervlichen Anspannung entstanden sind.

Man kann daher auch von einer nervlichen Überreizung – oder von einer chronischen psychischen Spannung sprechen die letztlich zur nervlichen Überlastung geführt hat.

Ein nervlicher Erschöpfungszustand ist also ein Zustand bei dem es infolge der nervlichen Belastung/Überlastung zu psychischen und körperlichen Beschwerden gekommen ist.

Der Begriff nervöser Erschöpfungszustand  bzw. nervlicher Erschöpfungszustand ist mit dem Begriff psychischer Erschöpfungszustand verwandt.

Man spricht oft von einem Burnout (Burout Syndrom) oder auch von einer Depression und in gewissen Fällen auch von einer funktionellen Störung.

Als Folge der Erschöpfung der „Nervenkraft“ treten einerseits körperliche Symptome und psychische Symptome auf. Und es kommt auch zu einem Abfalls der Leistungsfähigkeit sowohl in psychischer wie auch in körperlicher Hinsicht. Es Folge davon ist die Belastbarkeit vermindert.

Es handelt sich beim Begriff nervlicher Erschöpfungszustand um einen Terminus aus der Umgangssprache. In der  der Medizin bzw. in der Neurologie und auch und in der Psychiatrie gibt es keinen Fachbegriff mit der Bezeichnung: „nervlicher Erschöpfungszustand“.

Vielmehr bezieht sich dieser Begriff auf die nervliche Funktion als Einheit, ohne dass hier zwischen dem Körper und Psyche unterschieden wird.

Es gibt in der Neurologie keine neurologische Diagnose mit der Bezeichnung nervlicher Erschöpfungszustand und ebenso auch in der Psychiatrie keine psychiatrische Diagnose mit der Bezeichnung nervlicher Erschöpfungszustand.

Hingegen benützt man als Arzt diesen Begriff in der Medizin (Alternativmediziin, Komplementärmedizin) und auch in der Psychiatrie (Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie) um dem Patienten das Auftreten von gewissen gesundheitlichen Störungen bzw. das Auftreten von gewissen psychischen Störungen zu erklären – womit der Patient das Auftreten der Störung damit besser verstehen kann.

Mit dem Begriff nervliche Erschöpfung assoziierte  Begriffe sind:

psychische Erschöpfung (psychischer Erschöpfungszustand)

nervliche Überlastung

nervöser Reizzustand

Nervenzusammenbruch

und andere

Es gibt gesundheitliche Störungen (Krankheiten) mit medizinischen Diagnosen wie etwa: Fibormyalgie, Somatoforme Schmerzstörung, Vegetative Dystonie. Hierbei handelt es sich um funktionelle Störungenwie sie in der Inneren Medizin und teils in der Orthopädie als medizinische Diagnosen festgestellt werden.

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(letzte Änderung 05.12.2020, abgelegt unter: Begriff, burnout, Definition, Krankheit / gesundheitliche Störung, Nervensystem, Diverses)

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