Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Verstehen

Das Verstehen resultiert aus dem Erkennen des Zusammenhangs.

Demgemäß endet das Verstehen wo der Zusammenhang nicht mehr erkannt wird.

Man kann auch sagen: durch den Verstand wird der Zusammenhang erkannt und demgemäß beruht das Verstehen auf der Kognition.

Dabei wird der Zusammenhang durch die Erfahrung und das persönliche Urteil infolge der Sinneswahrnehmung oder in geistiger Hinsicht durch die vernünftige Überlegung erkannt. Man kann auch sagen, dass der Zusammenhang der einzelnen Glieder der Kausalitätskette durch den Sinn erkannt und dadurch verstanden wird.

Auf diesem Weg gelangt man zur persönlichen Sichtweise.

Oder man kann auch sagen, dass man von einem gewissen Gesichtspunkt aus durch das persönliche Urteil zu einer gewissen Ansicht gelangt.

Das Verstehen führt also zum Verständnis und es beruht das Verstehen auf dem Verstand der Person.

Wenn der Zusammenhang Sinn macht, dann kann man ihn verstehen und auf dieser Grundlage erklären.

Falls gewisse Dinge und / oder Erscheinungen (Phänomene) sinnvoll zusammenhängen, dann kann man den Zusammenhang durch eine Vorstellung bzw. durch eine Theorie  erklären.

So hängen das Verstehen und das Erklären zusammen.

In der Regel beruht das Verstehen auf der Analyse in Verbindung mit der Synthese durch die der Zusammenhang erkannt und verstanden wird.

Das Verstehen beruht somit auf einer Idee, die im Bewusstsein der erkennenden Person als der Begriff der Idee und damit als systematische Einheit entsteht bzw. erscheint, wenn die erkennende Person den Sachverhalt durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).

Dabei kann sich das Verstehen auf einen Zusammenhang beziehen, den jede Person gleich versteht, weil der Sachverhalt augenscheinlich evident ist. Oder es kann sich das Verstehen auf einen Sachverhalt beziehen, der nicht unbedingt von jeder Person gleich verstanden wird, weil das Verstehen von subjektiven Voraussetzungen abhängig ist, also von Voraussetzungen, die im Subjekt gelegen sind. In einem solchen Fall handelt es sich um einleuchtende Evidenz bzw. um scheinbare Evidenz.

Wenn man versteht, dann erkennt man den Zusammenhang der verschiedenen Dinge und Erscheinungen und dieses Verstehen ist vorerst subjektives Wissen.

Was man verstanden hat, das kann man in der Regel erklären.

Während das Verstehen eine rezeptive Fähigkeit ist, ist das Erklären eine expressive Fähigkeit. Oder man kann auch sagen: das Erklären ist eine Aussage über etwas.

Man versteht eine Sache oder einen Sachverhalt, wenn man den Zusammenhang der Dinge erkannt hat.

Das Verstehen ergibt sich somit aus dem Erkennen.

Es kann sich dabei um einen Zusammenhang handeln, den man auf der Ebene der Objekte objektiv evident erkennen kann, oder es kann sich dabei um einen Zusammenhang handeln, den man nur auf der Ebene der Vorstellungen bzw. nur auf der Ebene der Ideen subjektiv evident erkennen kann, wie dies etwa bei den psychischen Erscheinungen also bei den psychischen Phänomenen und somit bei den Merkmalen der Psyche der Fall ist.

Das Verstehen hängt in diesem Fall von der persönlichen Sichtweise  ab. Das Verstehen hängt also in einem solchen Fall von persönlichen Voraussetzungen ab, die im Subjekt gelegen sind.

Man versteht in Folge des Verstandes und findet die beste Erklärung in Folge der vernünftigen Überlegung, somit auf der Grundlage des Verstandes und der Vernunft.

Das Verstehen ist die Folge des Verständnisses, das sich in einer Person im Laufe ihres Lebens entwickelt hat.

Jemand der viel Erfahrung hat kann besser und schneller verstehen.

Man versteht was man selbst erfahren bzw. was man selbst erlebt hat.

Was man nicht gut verstehen kann, das kann man nicht gut erklären. Im Gegensatz dazu kann man gut erklären was man gut verstanden hat.

Wenn man den Sachverhalt versteht, dann erkennt man den Sinn oder einen möglichen Sinn.

Wenn einer Person ein Sachverhalt gründlich erklärt worden ist, dann kann sie ihn in der Regel verstehen, und erkennt die Person unter Umständen nicht nur den Zusammenhang, sondern auch den tieferen Sinn.

Das Verstehen ist der Schlüssel zu allem.

Durch eine Theorie kann man einen Sachverhalt unter Umständen verstehen, ohne die man ihn sonst nicht verstehen könnte.

Es gibt ein Verstehen des eigenen Inneren und ein Verstehen von Äußeren Dingen. Demgemäß gibt es ein Verstehen von inneren Zusammenhängen und ein Verstehen von äußeren Zusammenhängen. Das innere Verstehen entwickelt sich auf der Grundlage der persönlichen Erfahrung.

Das Verstehen des eigenen Inneren ist uns von Anbeginn an in einem gewissen Umfang zu eigen. Man kennt in diesem Zusammenhang das psychologische Verstehen.

Das Verstehen entwickelt sich im Laufe der Zeit auf der Grundlage der Erfahrung und auf der Grundlage der Überlegung.

Die Tiefe des Verstehens hängt also von der Weite des Zusammenhangs ab den man versteht und sie hängt auch von der Tiefe des Verstehens der einzelnen Zusammenhänge ab.

Vollkommenes Verstehen bedeutet den Zusammenhang in jegliche Richtung, also unter allen möglichen Gesichtspunkten und Aspekten zu verstehen.

Wir verstehen Andere auf der Grundlage des inneren Verstehens bzw. auf der Grundlage des Verstandes der sich in der Person im Laufe des Lebens entwickelt hat.

Durch das Verstehen entsteht bzw. entwickelt sich  der Verstand der Person. Selbst Tiere entwickeln bis zu einem gewissen Grad Verständnis bzw. haben auch sie demgemäß einen gewissen Verstand.

Man kann sagen: man versteht auf der Grundlage des Verstandes.

Das innere, psychologische Verstehen ist mehr von der passiven Art, es geschieht, es wird uns zuteil. Das Verstehen von äußeren Zusammenhängen kommt oftmals erst durch die Erkundung und durch die Bemühung zustande und man bezeichnet diese Bemühung daher in gewisser Hinsicht als ein bewusstes bzw. absichtliches Lernen.

Was wir einmal verstanden haben, können wir, wenn wir einen solchen Sachverhalt wieder erkennen spontan und damit schlagartig verstehen – auch in abgewandelter Form – weil wir gelernt haben – wie es zu verstehen ist. Man sagt daher: man versteht intuitiv und handelt es sich dabei um eine intuitive Erkenntnis.

Wenn man eine Sache bis dahin noch nicht verstanden hat und einem die Sache erfolgreich erklärt worden ist, so sagt man: „Ja, jetzt habe ich es verstanden“. Bei uns in Österreich sagt man: „der Groschen ist gefallen“ (Anmerkung: das Sprichwort müsste nun natürlich auf Cent bzw. € abgewandelt werden).

Nachfolg wird das Verstehen unter verschiedenen Gesichtspunkten bzw. unter verschiedenen Aspekten noch detaillierter betrachtet:

Entwicklung des Verstehens

Das Verstehen unterliegt der persönlichen Entwicklung. Man kann die Dinge nur gemäß dem Stand der persönlichen Entwicklung verstehen. Es nützt also nichts wenn einem die Dinge erklärt werden, wenn das persönliche Verstehen eine gewisse Reife und damit eine gewisse Tiefe noch nicht erlangt hat. Daher kann man gewisse Dinge erst verstehen, nach dem man zuvor andere Dinge bereits verstanden hat. Man erkennt damit die Grenze des persönlichen Verstehens. Das Verstehen entwickelt sich somit im Laufe der Zeit auf der Grundlage der Erfahrung und auf der Grundlage der Überlegung. Das Verstehen hängt also in gewisser Hinsicht vom persönlichen Lernen ab. Man muss also gewisse Zusammenhänge bereits verstanden haben damit man weitere verstehen kann. Es gibt also eine persönliche Grenze des Verstehens. Daher können sich die Menschen oftmals nur beschränkt und unter Umständen gar nicht verstehen. Und man erkennt, dass die persönliche Grenze des Verstehens sich entwickeln kann und zwar in dem Maß wie die persönliche Sichtweise und die persönliche Erfahrung sich entwickelt.

Dabei macht man allerdings die Erfahrung, dass diese Entwicklung je nach Person und Eigenart mehr oder weniger beschränkt ist bzw. die Menschen oftmals auch nicht bereit sind in dieser Hinsicht sich zu entwickeln, oder weil die notwendigen Voraussetzungen dafür fehlen. Es gibt also Widerstände für die Entwicklung des Verstehens. Dabei können diese der betroffenen Person bewusst sein, oder sie können ihr nicht bewusst sein. Es können also diese Widerstände unter Umständen im Unbewussten der Person gelegen sein und es handelt es sich sodann um psychologische Widerstände im engeren Sinn.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet gründet sich das Verstehen auf das Erkennen. Dabei kommt dieses Erkennen durch die Analyse und Synthese der Zusammenhänge zustande.

Neurophysiologisch betrachtet basiert das Verstehen wahrscheinlich auf dem Vergleich von  neuronalen Mustern auf der Ebene der zentral nervösen Funktion in deren Folge man erkennt was zutreffend ist. Es handelt sich dabei also wahrscheinlich um einen Abgleich von neuronalen Prozessen im zentralen Nervensystem. Man kann auch sagen, dass das Verstehen neuro-biologisch betrachtet auf der der neuronalen Aktivität besteht, die verschiedene neuronale Muster miteinander vergleicht und damit erkennt, ob etwas zutreffend ist oder nicht bzw. in welchem Ausmaß es zutreffend ist. Das Verstehen gründet sich also auf die neuronale Funktion die diese Übereinstimmung mehr oder weniger erkennt. Dies ist eine biologische Theorie über das Verstehen.

Wenn dieser Prozess des Datenabgleichs erfolgreich abgeschlossen ist, dann sagt man: jetzt hab ich „es“ verstanden. Subjektiv erlebt man dieses Verstehen als ein Nachlassen einer gewissen psychischen Spannung.und es tritt ein Gefühl der Beruhigung bzw. der Befriedigung ein. Daher ist man unter Umständen erleichtert selbst wenn die Nachricht nicht unbedingt die erfreulichste ist.

Wenn zwei Menschen sich verstehen dann „sehen sie die Sachen ähnlich“ und fühlen sich daher verstanden und in gewisser Hinsicht verbunden. Man spricht in diesem Fall von Sympathie. Wenn uns jemand versteht, dann finden wir in der Regel die Person, die dies sagt sympathisch. Man sagt dann auch die Person „schwingt“ auf der selben Wellenlänge.

Im Englischen sagt man: „agree“, im Französischen: „accord“ – im Deutschen: „einverstanden“.

Es gibt ein grundsätzliches Verstehen, das über das Verstehen einer einzelnen Sache hinausgeht.

Man spricht dann auch davon, dass die Leute von gleicher Wesensart sind.

Das gegenseitige „sich Verstehen“ befördert die gegenseitige Zuneigung.

Leute die sich verstehen finden sich gegenseitig sympathisch. Dem Wort nach heißt Sympathie: „Zusammen-erleiden“ bzw. in Bezug auf zwei Personen die sich sympathisch finden: „sie erleiden Dasselbe zusammen“

In der Therapie in der Medizin, Psychosomatik, Psychiatrie, Psychologie und im besonderen in der Psychotherapie ist das  Verstehen von großer Bedeutung. Ohne gegenseitiges Verstehen fehlt die Basis für eine positive Übertragung.

Bezüglich der Entwicklung des Verstehens ist es neurophysiologisch gesehen wahrscheinlich so, dass die vorhandenen neuronalen Bahnungen durch das wiederholte „Verstehen“ und „Verstanden-Werden“ sich „positiv“ entwickeln. Umgekehrt führt das permanente „Nicht-Verstanden-Werden“ nicht zu dieser Bahnung und kommt es wahrscheinlich auch zum Aufbau einer psychischen Spannung und in weiterer Folge zu einer ungünstigen neuronalen Entwicklung.

Während sich also im positiven Fall vorteilhafte neuronale Muster entwickeln unterbleibt dies im anderen Fall.

Grenze des persönlichen Verstehens:

Die Grenze des persönlichen Verstehens resultiert aus der Grenze des persönlichen Erkennens der Zusammenhänge und oftmals auch aus der fehlenden Bereitschaft Zusammenhänge zu erkennen. Die Grenze des persönlichen Verstehens resultiert somit aus dem Erkennen und der persönlichen Bereitschaft zu erkennen. Oder aus den fehlenden Voraussetzungen für das Erkennen.

Man daher sagen, dass die Grenze des persönlichen Verstehens durch die persönlichen Vorurteile begrenzt wird.

Oder man kann auch sagen:

Die Grenze des persönlichen Verstehens resultiert aus der selbstbeschränkten Offenheit und oftmals aus der beschränkten Erfahrung.

Zur Erweiterung des persönlichen Verstehens ist also die Offenheit und die Bereitschaft zu Lernen und auch die Bereitschaft sich auf neuen Erfahrungen einzulassen von Bedeutung.

Das richtige Verstehen ist im Leben enorm wichtig, insbesondere das zwischenmenschliche Verstehen. Daher hat in der Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie das Verstehen einen so hohen Stellenwert.

Über die Tiefe des Verstehens

Es gibt verschiedene Grade der Tiefe des Verstehens. Es gibt ein oberflächlicheres Verstehen und ein tieferes Verstehen. Man muss zuerst die Zusammenhänge der oberflächlicheren Dinge verstanden haben bevor man fähig ist die tieferen Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Auf diese Art und Weise vertieft sich das Verstehen und damit das Erkennen der Zusammenhänge im Laufe der Erfahrung und als Folge der Überlegung, somit im Laufe der Zeit und in Folge des Studiums wenn man sich mit einer Thematik beschäftigt. Daher kommt es etwa vor, dass man beim Lesen eines Buches vorerst gewisse Zusammenhänge noch nicht erkennt und damit den Sinn nicht versteht. Erst wenn man später dieselbe Textstelle wieder liest erkennt man den Zusammenhang von gewissen Dingen, weil man inzwischen andere Dinge verstanden hat und nun auch diesen Zusammenhang verstehen kann. Es geht dann gleichsam ein inneres Licht auf. Bereits die Philosophen im alten Griechen haben dieses Phänomen gekannt und es Heureca bezeichnet. (-> vgl. mit Wikipedia altgriechisch εὕρηκα [hɛːǔ̯rɛːka]) – heißt Ich hab’s gefunden, -> Archimedes von Syrakus)

Weil das Verstehen eine individuelle Sache ist, die sich im Laufe des Lebens in einem Lebewesen entwickelt, kann man das Verstehen nicht als fertiges Produkt etwa in der Form einer Tablette „transportieren“ und dieser Form „übermitteln“, sondern man muss sich das Verstehen eines gewissen Zusammenhangs auf die zuvor genante Art und Weise erwerben oder man kann auch sagen verdienen. Beim Verstehen eines gewissen Zusammenhangs muss die andere Person ihrerseits an den „Punkt“ gelangt sein, wo sie den Zusammenhang erkennt und damit verstehen kann. Daher kann man z. B. ein Buch das einen persönlich sehr angesprochen hat nicht gut empfehlen, weil die andere Person sich an einem anderen „Punkt“ ihrer persönlichen Entwicklung befindet und sie daher den „Punkt“ nicht sieht bzw. den Zusammenhang nicht erkennt. Man kann daher auch sagen, dass sich die persönliche Sichtweise auf diese Art und Weise entwickelt und damit sich auch das Verständnis im Laufe des Lebens entwickelt. Es ist also so, dass die Weite und die Tiefe des Erkennens und des Verstehens der Zusammenhänge sich im Laufe der Zeit infolge des Lernens bei einer Person fortlaufend entwickelt bzw. sich fortlaufend weiter entwickeln kann, inbesondere wenn die Person aktiv und rege bleibt und die von Seiten des Nervensystems dazu erforderliche Funktionalität noch vorhanden ist. Man weiß, dass dies insbesondere im höheren Alter von großer Bedeutung ist – genau genommen natürlich auch im jüngeren Alter – nur fällt hier die Folge der zu geringen Funktionalität bzw. die Folge der eingeschränkten neuronalen Funktion in dieser Hinsicht vielfach nicht auf.

Zusammenfassend kann man über die Tiefe des Verstehens sagen: je tiefer die Zusammenhänge erkannt werden um so tiefer ist das Verstehen. Weil gewisse Dinge und deren Zusammenhänge besonders wichtig sind, solltem man sich daher mit diesen Dingen und Themen besonders intensiv beschäftigen damit man die Früchte dieser Beschäftigung in der Form des tiefen bis hin – soweit möglich – zum vollkommenen Verstehen erkennen kann. (vgl. mit Gracian Zitat, La Bruére Zitat, Kant Zitat 10, Kant Zitat 2a und die anderen Kant Zitate, weiters mit John Locke Zitat und David Hume Zitat) und mit den Yoga bzw. Meditation Zitaten (unter anderem Osho Zitat 1, Osho Zitat 1a, Osho Zitat 6a, Osho Zitat 8, und weiters Nisargadatta Maharaj Zitat 8 usf.)

Voranschreitende Entwicklung des Verstehens

Wie zuvor ausgeführt worden ist gibt es also eine voranschreitende Entwicklung des Verstehens. Es gibt eine voranschreitende Entwicklung des persönlichen Verstehens, wie diese sich in einem Individuum bzw. in einem Lebewesen in Laufe des Lebens entwickelt.

Und es gibt auch die voranschreitende Entwicklung im Verstehen, wie dieses durch die Entwicklung der Gesellschaft, durch die Entwicklung einer Gruppe in der Gesellschaft, oder durch die Entwicklung der Wissenschaft und Forschung entstanden ist.

In letzterer Hinsicht kennt man etwa die Entwicklung des Verstehens in der Geschichte bzw. in der Geschichtsforschung, in der Archäologie, in der Naturwissenschaft, also etwa in der Physik, Chemie, Biochemie, Astronomie, Biologie – und damit auch in der Medizin etwa in der Neurologiein Bezug auf das Nervensystem in der Neurophysiologie, in den Neurowissenschaften usf. In gleicher Weise kennt man auch die Entwicklung des inneren Verstehen wie dies etwa aus der Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie bekannt ist. Oder das Verstehen der Zusammenhänge in der Soziologie. Auf diese Art und Weise hat sich etwa in der Psychiatrie die  psychiatrische Klassifikation stufenweise entwickelt. Oder es hat sich auch die Psychopathologie mit ihren Begriffen stufenweise als Folge des tieferen Verstehens entwickelt. Auch im Bereich der Mediation ist die Entwicklung des Verstehens bekannt, sowohl beim einzelnen Praktizierenden wie auch bei der Materie an sich, wie dies etwa aus den Sutren (-> Wiki Beitrag) des Patanjali erkennbar ist, der diese Zusammenhänge erkannt und in diesen Lehrsprüchen in abstrakter Form formuliert und niedergeschrieben hat. ist. (vgl. mit alle Patanjali Zitate und diesem Wiki Beitrag)

Individuelles Verstehen

Das Verstehen ist grundsätzlich eine individuelle Sache. Wenn sich das Verstehen allerdings auf äußere Dinge bezieht dann verstehen die Menschen gewisse Dinge auf gleiche Art und Weise. So versteht etwa jede gesunde Person dass 2+2 = 4 ist. Wenn es jedoch um das Verstehen von Dingen geht, die nicht im Äußeren demonstriert werden können, sondern das Verstehen auf inneren Vorstellungen also auf Ideen beruht, dann gibt es mehr oder weniger große Unterschiede im persönlichen Verstehen, weil dieses von individuellen Voraussetzungen abhängig ist. Man kennt daher die unterschiedlichen Verstehensweisen je nach Geschmack, Mode, Interesse, Stand der Bildung, je nach Kultur somit je nach individueller Prägung und Entwicklung.

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Hinweis:

Weiteres zum Thema: Verstehen,

Verstehen und Erklären in der Psychiatrie

sowie Verstehen und Erklären in der Medizin

in meinem Buch:

Diagnostik, Klassifikation und Systematik in Psychiatrie und Medizin

erschienen im Verlag tredition, April 2019.

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(letzte Änderung 20.05.2019, abgelegt unter: Verstehen, Definition, Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Medizin, Neurologie, Psychosomatik, Philosophie)

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