Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Befinden

Das Befinden ist der Zustand in dem man sich „findet„.

Es ist das Befinden also die Befindlichkeit einer Person.

Ursache des Befindens:

Das Befinden entsteht als Folge von inneren und äußeren Faktoren. Es sind dabei die verschiedensten Faktoren kausal, etwa der Stoffwechsel, die Art und Weise der neuronalen Funktion, wie diese teils genetisch bedingt ist und teils durch frühere und aktuelle Einflüsse bestimmt wird. Auch sonstige Einflüsse können das Befinden wesentlich bestimmen (Übernächtigkeit, Zustand nach schlechtem Schlaf, die Wetterlage: Föhn, die Kälte, die Wärme, Hitze, Zustand nach Alkoholkonsum etc.).

Es beeinflussen also die verschiedensten Faktoren die momentane Befindlichkeit. Dabei kann die Befindlichkeit auch von verschiedenen Seiten her gestört werden (Lärm, gesundheitliche Störungen durch die verschiedensten Faktoren). Weiters zu nennen sind Einflüsse von Seiten der Ernährung usf. Es sind also die verschiedensten anlagebedingten und erlebnisbedingten  Faktoren aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit für das Befinden kausal. All diese Faktorenwerden als Folge der Integration durch das Nervensystem als Befinden bzw. als Befindlichkeit erlebt. Somit entsteht das Befinden als Folge einer komplexe Ursache und es wird das Befinden im Bewusstseins von der jeweiligen Person als momentaner Zustand erlebt.

Das Befinden kann eine Aussage über das allgemeine, gesamte Befinden machen oder es kann das Befinden eine Aussage über das körperliche Befinden machen, oder es kann das Befinden eine Aussage über das psychische Befinden machen. Das Befinden bezieht sich also auf den Menschen als Ganzes oder auf den Körper bzw. den körperlichen Zustand oder es bezieht sich das Befinden auf den psychischen Zustand somit auf den Zustand der Psyche.

Man kennt die verschiedensten Zustände des Befindens bzw. der Befindlichkeit.

Man kennt die angenehmen Zustände des Befindens, etwa das sich wohl fühlen, das sich glücklich fühlen, den Zustand der Freude, die hoffnungsvolle Erwartung, den Zustand des Kraftgefühls usf.

Oder man kennt die unangenehmen Zustände des Befindens etwa den Zustand der Trauer, des Unglücklichseins,  der Angst, der Furcht, der Hoffnungslosigkeit, der Einsamkeit, der Kraftlosigkeit, der Schwäche usf.

Und man kennt diverse weitere Gefühle, die sich auf die Stimmung bzw. auf Emotionen beziehen etwa das Gefühl der Wut, des Neides, der Eifersucht, des Zornes, des Hasses, der Gelassenheit der Ausgeglichenheit, der Selbstsicherheit, der Selbstunsicherheit usf.

Ferner unterscheidet man beim Befinden den Zustand der Krankheit bzw. des sich krank fühlens. Oder das Befinden der Gesundheit den man oftmals als Wohlbefinden bezeichnet.

Man kennt demgemäß in der Medizin, in der Psychiatrie und Psychologie, sowie auch in der Psychotherapie und in vielen anderen Bereichen die verschiedenen Zustände des Befindens und der Befindlichkeit. Und man kennt daneben die Störungen der Befindlichkeit also die Befindlichkeitsstörungen.

In der Psychologie ist man mit dem Befinden primär im Rahmen der Normalität befasst. In der Psychiatrie ist man mit dem Befinden primär im Zusammenhang mit krankheitswertigen psychischen Störungen befasst.

In der Medizin und in der Psychosomatik ist man der Befindlichkeit bzw. dem Befinden bei körperlichen Störungen bzw. bei psychosomatischen Störungen befasst.

Ein Sachverständiger ist bei der Erstattung eines medizinischen Gutachtens oder bei der Erstattung eines psychiatrischen Gutachtens ebenfalls mit der Befindlichkeit bzw. dem Befinden der zu beurteilenden Person befasst, und es ist hier von Relevanz, ob es sich dabei aus objektiver Sicht um eine krankheitswertige Störung im Befinden handelt, oder, ob die Störung dieses Ausmaß noch nicht erlangt hat (zum Beispiel bei der Beurteilung ob Schmerzengeld gebührt).

Biologisch bzw. physiologisch betrachtet entsteht das Befinden als Folge der körperlichen Funktion, somit als Folge des Stoffwechsels und wesentlich auch als Folge der neuronalen Funktion des Nervensystems. Auf dieser Ebene wirken auch die Medikamente ein und beeinflussen auch sie das Befinden im positiven Sinn und teils auch im Sinn der unerwünschten Nebenwirkungen.

Psychologisch bzw. psychiatrisch betrachtet entsteht das Befinden wesentlich als Folge der psychischen Funktion des Nervensystems.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet wird das Befinden durch den Begriff der Idee erkannt, wenn man in einem konkreten Fall die Merkmale des Befindens durch das Schema der Idee durch diese systematische Einheit auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).

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(letzte Änderung 14.5.2016, abgelegt unter: fühlen, Definition, psychiatrischer Begriff, psychologischer Begriff, medizinischer Begriff, Krankheit / gesundheitliche Störung, psychische Störung, gutachterlicher Begriff)

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