Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Wort

Das Wort ist die sprachliche Einheit für etwas.

Man kann auch sagen:

Das Wort ist der Begriff für das Erkenntnisobjekt.

Ebenso kann man sagen: das Wort ist die Bezeichnung für den Begriff der Idee der im Bewusstsein der erkennenden bzw. der denkenden Person als die systematische Einheit der Idee erscheint, falls diese den Sachverhalt durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7)

Demgemäß ist das Wort entweder die Bezeichnung für eine faktische Einheit oder für eine systematische Einheit (vgl. mit Kant Zitat 7).

Ferner kann man auch sagen: das Wort bezieht sich entweder auf ein physisches Ding das uns tatsächlich gegeben ist, oder es bezieht sich auf etwas das uns nur jenseits der physis (= Natur) und daher nur als der Begriff der Idee gegeben ist. (vgl. mit Kant Zitat 7)

Ein Wort ist also die Bezeichnung für etwas, das als Gegenstand schlechthin (Immanuel Kant) tatsächlich existiert, oder ein Wort ist die Bezeichnung für den Gegenstand in der Idee der meiner Vernunft nur als systematische Einheit der Idee gegeben ist, die erkannt wird wenn ich die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasse (vgl. mit Kant Zitat 7)

Daher kann man auch sagen: das Wort ist entweder der Begriff für ein physisches Objekt oder es ist der Begriff für ein mentales Objekt (etwa für eine Zahl, ein Symbol, eine Formel usf.).

Ebenso kann man kann sagen:

Ein Wort ist die Bezeichnung für ein Erkenntnisobjekt, das uns wirklich gegeben ist, oder ein Wort ist die Bezeichnung für ein Erkenntnisobjekt, das uns nur auf der Ebene der Vorstellungen bzw. nur auf der Ebene der Ideen gegeben ist.

In der Psychologie (Psychiatrie und Psychotherapie) beziehen sich die Worte auf Erkenntnisobjekte, die uns nur auf der Ebene der Vorstellungen als Erkenntnisobjekte gegeben sind. Es handelt sich dabei also um Erkenntnisobjekte, die uns nur auf der Ebene der Ideen gegeben sind. Daher bezeichnet Immanuel Kant eine solche Idee als bloße Idee und es sind daher diese Begriffe regulative Begriffe. (vgl. mit Kant Zitat 4)

In der Medizin hingegen beziehen sich die Worte oftmals auf körperliche Objekte bzw. auf physische Befunde, also auf Organe, auf  Teile des Körpers, die uns wirklich in der Anschauung gegeben sind und die man daher auf der Ebene der physischen Objekte bzw. der Ebene der körperlichen Fakten untersuchen und objektiv bestimmen kann.

Im Gegensatz dazu kann man in der Psychologie (Psychiatrie und Psychotherapie) die Worte bzw. die Begriffe von solchen Worten nicht physisch bestimmen –  eben weil es sich um bloße Vorstellungen bzw. um bloße Ideen handelt (vgl. mit Kant Zitat 4) – und kann man daher solche Begriffe nur subjektiv gültig erkennen kann.

So wie man in der Medizin das Zutreffen der Worte zum Teil physisch überprüfen kann ist es auch in allen anderen Bereichen – etwa in der Politik, in der Wirtschaft, in der Rechtsprechung, in der Wissenschaft mit ihren Bereichen so, dass man entweder das Zutreffen eines Wortes physisch überprüfen kann oder dies nicht möglich ist – eben weil das Wort nur auf der Grundlage einer Idee erkannt werden kann.

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(letzte Änderung 09.11.2019, abgelegt unter Begriff, denken, philosophische Begriffe, Wort, Definition)

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