Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

intuitiv

Intuitiv ist die Erkenntnis falls sie die durch die Intuition erlangt wird.

Es ist eine intuitive Erkenntnis also eine Erkenntnis, die ohne bewusste Überlegung entsteht. Die intuitive Erkenntnis tritt spontan auf, ohne, dass man sagen könnte warum man sie erlangt hat.

Die intuitive Erkenntnis entsteht aus dem Bauchgefühl heraus.

Im Gegensatz zur intuitiven Erkenntnis gewinnt man die intellektuelle Erkenntnis als Folge des diskursiven Denkens, also als Folge des fortgesetzten mentalen Prozesses den man als die vernünftige Überlegung bezeichnet.

Die intuitive Erkenntnis ist praktisch immer von großer Bedeutung.

Man erlangt im Alltag, im Beruf, im privaten Bereich, praktisch in allen Bereichen Erkenntnisse durch die intuitive Erkenntnis.

So ist zum Beispiel in der Medizin und in der Psychiatrie die intuitive Erkenntnis beim Anblick von Patienten von großer Bedeutung, weil damit ein erfahrener Arzt beim Anblick in Folge des klinischen Eindrucks sogleich eine Idee erlangt um was es sich im konkreten Fall handelt.

Daher ist die intuitive Erkenntnis in der Praxis und in der Wissenschaft praktisch in allen Bereichen von großer Bedeutung.

Neurobiologisch betrachtet entsteht die intuitive Erkenntnis wahrscheinlich durch die mögliche abgekürzte Verbindung auf der Ebene des Nervensystems, weil die Nervenzellen im Nervensystem über die Dentriten in vielfacher Hinsicht – gleichsam multidimensional miteinander verschränkt sind – können wahrscheinlich gewisse Information direkt gleichsam quer durch das Gehirn entstehen ohne, dass alle prüfenden Überlegungen durchlaufen werden. Im Gegensatz dazu kann etwa ein technisches Gerät wie z.B. ein Computer die Daten nur linear abarbeiten und so die richtige Lösung suchen und finden. Das Gehirn ist jedoch in Folge dieser multidimensionalen Verschränkung in der Lage auf direkterem Wege die Lösung des Problems zu finden und damit intuitiv oder man kann auch sagen spontan die Erkenntnis zu erlangen. Daher spricht man von einer intuitiven Erkenntnis, eben weil das Erleben des mentalen Prozesses den man als das Denken bezeichnet nicht benötigt wird und daher in einem solchen Fall auch nicht durchlaufen wird, sondern das Gehirn auf der Grundlage der vorhandenen Informationen bzw. auf der Grundlage des in diesem Individuum vorhandenen Wissens direkt durch die neuronale Funktion zur richtigen Erkenntnis vorstoßen kann. Diese Vorstellung ist eine Theorie zur intuitiven Erkenntnis, wie sich diese aus der Berücksichtigung des Aufbaus des Gehirns, also aus der Anatomie und der Histologie des Nervensystems und aus der Erfahrung ergibt.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist die intuitive Erkenntnis der Begriff einer Idee, die das Vermögen bezeichnet einen Sachverhalt intuitiv also spontan zu erkennen. Es werden also unter diesem Begriff die Merkmale aufgefasst, die den Anlass dazu geben, zu sagen, dass eine Erkenntnis spontan bzw. intuitiv erlangt wird (vgl. mit Kant Zitat 7). Man erkennt damit, dass es sich bei diesem Begriff um eine systematische Einheit handelt.

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(letzte Änderung 20.10.2013, abgelegt unter denken, Definition, Vernunft)

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