Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Systematik

Eine Systematik ist etwas das auf einem System beruht.

Man kann auch sagen: eine Systematik ist eine Vorgehensweise/ein Verfahren/eine Methode etc. um dadurch eine bestimmte „Materie“/einen  bestimmten „Stoff“ aufgrund einer gegliederten Ordnung – daher systematisch – zu erforschen/studieren/entwickeln/fertigen etc.

Ebenso kann man sagen: Eine Systematik ist ein Verfahren das einen Stoff nach einer gewissen Ordnung in Einheiten gliedert, um die Materie dadurch gemäß diesem System – also systematisch – zu diagnostizieren, klassifizieren etc. und infolge etwa in der Wissenschaft systematisch studieren zu können.

Dabei muss ich unterscheiden, ob die Systematik mit einem Stoff aus faktischen Einheiten oder systematischen Einheiten befasst ist.

Im zuerst genannten Fall  sind mir die Einheiten oder der Stoff tatsächlich als Gegenstand schlechthin geben, im zweit genannten Fall nur als Gegenstand in der Idee falls ich die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasse (vgl. mit Kant Zitat 7)

Je nach dem gliedert die Systematik den Stoff/die Einheiten nach sachlichen und logischen Zusammenhängen entweder auf der „Ebene der Objekte“ oder auf der „Ebene der Ideen“.*

Und ich kann demgemäß den Stoff (die Materie) oder die Einheiten dank der Systematik entweder tatsächlich nach diesem System – und demgemäß systematisch – erkennen, ordnen, gliedern, klassifizieren und z. B. in der Diagnostik systematisch bestimmen. Oder es handelt sich hierbei um einen Stoff (eine Materie) oder um Einheiten, die ich nur auf der „Ebene der Ideen“ durch den Begriff der  Idee erkennen kann, der als systematische Einheit in meinem Bewusstsein erscheint, falls ich die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasse (vgl. mit Kant Zitat 7).

Die Systematik hängt also von der Basis bzw. von der Grundlage des Wissens ab, und sie ist daher mit den Voraussetzungen und Regeln der Systembildung befasst.

Systematik (von altgriechisch συστηματικός systēmatikós‚ geordnet‘)

Demgemäß verfährt eine Systematik nach einer gewissen (gegliederten) Ordnung.

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Dabei kann die Systematik sich aus der Natur bzw. aus den natürlichen Objekten ergeben, oder sie ist auf den Zweck (Nutzen) hin ausgerichtet (vgl. mit Kant Zitat 2a)

In der Diagnostik der Heilkunde gliedert die Systematik den Stoff (die Materie) und damit die diagnostischen Einheiten infolge der Basis des Wissens entweder nach Gattungen oder nach Typen.

Systematiken in verschiedenen Bereichen:

In der Heilkunde ist die Systematik einerseits auf das Studium der gesundheitlichen Störungen und Krankheiten gemäß faktischen Befunden, also durch faktische Einheiten – somit durch die Faktizität bestimmt – und bildet hier in einem Teilbereich die Grundlage der Diagnostik und der Klassifikation, andererseits ist sie in anderen Bereichen durch das Ziel nämlich durch den Nutzen bzw. durch den Zweck (etwa durch den der Behandlung) und daher durch systematische Einheiten bestimmt, so etwa in der erfolgreichen Therapie.

Dabei ist die medizinische Systematik mit den gesundheitlichen Störungen und Krankheiten des Körpers befasst, hingegen die psychiatrische Systematik denen der psychischen Störungen/psychischen Krankheiten.

Es ist die Systematik in der Medizin im Sinn universitären Medizin/Schulmedizin ist also mit den gesundheitlichen Störungen und Krankheiten des Körpers befasst, hingegen die Systematik in der Psychiatrie mit den gesundheitlichen Störungen der Psyche.

Dabei bildet im jeweiligen Bereich des Wissens die Struktur der „Materie“ um die es geht den wesentlichen Ausgangspunkt der Systematik.

So bildet etwa in der Natur zum Beispiel in der Gesteinskunde die „Materie“ der Gesteine den Ausgangspunkt der Systematik.

Oder es bilden in der Botanik die Beschaffenheiten und damit die Materie der Pflanzen den Ausgangspunkt der Systematik.

In der Zoologie bilden der Aufbau des Körpers und sonstige Gegebenheiten den Ausgangspunkt der Systematik der Tiere usf.

In der Medizin im Sinne der universitären Medizin/Schulmedizin bildet der Aufbau des Körpers, wie er in der Anatomie und Histologie überhaupt in der Biologie systematisch untersucht wird den Ausgangspunkt der Systematik.

Es wird in der Medizin also der Aufbau des Körpers und dessen Funktion in der Physiologie durch das Zusammenspiel der einzelnen Organe und Organsysteme auf Grundlage dieser Systematik in der Wissenschaft systematisch erforscht und studiert und in der Lehre an der Universität systematisch gelehrt. Es wird hier also einerseits der morphologische Aufbau des Körpers systematisch erforscht/studiert und andererseits auch dessen Funktion. Entsprechend werden auch die Funktionsstörungen in der Pathophysiologie und in den klinischen Fachbereichen systematisch studiert und gelehrt. Es kommt hier also die Systematik der normalen bzw. natürlichen (physiologischen) Funktion zum tragen, wie diese in den vorklinischen Fächern (Physiologie, Biologie, Biochemie, Genetik usf.) gelehrt wird und als Funktionsstörung in den klinischen Fächern (Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Chirurgie, Urologie, Augenheilkunde, Hals-Nasen Ohrenheilkunde, Gynäkologie, Urologie, Pathologie, Pathophysiologie usf.) von Bedeutung ist. Und demgemäß wird diese Materie in der jeweiligen Wissenschaft auf Grundlage der jeweiligen Systematik studiert und unterrichtet.

In der Psychiatrie bilden die klinischen Erscheinungen der Störungen der Psyche, also die psychischen Symptomenkomplexe der psychischen Störungen den Ausgangspunkt der Systematik.

Oder in anderen Bereichen bilden sonstige diagnostische Einheiten den Ausgangspunkt und damit die Basis der Systematik.

In diesem Sinn haben sich in diversen Wissenschaften zum Beispiel in den Naturwissenschaften, hier etwa in der Physik/Chemie/Biologie/Biochemie/Physiologie diverse Systematiken entwickelt. Auch in der Anatomie/Histologie/Zytologie/ Pathologie/Histopathologie/Zytopathologie bildet jeweils die natürlich vorkommende körperliche Grundlage den Ausgangspunkt für die jeweilige Systematik.

Oder es bildet zum Beispiel in einer Geisteswissenschaft, etwa in der Rechtsprechung/Rechtswissenschaft die Zweckmäßigkeit, also zum Beispiel der Nutzen der „Glieder“ der geistigen „Materie“ – also der Nutzen der Rechtsnormen/Gesetze – den Ausgangspunkt für die Systematik.

Bezüglich der Psychiatrie findet man, dass auch hier geistig festgelegte, nämlich infolge der klinischen Erscheinungen der psychischen Störungen definierte Einheiten, nämlich die Begriffe der psychischen Phänomene und psychopathologischen Phänomene oder man kann auch sagen die Begriffe der psychiatrischen Ideen, insbesondere die der diagnostischen Ideen und damit die Begriffe der psychiatrischen Diagnosen, wie diese durch die psychiatrischen Kategorien etwa der psychiatrischen ICD-10 Klassifikation definiert worden sind, die Basis der psychiatrischen Systematik. Und man findet, dass auch hier die Systematik auf zweckmäßigen Einheiten aufgebaut ist.

Demgemäß kann eine Systematik entweder gemäß den vorgefundenen Natureinheiten aufgebaut sein, wie man diese etwa in den Mineralien (Mineralogie/Gesteinskunde) oder in der Metallurgie (Metallkunde) oder in der Biologie/Zoologie/Botanik usf. entdeckt hat.

Oder es kann die Systematik gemäß der Brauchbarkeit/Zweckmäßigkeit/Nützlichkeit der (geistigen) Einheiten  hier also auf systematischen Einheiten aufgebaut sein, die die Menschen gemäß dem Nutzen und damit gemäß der Brauchbarkeit/Zweckmäßigkeit definiert haben.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet findet man also, dass eine Systematik entweder auf faktischen Einheiten oder auf systematischen Einheiten beruht.

Weiteres zur Systematik in unterschiedlichen Bereichen:

Es kann eine Systematik also z. B. ein Verfahren sein, das einen Stoff oder Gegenstandsbereich nach sachlichen und logischen Zusammenhängen auf Grundlage eines Systems untersucht/bearbeitet/entwickelt usf.

Dabei kann die Systematik an der Praxis orientiert sein, und sie wird demgemäß mehr oder weniger praktisch bzw. praktikabel sein.

Und es kann die Systematik, falls sie verschieden aufgebaut sein kann – weil sie verschieden definiert werden kann – mehr oder weniger nützlich oder auch mehr oder weniger vernünftig aufgebaut sein, weil sie dem Zweck (etwa der gesamten Gesellschaft eines Staates oder nur Einzelnen) nützt. Auch hier kann die Systematik sich in der Praxis mehr oder weniger bewähren und kann man sie daher als mehr oder weniger praktikabel/zweckmäßig bezeichnen und es kann die Systematik daher also mehr oder weniger nach dem Prinzip der Vernunft aufgebaut sein.

Es kann die Systematik also mehr oder weniger rational aufgebaut sein, oder es kann die Systematik nach anderen Grundsätzen und Gesichtspunkten aufgebaut sein.

In diesem Sinn können die verschiedensten Bereiche, in denen etwas zu tun ist, diese systematisch auf der Grundlage einer Theorie oder in der Praxis durch eine praktische Methode angegangen werden. Und es wird damit deutlich, dass bezüglich der jeweiligen Systematik und damit bezüglich der Grundlage des jeweiligen Wissens das Methodenbewusstsein bezüglich der jeweiligen Vorgehensweise vorhanden sein sollte, um etwa die jeweiligen Möglichkeiten in der Therapie richtig einzuschätzen und nicht zu überschätzen.

So kann zum Beispiel ein Wissensbereich in der Medizin – so zum Beispiel in der Neurologie – systematisch auf der theoretischen Ebene und auf der praktischen Ebene angegangen und in der Wissenschaft untersucht werden.

Daher kann man sagen: dass eine Systematik eine Herangehensweise ist, die nach einem System verfährt.

In diesem Sinn kann zum Beispiel ein bestimmter Stoff nach einem gewissen System gegliedert und klassifiziert werden und sodann in der jeweiligen Wissenschaft systematisch studiert werden.

So kann man in der Medizin etwa die Entzündungen der unterschiedlichen Organe und Organsysteme systematisch untersuchen. Oder es können die Neubildungen im Sinn der Tumore, in die gutartigen (benignen) und in die bösartigen (malignen), in der Diagnostik und Klassifikation gegliedert werden und so können zum Beispiel in der Pathologie auf dieser Grundlage in der medizinischen Wissenschaft die Auffälligkeiten an den Organen und Geweben systematisch untersucht und erforscht werden.

Demgemäß gründet sich eine Systematik also auf ein System und damit auf eine gewisse Ordnung, nach der sie verfährt.

Man kann daher eine systematische Herangehensweise, die nach einer gewissen Methode vorgeht, von einer Herangehensweise unterscheiden, die ohne Ordnung zum Beispiel nach dem Zufallsprinzip vorgeht, oder die nach sonstigen Gesichtspunkten oder Vorstellungen unterscheiden.

Man findet, dass eine Systematik also entweder mit Erkenntnisobjekten befasst ist, die auf der Ebene der Objekte als faktische Einheiten erkannt werden, oder es ist eine Systematik mit Erkenntnisobjekten befasst, die nur auf der Ebene der Ideen durch die Begriffe  der Ideen als systematische Einheiten erkannt werden können. (vgl. mit Kant Zitat 7)

Man kann daher auch sagen: durch eine Systematik werden entweder materielle bzw. physische – und damit demonstrierbare Erkenntnisobjekte auf der Ebene der Objekte bzw. der Ebene der Fakten nach einem gewissen Zusammenhang in einem System gliedert, geordnet usf. und sodann studiert. Oder es werden durch eine Systematik Erkenntnisobjekte gegliedert, geordnet und studiert, die jenseits der physis (= Natur) gelegen sind, die also meta-physischer „Natur“ sind. Und es sind dies die Ideen bzw. die Begriffe der Ideen, die uns nur als systematische Einheiten auf der Ebene der Ideen zur Erkenntnis gegeben sind, die ihrerseits jeweils nach einer gewissen Ordnung und somit nach einem gewissen System gegliedert sind.

Demgemäß kann eine Systematik sich auf Erkenntnisobjekte beziehen, die uns als Gegenstand schlechthin gegeben sind oder auf Erkenntnisobjekte, die uns nur als Gegenstand in der Idee gegeben sind. (vgl. mit Kant Zitat 7)

Systematik (altgriechisch συστηματικός systēmatikós „geordnet“)

Eine Systematik ist somit ein Verfahren das nach einer gewissen Ordnung aufgebaut ist und man verfährt in einer Systematik nach einem gewissen System bzw. nach einer gewissen Methode.

Wenn eine Systematik sich auf eine erste Ordnung bezieht, dann ist sie nach einem Prinzip aufgebaut.

In der Wissenschaft erforscht man die verschiedenen Bereiche des Wissens auf der Grundlage einer Systematik.

Etwa in der Analyse, in der Diagnostik, in der Lehre, in der Rechtsprechung überhaupt in den verschiedenen Bereichen des Wissens verfährt man nach einer Systematik bzw. nach einer systematischen Methode.

Zum Beispiel gründet sich in der Diagnostik eine Klassifikation der gesundheitlichen Störungen (Krankheiten) auf eine Systematik, die die verschiedenen Einheiten somit die verschiedenen Diagnosen nach einer gewissen Ordnung gliedert und es kann sodann die Therapie auf dieser Grundlage nach einem gewissen System geplant und durchgeführt werden.

Oder es wird z.B. in einer gewissen Schule in einem Land der Unterricht nach einer gewissen Systematik vermittelt. Wohingegen in einer anderen Schule im selben Land unter Umständen derselbe Stoff nach einer anderen Systematik vermittelt wird.

In diesem Sinn können in den verschiedensten Bereichen des Wissens verschiedene Systematiken und damit verschiedene Ordnungen nach verschiedenen Systemen in Bezug auf eine Materie zur Anwendung kommen, wie man dies etwa im Bereich der Rechtsprechung in den verschiedenen Ländern kennt.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist eine Systematik eine Idee mit deren Hilfe etwas analysiert, untersucht, gegliedert, geordnet wird um ein Ziel oder einen Zweck zu erreichen.

In diesem Sinne sind z.B. die verschiedenen Klassifikationen in der Heilkunde nach einer gewissen Systematik aufgebaut, wie sie sich aus der Struktur des Stoffs ergibt.

Oder es ist in der Lehre bzw. in der Ausbildung der Unterricht der einzelnen Fächer nach einer gewissen Systematik gegliedert und aufgebaut.

Oder es sind die verschiedenen Gesetze in der Rechtswissenschaft und in der Rechtsprechung nach einer gewissen Systematik gegliedert und aufgebaut.

In der Heilkunde gründet sich die Systematik auf die Diagnostik und die Klassifikation der unterschiedlichen gesundheitlichen Störungen und Krankheiten.

In diesem Sinne findet man in der Medizin eine Systematik nach der die verschiedenen körperlichen gesundheitlichen Störungen (Krankheiten) des Körpers erfasst und in der medizinischen Wissenschaft systematisch studiert werden, oder die gesundheitlichen Störungen der Psyche nämlich die psychischen Störungen, die in der Psychiatrie nach einer gewissen Systematik und damit nach einer gewissen Ordnung in der psychiatrischen Wissenschaft systematisch erfasst und studiert werden, damit sodann auf der Grundlage des damit gewonnenen Wissens in der Therapie die bestmögliche gesundheitliche Besserung bzw. wenn möglich die Heilung zu erreichen.

Man wendet also in den verschiedensten Bereichen, in den verschiedenen Naturwissenschaften (Astronomie, Physik, Chemie, Biologie, usf.), sowie auch in den Geisteswissenschaften (Psychologie, Soziologie, Geschichte usf.) sowie in den anderen Wissenschaften (Ökonomie, Finanzwesen usf.) die jeweils verschiedenen Methoden und Systematiken an.

Die Systematik hat demgemäß sowohl in der Praxis wie auch in der Theorie einen hohen Stellenwert um den bestmöglichen Nutzen also den angestrebten Zweck zu erreichen.

Systematik in verschiedenen Bereichen des Wissens und deren Wissenschaften

Systematik in der Psychiatrie

In der Psychiatrie kennt man die Systematik, nach der die unterschiedlichen psychischen Störungen in der Diagnostik erfasst und in der psychiatrischen Klassifikation klassifiziert werden. Demgemäß beruht die Nosologie der psychischen Störungen auf der psychiatrischen Systematik. Die Systematik hat sich in der Psychiatrie auf Grundlage der klinischen Erfahrung und der vernünftigen Überlegung entwickelt. Es ist die Systematik in der Psychiatrie nämlich auf den bestmöglichen Zweck hin ausgerichtet um die psychischen Störungen bestmöglich therapieren zu können und damit die psychiatrischen Diagnosen in der psychiatrischen Wissenschaft bestmöglich systematisch studieren zu können.

Systematik in der Medizin

In der Medizin kennt man die Systematik nach der die gesundheitlichen Störungen des Körpers in der Diagnostik systematisch diagnostiziert und in der Klassifikation systematisch klassifiziert werden.

Man kennt in der Medizin etwa das Verfahren bzw. die Art und Weise der Systematik wie gewisse körperliche Krankheiten durch das Auffinden von körperlichen Merkmalen (körperlichen Befunden) erkannt werden, oder die Systematik die die gesundheitlichen Störungen durch das Diagnostizieren der unterschiedlichen Symptomenkomplexe aufgrund einer Syndromlehre (Syndromatologie) erfasst.

In diesem Sinn werden die objektivierbaren medizinischen Diagnosen nach einer anderen Systematik erfasst, als die nicht objektivierbaren medizinischen Diagnosen, die nur auf der Grundlage der klinischen Erscheinungen erfasst werden können, wie dies etwa für die funktionellen Störungen und damit für die syndromalen Diagnosen im engeren Sinn zutreffend ist.

Systematik in der Rechtsprechung

In der Rechtsprechung kennt man die Systematik nach der die rechtliche Ordnung in der Form der Gesetze systematisch gegliedert ist. Es ist dies also die Systematik, wie sie durch die verschiedenen Rechtsbereiche (Strafrecht, Zivilrecht, öffentliches Recht etc.) gebildet wird und diese in den verschiedenen Sparten bzw. in den verschiedenen Kategorien zusammengefasst werden.

In diesem Sinn gibt es in verschiedenen Bereichen Ordnungsprinzipien, die im Sinn einer Systematik aufgebaut sind.

Systematik von demonstrierbaren Einheiten und von Einheiten die uns nur als Begriffe gegeben sind

Es gibt die Einheiten, die nach objektiven Kriterien auf der Ebene der Objekte bzw. auf der Ebene der demonstierbaren Erkenntnisobjekte erfasst und allgemein gültig bestimmt und die demgemäß einer Gattung zugeordnet werden können (vgl. mit Kant Zitat 7).

Und andererseits gibt es die systematischen Einheiten, die nur auf der Ebene der Ideen erfasst werden können und die nur nach einer Systematik auf der Grundlage von Begriffen der Ideen geordnet und gegliedert werden können (vgl. mit Kant Zitat 7).

Gemäß einer solchen Systematik können die einzelnen Einheiten gewissen Ideen bzw. gewissen Typen zugeordnet werden, auf deren Grundlage sie nach einer gegliederten Ordnung in etwa der Diagnostik erfasst und klassifiziert und infolge in der Wissenschaft systematisch studiert werden.

Man erkennt damit, dass man diese systematischen Einheiten nur subjektiv gültig bestimmen kann, wohingegen die vorgenannten Einheiten, die faktische Einheiten sind, objektiv gültig bestimmt werden können. (vgl. mit Kant Zitat 7).

Die Einheiten, die uns nur als Gegenstand in der Idee gegeben sind kann man also nicht allgemein gültig, sondern nur innerhalb einer Konvention gültig – somit philosophisch gesprochen nur aufgrund einer Dogmatik (vgl. mit Kant Zitat 10) – oder man kann auch sagen: nur aufgrund einer Ideenlehre subjektiv gültig bestimmen, wenn man die einzelnen Einheiten bzw. deren Schemata zuvor nach einem System definiert hat.

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Weiteres* zur Systematik in der Heilkunde – untersucht auf Grundlage der Philosophie von Immanuel Kant – in meinem Buch:

Diagnostik, Klassifikation und Systematik in Psychiatrie und Medizin

erschienen im April 2019 im Verlag tredition

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(letzte Änderung 20.02.2020, abgelegt unter: Definition, Diagnostik, Klassifikation, Medizin, Philosophie, Psychiatrie, System, Systematik, Wissenschaft)

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