Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Wachkoma

Der Begriff „Wachkoma“ ist ein klinisch definierter Begriff in der Neurologie.

Der Begriff Wachkoma beschreibt einen Zustand, bei dem der Patient bewusstseinsmäßig wach erscheint, er jedoch nicht oder nur sehr beschränkt reagieren kann und es wird daher der Zustand als „koma“ (griechisch κῶμα „tiefer Schlaf“) beschrieben. Verwandt mit dem Begriff Wachkoma ist auch der klinische Begriff „Apallisches Syndrom“.

In Bezug auf die Ätiologie können verschiedene Läsionen des Gehirns und damit verschiedene Ursachen zu einem derartigen Bewusstseinszustand führen. Man kann also aus der Klinik nicht erkennen oder nicht eindeutig erkennen und wissen was zu diesem Zustand der Bewusstseinsstörung geführt hat. Man kann nur, wenn man im Rahmen der Abklärung entsprechende zusätzliche Befunde findet, das Auftreten des klinischen Erscheinungsbildes des Wachkoma dadurch erklären. Weiteres dazu in diesem WikiBeitrag.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet handelt es sich beim Begriff „Wachkoma“ um einen regulativen Begriff. Es ist dieser Begriff also der Begriff einer Idee. Diese Idee bzw. der Begriff dieser Idee erscheint im Bewusstsein der Fachperson, wenn diese einen gewissen Symptomenkomplex durch den Bezug auf diese systematische Einheit geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).

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(letzte Änderung 06.05.2017, abgelegt unter: Definition, Demenz, Diagnostik, Diagnostizieren, Gutachten, Heilkunde, Krankheit / gesundheitliche Störung, Medizin, Nervensystem, Neurologie, neurologisches Phänomen, Psyche, Psychiatrie, psychische Störung, neurologischer Begriff)

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