Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Sympathie

Die Sympathie ist ein psychisches Phänomen.

Es ist einem sympathisch was einem auf eine elementare Art und Weise gefällt, was man gerne erlebt, was man gerne erleidet.  Auf der Grundlage der Sympathie entsteht die Zuneigung und Liebe. Man verliebt sich leicht in eine Person, die einem sympathisch ist. Man vertraut einer Person, die einem sympathisch ist. Die Sympathie kann durch das Aussehen, den Auftritt, die Präsentation, etwa durch eine Ansage entstehen und sie kann durch ein treffendes Wort, eine Geste, durch einen Blick, eine Aufmerksamkeit usf. gesteigert werden.

Hier die Wiki Definition: Sympathie (von altgriechisch συμπᾰθεία sympatheía, Substantiv aus dem Verbum συμπάσχεινsympás|chein „mit leiden“) ist die aus gefühlsmäßiger Übereinstimmung kommende Zuneigung. Ihr Gegenteil ist die Antipathie (Abneigung).

Aus der Tatsache, dass einem nur das sympathisch ist, mit dem man gefühlsmäßig übereinstimmt, weist darauf hin, dass auf der Ebene des Nervensystems in Lebewesen die sich sympathisch finden ähnliche Gefühle entstehen und daher in deren Gehirnen zu dieser Zeit ähnliche neuronale Muster ablaufen. Es kommt in einem solchen Fall also zu einem „Gleichklang“ der Seelen – man kann auch sagen: zu einem Gleichklang des Erlebens. Im Gegensatz dazu ist einem unsympathisch „was“ einem zuwider ist.

Neurobiologisch betrachtet ist die Sympathie ein biologisches Resonanzphänomen auf der Ebene des zentralen Nervensystems. Durch gewisse Reize wird das Phänomen der Sympathie ausgelöst. Man kann auch sagen, dass bei der Sympathie die Psyche der Person durch den Reiz positiv stimuliert wird. Demgemäß erweckt die Sympathie das Phänomen der Freude. Es ist dies also ein Phänomen das nicht nur den Menschen zueigen ist, sondern auch bei höheren Tieren zu beobachten ist (Beispiel: der Hund freut sich – wedelt mit dem Schwanz wenn Herrchen oder Frauchen nach hause kommen. Der Hirsch findet Gefallen an der Hirschkuh – besonders in der Zeit der Brunft).

Psychologisch betrachtet ist die Sympathie beim Menschen ein Resonanzphänomen das auftritt wenn spezielle Reize gewisse Assoziationen auslösen. Durch den Reiz kann ein Inhalt aus dem Gedächtnis der betroffenen Person aktiviert werden – der angenehme Erinnerungen erweckt und damit die Sympathie bewirkt. Dabei kann diese Verknüpfung mit Inhalten aus dem Gedächtnis der Person bewusst sein, oder es kann diese Wirkung aus ihrem Unbewussten erfolgen. Es können also gewisse GefühleGedanken, Empfindungen durch den genannten Reiz stimuliert werden. Und es spielt auch die Ausgangssituation der Individuums eine Rolle. So kann etwa das andere Geschlecht durch geschlechtsspezifische Reize bevorzugt die Sympathie erwecken. Oder es können andere Reize die Sympathie bewirken, je nach Umstand und Lebensphase.

Dabei kommt das Erleben der Sympathie grundsätzlich zustande wenn es dem Wesen der Person entspricht.  In der Regel wird es so sein, dass in einem solchen Fall auch die andere Person ihr Gegenüber sympathisch findet, dies muss aber nicht unbedingt der Fall sein. Falls dies der Fall ist, dann handelt es sich um ähnlich „gepolte“ Individuen. Man kann dann sagen: dass diese Individuen jedenfalls zu dieser Zeit ähnlich „ticken“ und sich gegenseitig aneinander erfreuen bzw. Gefallen finden.

Neuro-physiologisch betrachtet kann man daher berechtigt sagen, dass die Gefühle der Sympathie wahrscheinlich mit gewissen neuronalen Mustern korrelieren die den Eigenheiten der Lebewesen entsprechen und die daher ihrem So-Sein also ihrem Wesen entsprechen. Daher kommt es zum „Gleichklang“ bzw. zur Resonanz – sowohl psychologisch betrachtet wie auch biologisch betrachtet.

Während die Sympathie mit der Liebe verwandt ist, ist die Antipathie mit Ablehnung bzw. mit der Abneigung und dem Widerstand verwandt.

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(letzte Änderung 28.08.2019, abgelegt unter: Definition, Phänomen, Psyche, Nervensystem, Psychologie, Biologie)

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