Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Psychotherapie

Psychotherapie ist die Therapie, die beabsichtigt soweit als möglich die psychische Störung vorteilhaft zu beeinflussen.

Es ist die Psychotherapie also mit Störungen der Psyche und daher mit dem Erleben und Reagieren der Person befasst.

Es beabsichtigt die Psychotherapie also das Erleben und Reagieren der Person durch die Anwendung einer gewissen Methode günstig zu beeinflussen.

Eine Psychotherapie ist also eine Therapie bei der ein Arzt/Ärztin, ein Psychotherapeut/Psychotherapeutin mit anderer beruflicher Ausbildung durch die Anwendung der psychotherapeutischen Methode bestrebt ist die Psyche des Patienten / Klienten günstig zu beeinflussen.

Dabei kennt man Formen der Psychotherapie, die einerseits absichtlich auf verbalem und andererseits auf nonverbalem Weg versuchen dieses Ziel zu erreichen. Bezüglich den zuletzt genannten Verfahren kennt man insbesondere die körper-orientierten Psychotherapie-Methoden.

Es ist eine Psychotherapie also eine Form einer Intervention bzw. eine besondere Form der Kommunikation von der der Arzt/Psychotherapeut denkt, dass auf diesem Weg die Psyche und auch der Körper der Person günstig beeinflusst wird. Dies auch in der Absicht damit das Zusammenspiel von Körper und Psyche – im Sinne der Psychosomatik – zu harmonisieren bzw. günstig zu beeinflussen.

In diesem Sinne sind in der Medizin und hier vor allem in der Psychiatrie – eigentlich noch in der Zeit als die Psychiatrie mit der Neurologie in der Nervenheilkunde vereinigt war -unterschiedliche Methoden entstanden (genannt seien nachfolgend die bekannten Methoden, die Ärzte entwickelt haben und später auch Methoden die von Psychologen entwickelt worden sind:

Heilschlaf im Sinn des Hypnotismus  / Hypnose (wurde von Ärzten und Priestern schon in der Antike praktiziert)

Animalischer Magnetismus (magnetische Kuren): Franz Anton Mesmer

Im 19. Jahrhundert war Frankreich mit den Schulen in Nancy (Ambroise-Auguste Liébeault, Hippolyte Bernheim) und in Paris (Jean-Martin Charcot) in der Erforschung und Praxis der Hypnose führend.

Psychoanalyse: Sigmund Freud

IndividualpsychologieAlfred Adler

Analytische Psychologie: C. G. Jung

Autogenes Training: Johannes Heinrich Schultz

Logotherapie und Existenzanalyse: Viktor Frankel

Hypnosepsychotherapie: Milton Erickson, Ainslie Meares

Gesprächspsychotherapie (Klientenzentrierte Psychotherapie): Carl R. Rogers

Verhaltenstherapie: ThorndikeWatsonSkinner u. a.

Körperpsychotherapie: verschiedene Schulen

und andere Methoden

Es sind in dieser Hinsicht also unterschiedliche Methoden und Schulen der Psychotherapie im Laufe der Zeit entstanden bzw. entwickelt und weiter entwickelt worden.

Bei der jeweiligen Psychotherapie handelt es sich um eine Form der Intervention bzw. der Kommunikation, die von einer speziellen Sichtweise – man kann auch sagen von einer speziellen Theorie getragen ist, dass diese Therapie in diesem Fall hilfreich ist und es ist dies zum Teil durch Studien in der Wissenschaft auch nachgewiesen worden.

Es handelt sich dabei also um eine Therapie von der man denkt, dass sie bei gewissen psychischen Störungen etwa bei den Neurosen und bei anderen psychischen Störungen – auch bei den psychosomatischen Störungen und auch bei gewissen körperlichen Störungen hilfreich  ist, und tatsächlich je nach Fall und Sachverhalt auch mehr oder weniger helfen kann, und zur gesundheitlichen Besserung im günstigen Fall zur Heilung bzw. zur Rückbildung der Störung führen kann. Die Psychotherapie kann demgemäß in Fällen von gesundheitlichen Störungen, insbesondere auch bei psychischen Störungen und psychosomatischen Störungen hilfreich sein zur Besserung der Befindlichkeit und letztlich zur Beförderung der Gesundheit.

Eine Psychotherapie ist somit eine besondere Form der Intervention bzw. der Kommunikation, die sich auf eine gewisse Methode gründet.

Man hat im Umgang mit den unterschiedlichen psychischen Störungen verschiedene Zusammenhänge der psychischen Phänomene erkannt und es sind auf der Grundlage dieser verschiedenen Zusammenhänge verschiedene Sichtweisen und in weiterer Folge verschiedene Theorien entwickelt worden, die erklären was wie entsteht und was wie zu verstehen ist. Auf diesem Weg sind die verschiedenen Theorien der verschiedenen Schulen der Psychotherapie auf der Grundlage der Erfahrung – somit empirisch – durch die Überlegung und durch das Erkennen der Zusammenhänge entstanden.

Die einzelne Theorie ist also durch das Erkennen eines gewissen Zusammenhangs in einem konkreten Fall entstanden und es hat diese Person daraus eine Theorie abgeleitet, die auch für andere Fälle gültig – nach der Analogie der Erfahrung – sein soll.

Die Theorie einer Psychotherapie betont also im konkreten Fall das besondere dieses Falles dasjenige das dieser mit anderen Fällen gemeinsam hat und es ist somit durch die Abstraktion die Theorie und damit die Methode entstanden, die auch im konkreten Fall zur Anwendung gebracht werden kann.

Weil eine solche Theorie den Zusammenhang von Erscheinungen (Phänomenen) Situationen usf. nach einer Regel aufzeigt, handelt es sich dabei um ein regulatives Prinzip.

In der Wissenschaft hat man sodann versucht diese Theorie zu überprüfen und damit der Nutzen zu bestätigen. Man hat also durch wissenschaftliche Studien den Nachweis gesucht und bis zu einem gewissen Grad gefunden, dass die Annahme (Hypothese), wie sie von der Theorie vorgegeben wird, auch in anderen Fällen zutreffend und damit hilfreich ist.

Unter den Methoden der Psychotherapie sind die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie, die Daseinsanalyse, die Logotherapie und Existenzanalyse, die Hypnose (Hypnose-Psychotherapie also die Hypnotherapie, die konzentrative Bewegungstherapie als körper-orientierte Methode und viele andere Methoden entwickelt worden und es werden diese neben der Psychotherapie im engeren Sinn in den Feldern der Psychologie, der Psychiatrie in der Psychosomatik und auch in Teilbereichen der Medizin sowie auch in anderen Bereichen angewandt.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist eine Psychotherapie eine Methode die durch eine Idee und daher durch eine systematisch Einheit definiert ist (vgl. mit Kant Zitat 7). Es ist dies also eine Einheit, die als der Begriff der Idee im Bewusstsein der erkennenden Person erscheint, wenn diese den Sachverhalt durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).

Man kann auch sagen: dass das Wissen im Bewusstsein der erkennenden Person durch das Konzept entsteht, falls sie dieses auf den Sachverhalt projiziert und diesen dadurch auffassen kann. Dabei beruht die Idee/Konzept/Theorie auf einer Konvention. Man kann auch sagen: es ist dies eine dogmatische Einheit, die hilfreich und nützlich sein kann – bzw. falls sie sich im konkreten Fall in der Anwendung bewährt – nützlich ist. Kritisch betrachtet kann man aber keine Grenze finden, die zwischen einer solchen Methode und einer sonstigen hilfreichen Kommunikation besteht, die nicht in diesem Sinn als Psychotherapie ausgewiesen ist. Mit anderen Worten: es können auch sonstige Erlebnisse und Ereignisse bzw. Erfahrungen hilfreich sein und in gleicherweise hilfreich und positiv sich auf die Psyche und den Körper bzw. das Erleben auswirken.

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(letzte Änderung 06.11.2019, abgelegt unter Psychotherapie, Definition)

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