Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Sexuelle Funktionsstörungen

Februar 25th, 2009

Sexuelle Funktionsstörungen können durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. In gewissen Fällen führen körperliche Ursachen zu sexuellen Funktionsstörungen, andere Male führen psychische Ursachen (erlebnismäßige) Ursachen zu sexuellen Funktionsstörungen. Infolge der Unterschiede bei Mann und Frau, und weil das sexuelle Erleben mit starken Emotionen verbunden ist entstehen nicht selten Erwartungs- und Versagensängste. Solche Ängste können zu sexuellen Funktionsstörungen […]

Kopfschmerz

Februar 25th, 2009

Ein Kopfschmerz ist ein Schmerz der mehr oder weniger den gesamten Kopf betrifft. Kopfschmerzen können durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Bevor eine Behandlung der Kopfschmerzen erfolgt sollte der Sachverhalt medizinisch abgeklärt werden. Dabei können im Rahmen der Abklärung der Kopfschmerzen in den meisten Fällen keine körperlichen Ursachen ausfindig gemacht werden. Andererseits ergeben sich aus dem […]

Sucht – Suchtentwicklung

Februar 25th, 2009

Das Wort Sucht stammt vom Wort “suchen”. Wir Menschen haben Bedürfnisse und suchen diese Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn die Befriedigung eines Bedürfnisses sich “suchtartig” entwickelt, dann entgleitet uns die Fähigkeit zur Steuerung. Die regelmäßige Einnahme von gewissen, die Psyche (das Erleben) beeinflussenden Mitteln, kann also zu einer Art Konditionierung und damit zur Suchtentwicklung führen. Bei der […]

Nachfolgend wird anhand eines Beispiels folgende Frage diskutiert: Besteht bei einem Patienten weiterhin eine psychotische Störung bei dem vor einigen Monaten während eines stationären Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik eine schizophren-psychotischen Störung (z.B. ICD-10 F 20.0) diagnostiziert worden ist und bei dem zur Zeit der aktuellen Untersuchung keine Symptome mehr manifest sind. Es stellt sich also […]

Nachfolgend wird anhand eines Beispiels folgende Frage diskutiert: „Hat“ der Patient XY eine Schizophrenie oder „hat“ er keine Schizophrenie? Die Frage wird nachfolgend in Bezug auf die Kant`schen Erkenntnisse diskutiert und beantwortet. Gesetzt der Fall es gehe um eine Person mit einer grenzwertigen Symptomatik, das heißt es sind einige psychopathologische Phänomene in leichter (grenzwertiger) Ausprägung vorhanden und […]

In diesem Beitrag wird die Entstehung und die Verwendung des Begriffs „Schizophrenie“ (schizophrene Störung) bzw. der Diagnose „Schizophrenie“ unter Bezugnahme auf die Erkenntnisse des Philosophen Immanuel Kant beleuchtet und diskutiert. Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler hat den Begriff „Schizophrenie“ als Bezeichnung für gewisse psychische Störungen im Jahr 1908 erstmals in einer Fachärztesitzung öffentlich vorgestellt. Eugen Bleuler (* 1857-1939) […]

Bekanntlich kam es in der Zeit, bevor die psychischen Störungen als Krankheiten der Psyche verstanden wurden dazu, dass jemand auf die Idee kam, dass die psychisch auffällige Person „besessen“ oder „verhext“ ist, sie also von einem Dämon, oder dem Teufel besessen ist oder unter dem Einfluss einer Hexe steht. Je nach dem welche gedanklichen Inhalte […]

Unsere Vorstellungen entstehen in Abhängigkeit von unserer Gemütslage. Mit anderen Worten es hängt von unserer Gestimmtheit ab, was uns in den Sinn kommt. Es hängen unsere Vorstellungen also nicht nur von der Kognition, sondern auch von der Emotion und damit vom Gemüt ab. Betrachtet man den Sachverhalt auf der neurophysiologischen Ebene so kann man folgendes sagen: […]

neuronales Muster

Februar 21st, 2009

Ein neuronales Muster ist eine bestimmte neuronale Aktivität im Nervensystem. Das neuronale Muster korrespondiert also mit einer gewissen neuronalen Funktion. Man kann daher auch sagen: das neuronale Muster korrespondiert mit einer gewissen geordneten Aktivität der Nervenzellen, die in einem Bereich des Nervensystems, etwa im Gehirn (oder im Rückenmark, im Hirnstamm, oder in einem anderen Bereich […]

Der Mensch ist ein Ganzes und Teil eines größeren Ganzen. ………………………………………………………………………………… Um über das Ganze Aussagen in Worten treffen zu können muß das Ganze in „Teile“, das heißt in „Begriffe“, das heißt in Worte „zerlegt“ werden – damit wir darüber sprechen und denken können. ………………………………………………………………………………… Die menschliche Sprache bzw. die menschlichen Sprachen bestehen aus solchen Worten. ……………………………………………………………………………….. […]

Psychotherapie und Meditation sind in unterschiedlichen Kultur- und Denkwelten entstanden. Unter Psychotherapie versteht man wörtlich die „Behandlung der Seele“. Tatsächlich wirkt sich die Psychotherapie natürlich auf den ganzen Menschen aus – also auf die Psyche und den Körper. Die meisten Psychotherapeutischen Methoden sind im Laufe des letzten Jahrhunderts, zuerst in Europa und dann in den USA entstanden bzw. weiter entwickelt worden. Die Meditation […]

Um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Psychotherapie und der  Meditation hervorzuheben, sei es erlaubt einzelne Aspekte akzentuiert begrifflich darzustellen – auch wenn dies in absoluter Form natürlich nicht zutrifft. Selbstverständlich kommen ”meditative Elemente” in vielen psychotherapeutischen Praktiken vor – je nach Methode und Lehre – mehr oder weniger ausgeprägt. Andererseits enthalten meditative Praktiken – je nach Art der meditativen Praxis – mehr oder weniger “psychotherapeutische Elemente”. […]

Einleitung zum Thema: Medizin-Psychotherapie-Yoga-Meditation: Wir leben in einer Zeit, in der für viele Menschen Informationen aus der Medizin und Psychotherapie verfügbar sind. Anderseits haben uns auch die Informationen über Yoga und Meditation erreicht und haben nicht wenige Menschen auch schon durch eingene Erfahrungen den Nutzen dieser Praktiken kennengelernt. Diese Seite und die Beiträge auf dem […]

Einleitung zur Hypnotherapie

Februar 17th, 2009

Beim Wort Hypnose denken die meisten Menschen an Bühnenhypnose. Bei der Bühnenhypnose lädt ein Hypnotiseur – an das Publikum gewandt – Personen ein, zu ihm auf die Bühne zu kommen um sich “hypnotisieren” zu lassen. Diese Personen, die sich dazu entschieden haben auf die Bühne zu kommen, sind – egal ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht – voller Erwartung die […]

Nach meiner Meinung: Nein – und zwar aus folgenden Gründen. Im Anschluss an das, was in den Kapiteln über die poststraumatische Belastungsstörung auf der Seite Hypnotherapie gesagt worden ist. Verhält es sich meiner Erfahrung nach so, dass nur in gewissen Fällen eine Wiedererinnerung, also eine absichtliche „Bearbeitung“ des psychischen Traumas ratsam und hilfreich ist. In manchen Fällen […]

Im Anschluss an das Kapitel Hypnotherapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen darf in Erinnerung gerufen werden, dass im Trancezustand, der zwischen dem Wachbewusstseinszustand und dem Schlafzustand anzusiedeln ist, ein direkter Zugang zu den „tieferen seelischen Schichten“ gegeben ist. Im entspannten Zustand hat man einen besseren Zugang zum Gedächtnis und seinen Inhalten. In diesen Zuständen können wir viel besser Gedächtnisinhalte […]

krank oder nicht krank?

Februar 14th, 2009

Ob jemand krank ist oder nicht krank ist  ist in vielen Fällen eine relative Sache. Es gibt Sachverhalte wo es unzweifelhaft ist, dass eine Person krank ist. Dies ist der Fall wenn auf der Grundlage eines objektiven Befundes allgemein gültig und damit absolut gültig festgestellt werden kann, dass eine Krankheit besteht. Wenn jedoch nur subjektiv gültig erkannt werden kann, […]

Qualtität der Auffassung

Februar 13th, 2009

Es gibt offensichtlich Unterschiede in der Qualität der Auffassung. Ein Sachverhalt ist was er ist, wenn jedoch das Wesentliche des Sachverhalts nicht aufgefasst wird, sondern wenn weniger Wesentliches oder Unwesentliches als Wesentliches angesehen wird, dann ist offensichtlich die Qualität des Aufgefassten in Frage zu stellen. Wenn man sich die Frage stellt: was sind die Voraussetzungen […]

psychosomatische Störung

Februar 10th, 2009

Eine psychosomatische Störung ist eine gesundheitliche Störung bei der der Körper (gr. Soma) und die Psyche in ihrer Funktion gestört sind. Es besteht bei einer psychosomatischen Störung also eine körperliche Störung und auch eine psychische Störung. Man kann auch sagen: bei einer psychosomatischen Störung ist die Funktion des Körpers und die der Psyche erheblich gestört. Die Gesundheit ist also bei einer psychosomatischen Störung sowohl im Hinblick […]

Natürliche Stressreaktion

Februar 10th, 2009

Wird ein Säugetier oder ein Mensch überrascht und bedroht, so wird dadurch eine normale  bzw. natürlich Stress-Reaktion ausgelöst. Das Nervensystem wird durch die Reize aktiviert und in Alarmbereitschaft versetzt. Das Tier oder der Mensch wird psychisch angespannt. Die nervliche Anspannung (Aktivierung des Gehirns) löst verschiedene weitere Reaktionen aus. Die Stresshormone: primär Adrenalin und dann auch Kortison werden vermehrt ausgeschüttet. Als Folge davon […]

Lebende Organismen zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf Reize reagieren, sei dies eine einzelne Zelle oder ein Lebewesen das aus vielen Zellen besteht. Schon bei niederen Lebewesen findet sich ein Nervensystem, welches im Verhältnis zum Nervensystem eines Säugetieres oder dem eines Menschen einfach aufgebaut ist. Im Nervensystem werden vom Organismus aufgenommene Reize verarbeitet. Die auf […]

Als Psychosomatische Störung bezeichnet man eine gesundheitliche Störung bei der sowohl die psychische Funktion wie auch die körperliche Funktion erheblich gestört sind. Psychosomatische Störungen treten häufig auf der Grundlage von psychischen Konflikten und dadurch verursachten psychischen Spannungen auf. Die psychischen Konflikte können „äußere“ oder „innere“ Gründe haben. Es können also „innere“ Gegebenheiten, wie sie anlagemäßig, mehr oder weniger schon vorhanden sind, oder […]

Wir alle haben unsere gewohnten und eingefahrenen Muster. Jedoch nicht alles was wir in unserem Leben gelernt und uns angewöhnt haben hat sich bewährt. Manches sollte sich ändern, manches sollte weiterentwickelt werden und einiges sollten wir auch wieder verlernen bzw. los werden.   Das heißt wir sollten aus unseren Lebenserfahrungen lernen und gewisse Dinge auch wieder verändern. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. […]

Second opinion ist eine zweite Meinung. (Englisch : opinion –  Meinung) In der Medizin ist es oftmals klug sich eine zweite Meinung einzuholen (oder eventuell sogar eine dritte und vierte), bevor man sich zu einer Behandlung mit schwerwiegenden Konsequenzen entscheidet. Wie das Wort „Meinung“ schon sagt, gibt es in der Medizin nicht überall ein allgemein gültiges „Wissen„, im Sinne von objektiver Gewissheit, […]

In diesem Beitrag wird ein reales Fallbeispiel in Bezug auf den richtigen und den falschen Gebrauch der medizinischen Ideen (Erkenntnisse) dargestellt und diskutiert. Insbesondere werden die nachteiligen, praktischen Folgen des konstitutiven Gebrauchs der medizinischen Ideen (Erkenntnisse) dargestellt. (Allgemeines dazu finden Sie in diesem Beitrag.) ……………………………………………………. Eine 50 jährige Patientin, von Beruf Sekretärin, die sich beruflich überlastet fühlt, viel „Stress“ am Arbeitsplatz […]

Kant Zitat 24 – Kausalität

Februar 8th, 2009

„Man kann sich nur zweierlei Kausalität in Ansehung dessen, was geschieht, denken, entweder nach der Natur, oder aus Freiheit. Die erste ist die Verknüpfung eines Zustandes mit einem vorigen in der Sinnenwelt, worauf jener nach einer Regel folgt. Da nun die Kausalität der Erscheinungen auf Zeitbedingungen beruht, und der vorige Zustand, wenn er jederzeit gewesen […]

          „Metaphysik also, sowohl der Natur, als der Sitten, vornehmlich die Kritik der sich auf eigenen Flügeln wagenden Vernunft, welche vorübend (propädeutisch) vohergeht, machen eigentlich allein dasjenige aus, was wir im echten Verstande Philosophie nennen können. Diese bezieht alles auf Weisheit, aber durch den Weg der Wissenschaft, den einzigen, der, wenn er einmal gebahnt ist, […]

”WAHRSCHEINLICHKEIT – ERKLÄRUNG DES WAHRSCHEINLICHEN – UNTERSCHIED DER WAHRSCHEINLICHKEIT VON DER SCHEINBARKEIT – MATHEMATISCHE UND PHILOSOPHISCHE WAHRSCHEINLICHKEIT Zur Lehre von der Gewißheit unsers Erkenntnisses gehört auch die Lehre von der Erkenntnis des Wahrscheinlichen, das als Annäherung zur Gewißheit anzusehen ist. Unter Wahrscheinlichkeit ist ein Führwahrhalten aus unzureichenden Gründen zu verstehen, die aber zu dem zureichenden […]

I. VOM TRANSZENDENTALEN SCHEIN „Wir haben oben die Dialektik überhaupt eine Logik des Scheins genannt. Dies bedeutet nicht, sie sei eine Lehre der Wahrscheinlichkeit; denn diese ist Wahrheit, aber durch unzureichende Gründe erkannt, deren Erkenntnis also zwar mangelhaft, aber doch darum nicht trüglich ist, und mithin von dem analytischen Teile der Logik nicht getrennt werden […]

„Das einzige allgemeine Merkmal der Verrücktheit ist der Verlust des Gemeinsinnes (sensus communis), und der dagegen eintretende logische Eigensinn (sensus privatus), z.B. ein Mensch sieht am hellen Tage auf seinem Tisch ein brennendes Licht, was doch ein anderer Dabeistehende nicht sieht, oder hört eine Stimme, die kein anderer hört. Denn es ist ein subjektivnotwendiger Probierstein […]

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