Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Meditation

Osho schreibt über die Meditation:

„Meditation ist … das was übrig bleibt, wenn du als innerer Zuschauer – als innerer Zeuge – den Erlebnisstrom beobachtest.“  (-> Osho Zitat 13d)

Oder:

Meditation ist was sich im bewussten Zustand ergibt, wenn du den Erlebnisstrom fließen lässt – sagt Osho sinngemäß an anderer Stelle (-> Osho Zitat 13c)

Oder:

“ … Meditation means: peace; emptiness.“ – sagt Osho an wieder anderer Stelle. (-> Osho Zitat 13b)

Oder:

Lass den Erlebnisstrom fließen wenn du meditierst – sagt sinngemäß Osho. (-> Osho Zitat 13a)

.

Dem entsprechend sagt Sri Ramana Maharshi:

„Meditation ist dein wahres Wesen“ (-> Ramana Maharshi Zitat 5)

.

Oder wie es Nisargadata Maharaj formuliert:

„to be, just to be, is important. …“ (-> Nisargadatta Maharaj Zitat 1)

und weiters Nisargadatta Maharaj:

„You can not know perfection, you can know only imperfection….“ (-> Nisargadatta Maharaj Zitat 4 und Zitat 7)

Oder man kann in einem anderen Sinn über die Meditation auch sagen:

Die Meditation ist die innere Praxis die durch das meditieren erlangt wird (ohne dabei über den Inhalt und die Methode der Praxis etwas auszusagen).

(bezüglich der meditativen Praxis siehe auch auf youtube: Osho, Meditation)

.

Die Meditation ist also die innere Schau in Achtsamkeit.

Anmerkung: vgl. mit der Definition des Yoga.

Existenziell betrachtet ist die Meditation die Praxis, die zur Verwirklichung des Selbst führt.

Man kann auch sagen: in der Meditation wird das eigene Sein in der Selbstreflexion bewusst erlebt und es entwickelt sich durch diese Erfahrung das eigene Bewusstsein.

Psychologisch betrachtet ist die Meditation ein psychisches Phänomen das zur Erhellung des eigenen Bewusstseins führt und letztlich zur Verwirklichung des eigenen Wesens. Dabei kommt es im Rahmen des mentalen Prozesses, wie er durch richtiges meditieren geschieht zur Dekonditionierung.

Dabei kann sich das Bewusstsein zwischen einem sehr wachen Zustand – wie er im Yoga bei einer Asana praktiziert wird bewegen und einem Zustand wie er in der Trance vorkommt und manchmal kann eine Meditation auch in den Schlaf übergehen, wenn man z.B. im Bett liegend meditiert.

Neuro-physiologisch betrachtet ist die Meditation ein neuronaler Vorgang der mit dem Durchlaufen eines neuronalen Prozesses einhergeht, den man als ein sich entwickelndes neuronales Muster verstehen kann. Dieser spontane Ablauf führt letztlich zur Entspannung – zur inneren Ruhe und zur inneren Zentrierung. Dabei läuft dieser mentale Prozess jedoch nicht immer glatt – also nicht ohne Hindernisse – ab, sondern es sind gerade diese Hindernisse und Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt, damit es zur positiven Entwicklung kommt. Es treten nämlich im Rahmen des mentalen Prozesses mehr oder weniger ausgeprägte Widerstände auf. (-> Nisargadatta Maharaj Zitat 2 und Zitat 3)

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet kann der Zustand, wie er durch die Mediation letztendlich erlangt wird, nicht durch einen Begriff beschrieben werden (vgl. mit  Nisargadatta Maharaj Zitat 4), weil der Zustand des  Seins nicht mehr durch Begriffe bzw. Worte beschreibbar ist. Eben – weil in diesem Zustand nichts mehr im Bewusstsein auftaucht was als Inhalt beschrieben werden könnte. Hingegen kann die Praxis der Meditation, also die Art und Weise wie man meditiert oder wie man meditieren soll – sehr wohl beschrieben werden.

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(letzte Änderung 02.02.2020, abgelegt unter: Bewusstheit, Bewusstsein, Definition, Erleben, Medizin-Psychotherapie-Yoga-Meditation, Psyche)

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