Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Kategorie ‘medical diagnostics / psychiatric diagnostics’

Poster

April 5th, 2019

nachfolgend aufgelistet Informationen zu meinen Postern die ich an internationalen Kongressen präsentiert habe: ………………………………………………………………………………………………………………………………………… Diagnosis in Psychiatry – the Role of Biological Markers – an investigation in the light of Immanuel Kant`s philosophy Poster 6 in PDF Format handout record DGPPN Kongress 24.-27. November 2010, ICC, Berlin, Deutschland Auf diesem Poster wird aufgezeigt, dass psychiatrische Diagnosen auf der Grundlage […]

Im Vorwort zur vierten Auflage der „Allgemeinen Psychopathologie“ schreibt Karl Jaspers wie folgt: „Die Absicht dieses Buches ist unverändert geblieben. Die Durchführung forderte jedoch eine völlige Neugestaltung. Diese war notwendig sowohl durch das Ausmaß der in der Psychopathologie seit zwei Jahrzehnten geleisteten Forschungsarbeit wie durch die Vertiefung meines eigenen Grundwissens.  …..“ Und es weist Jaspers an […]

Heilkunde

Dezember 26th, 2013

Die Heilkunde ist das Wissen über das Heil-werden, falls eine Krankheit oder eine gesundheitliche Störung aufgetreten ist. Im weiteren Sinne ist die Heilkunde mit dem gesund-bleiben – also mit der Gesundheit und daher mit der Verhinderung (Prävention) von Krankheit oder gesundheitlicher Störung befasst. Man kann auch sagen: Die Heilkunde ist mit dem Wissen im Sinne der Ganzheitsmedizin – also im Sinn […]

Schlaganfall

Oktober 28th, 2013

Ein Schlaganfall ist ein neurologisches Phänomen. Der Begriff Schlaganfall stammt aus der Zeit als man dieses Phänomen noch nicht ätiologisch durch die Ursache erklären konnte, sondern man das Phänomen nur klinisch durch das klinische Erscheinungsbild beschreiben konnte. Wörtlich ist ein Schlaganfall ein Fall, der durch einen Schlag ausgelöst wird. Im Laufe der Zeit hatte man in […]

Suggestibiltität

Juni 1st, 2013

Die Suggestibilität ist die Beeinflussbarkeit. Das Wort Suggestibilität stammt vom lateinischen Verb suggerĕre (zuführen, unterschieben). Psychologisch betrachtet ist die Suggestibilität die Beeinflussbarkeit einer anderen Person in dem Sinn, dass dieser Person eine gewisse Vorstellung „untergeschoben“ wird. Das bedeutet eine suggestible Person wird leicht eine Vorstellung übernehmen, die man ihr vorträgt bzw. die man ihr ansagt. Eine wenig […]

Karl Jaspers schreibt in seinem Buch: „Allgemeine Psychopathologie“ in der Fußnote (Neunte unveränderte Auflage, 1973, auf Seite 468) im Hinblick auf das Erkennen der psychischen Phänomene (psychischen Erscheinungen) und damit auch im Hinblick auf das Erkennen der psychopathologischen Phänomene  der psychischen Störungen in der psychiatrischen Diagnostik: “ 1 Über Kants Ideenlehre vgl. in meiner „Psychologie der Weltanschauungen“ […]

Wenn von einer Ursache die Rede ist, so ist man unter Umständen geneigt zu denken, dass es sich dabei um ein Erkenntnisobjekt handelt, das man auf der Ebene der Objekte bestimmen kann. Man ist insbesondere geneigt so zu denken, wenn man vermutet, dass die Sache eine körperliche Ursache hat – wie dies z.B. bei der psychischen […]

bildgebende Einheit

Januar 18th, 2012

Eine bildgebende Einheit ist in der Medizin eine Einheit, die sich optisch darstellen lässt. Demgemäß ist eine bildgebende Einheit in der Medizin  ein charakteristisches Bild das optisch als typisches oder spezifisches Ganzes in der Bildgebung sichtbar ist. Zum Beispiel wird in einem Röntgenbild eine umschriebene Einheit sichtbar, die als bildgebende Einheit bezeichnet werden kann. Oder in einem CCT-Bild […]

a) Die Gegensätzliche Spannung der Seele und die Dialektik ihrer Bewegung. Das Seelenleben und seine Inhalte sind zerspalten in Gegensätze. Durch Gegensätze aber hängt alles wieder zusammen. Vorstellungen rufen Gegenvorstellungen, Tendenzen Gegentendenzen, Gefühle Kontrastgefühle wach. Traurigkeit schlägt irgendwann spontan oder bei geringfügigen Anlässen in Lustigkeit um. Eine nicht bejahte Neigung führt zu übertriebener Betonung einer […]

„b) Leben und Verstehbarkeit in Kreisen. Die Dialektik ist die Form, in der uns ein Grundtatbestand der verstehbaren Zusammenhänge zugänglich wird: In ihnen ist kein einliniges Geschehen, sondern eine ständige Wechselwirkung, eine Rückwirkung auf die Motive, ein Vorangehen in sich erweiternden oder sich verengenden Bewegungskreisen. Ein Gefühl kommt zum Ausdruck in Mimik und Gebärde; beide […]

„Vorwort zur ersten Auflage Dieses Buch will einen Überblick über das Gesamtgebiet der allgemeinen Psychopathologie, über die Tatsachen und Gesichtspunkte dieser Wissenschaft, geben; und es will dem Interessierten weiterhin einen Zugang zur Literatur eröffnen. Statt dogmatisch behauptete Resultate darzustellen, möchte es vorwiegend in die Probleme, Fragestellungen, Methoden einführen; statt ein System auf Grund einer Theorie […]

“  § 3. Grundformen der Verstehbarkeit a) Die gegensätzliche Spannung der Seele und die Dialektik ihrer Bewegung. Das Seelenleben und seine Inhalte sind zerspalten in Gegensätze. Durch Gegensätze aber hängt alles wieder zusammen. Vorstellungen rufen Gegenvorstellungen, Tendenzen Gegentendenzen, Gefühle Kontrastgefühle wach. Traurigkeit schlägt irgendwann spontan oder bei geringfügigen Anlässen in Lustigkeit um. Eine nicht bejahte […]

alle Kant Zitate

Dezember 10th, 2010

(die nachfolgende Anmerkung gilt bis auf weiteres wegen Revision der website nicht (Juli 2019): Kant Zitate mit dem nachfolgenden Doppelpunkt : sind auf Deutsch und Englisch aufrufbar – siehe Deutsche und Englische Flagge links oben auf der Navigationsleiste – die Kant Zitate mit dem Bindestrich sind derzeit nur auf Deutsch aufrufbar.) ………………………………………………………………………. Kant Zitat 1 : […]

„Wenn man nun zeigen kann, daß, obgleich die dreierlei transzendentalen Ideen (psychologische, kosmologische, und theologische) direkt auf keinen ihnen korrespondierenden Gegenstand und dessen Bestimmung bezogen werden, dennoch alle Regeln des empirischen Gebrauchs der Vernunft unter Voraussetzung eines solchen Gegenstandes in der Idee auf systematische Einheit führen und die Erfahrungserkenntnis jederzeit erweitern, niemals aber derselben zuwider […]

„… Instinktiv wehren wir uns, irgendeines dieser Schemata zum alleinherrschenden System zu erheben; wir merken, daß wir damit alles vergewaltigen, daß wir uns selber und andere, die es etwa annehmen möchten, geistig totschlagen würden. Statt dessen suchen wir das eine Schema durch das andere zu paralysieren; wir suchen zwar Schemata auszubilden, aber durch deren Mehrzahl […]

Ein Krankheitszeichen ist ein Zeichen einer Krankheit bzw. ein Zeichen einer gesundheitlichen Störung. Nachdem es körperliche Krankheiten gibt und psychische Krankheiten (psychische Störungen), gibt es Zeichen, die die Zeichen von körperlichen Krankheiten sind, und Zeichen die die Zeichen von psychischen Störungen sind. Man findet, dass ein Teil der körperlichen Krankheiten auf der Grundlage von körperlichen Zeichen diagnostisch […]

Eine Diagnose ist objektiv gültig, wenn sie sich auf körperliche Zeichen bezieht, die objektiv bestimmt werden können. (vgl. mit Kant Zitat 9) Eine Diagnose, die sich auf Zeichen gründet, die nur subjektiv gültig bestimmt werden können ist nicht objektiv. (vgl. mit Kant Zitat 7) Daher ist zum Beispiel eine syndromale Diagnose in der Medizin (z.B. die Diagnose Fibromyalgie) – nicht […]

“Der Verstand mag ein Vermögen der Einheit der Erscheinungen vermittelst der Regeln sein, so ist die Vernunft das Vermögen der Einheit der Verstandesregeln unter Prinzipien. Sie geht also niemals zuerst auf Erfahrung, oder auf irgend einen Gegenstand, sondern auf den Verstand, um den mannigfaltigen Erkenntnissen desselben Einheit a priori durch Begriffe zu geben, welche Vernunfteinheit heißen mag, […]

Fragen und Antworten

Mai 3rd, 2010

Nachfolgend finden Sie die Links zu diversen Fragen und Antworten zur Thematik: Erkennen in der Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, die unter Bezugnahme auf die Philosophie von Immanuel Kant diskutiert und beantwortet werden. ……………………………………………………………………………………..   Frage 1: Kann eine psychiatrische Diagnose allgemeingültig überprüft werden? Frage 2: Wie erkennt man eine psychische Störung? Frage 3: Gibt es einen […]

Kant Zitat 14: Begriff

April 22nd, 2010

“In allen Subsumptionen eines Gegenstandes unter einen Begriff muß die Vorstellung des ersteren mit der letzteren gleichartig sein, d.i. der Begriff muß dasjenige enthalten, was in dem darunter subsumierenden Gegenstande vorgestellt wird; denn das bedeutet eben der Ausdruck: ein Gegenstand sei unter einem Begriffe enthalten. So hat der empirische Begriff eines Tellers mit dem reinen geometrischen […]

Kant Zitat 13 : Schema

April 22nd, 2010

“Das Schema ist an sich selbst jederzeit nur ein Produkt der Einbildungskraft  … …. In der Tat liegen unsern reinen sinnlichen Begriffen nicht Bilder der Gegenstände, sondern Schemata zum Grunde. Dem Begriffe von einem Triangel würde gar kein Bild desselben jemals adäquat sein. Denn es würde die Allgemeinheit des Begriffs nicht erreichen, ….. ….. Das Schema […]

” …. Ganz anders muß es mit denen bewandt sein, die das Dasein der Erscheinungen a priori unter Regeln bringen sollen. Denn, da dieses sich nicht konstruieren läßt,  so werden sie nur auf das Verhältnis des Daseins gehen, und keine andere als bloß regulative Prinzipien abgeben können. … . In der Philosophie aber ist die […]

Auf dieser Seite finden Sie meine Publikationen und Präsentationen zur Thematik: Erkennen und Diagnostizieren in der Psychiatrie und Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie von Immanuel Kant   Link zu allen Kant Zitaten ……………………………………………………………………………………………………….. Nachfolgend die Veröffentlichungen: November 2010 Poster 6 in PDF Format Diagnosis in Psychiatry – the Role of Biological Markers – an investigation in the light of […]

Gegenstand schlechthin

August 19th, 2009

Ein “Gegenstand schlechthin“ – im Sinne von Immanuel Kant – ist eine Einheit, die mir tatsächlich als Gegenstand gegeben ist. Es handelt sich dabei also um ein Erkenntnisobjekt das objektiv gültig bestimmt bzw. objektiv gültig erkannt werden kann. Ein solches Erkenntnisobjekt ist dem Untersucher also als Objekt oder Faktum gegeben (vgl. Kant Zitat 7). Man kann auch sagen: […]

Gegenstand in der Idee

August 19th, 2009

Ein “Gegenstand in der Idee“ im Sinne von Immanuel Kant ist eine Einheit, die mir nur auf der Ebene der Vorstellungen, also nur auf der „Ebene der Ideen“ als mentaler Gegenstand (geistiger Gegenstand) nämlich nur als systematische Einheit (der Idee) bzw. nur als der Begriff der Idee gegeben ist (vgl. mit Kant Zitat 7). Es handelt sich dabei […]

“Gehen wir aber von dieser Restriktion der Idee auf den bloß regulativen Gebrauch ab, so wird die Vernunft auf so mancherlei Weise irre geführt, indem sie alsdenn den Boden der Erfahrung, der doch die Merkzeichen ihres Ganges enthalten muß, verläßt, und sich über denselben zu dem Unbegreiflichen und Unerforschlichen hinwagt, über dessen Höhe sie notwendig […]

“Der hypothetische Gebrauch der Vernunft aus zum Grunde gelegten Ideen, als problematischer Begriffe, ist eigentlich nicht konstitutiv, nämlich nicht so beschaffen, daß dadurch, wenn man nach aller Strenge urteilen will, die Wahrheit der allgemeinen Regel, die als Hypothese angenommen worden, folge; denn wie will man alle mögliche Folgen wissen, die, indem sie aus demselben angenommenen […]

” Die Vernunft kann aber diese systematische Einheit nicht anders denken, als daß sie ihrer Idee zugleich einen Gegenstand gibt, der aber durch keine Erfahrung gegeben werden kann; denn Erfahrung gibt niemals ein Beispiel vollkommener systematischer Einheit. Dieses Vernunftwesen (ens rationis ratiocinatae) ist nun zwar eine bloße Idee, und wird also nicht schlechthin und an […]

“Aus einer solchen psychologischen Idee kann nun nichts anderes als Vorteil entspringen, wenn man sich nur hütet, sie für etwas mehr als bloße Idee, d.i. bloß relativistisch auf den systematischen Vernunftgebrauch in Ansehung der Erscheinungen unserer Seele, gelten zu lassen. Denn da mengen sich keine Gesetze körperlicher Erscheinungen, die ganz von anderer Art sind, in die […]

”So enthält die reine Vernunft, die uns anfangs nichts Geringeres, als Erweiterung der Kenntnisse über alle Grenzen der Erfahrung zu versprechen schiene, wenn wir sie recht verstehen, nichts als regulative Prinzipien, die zwar größere Einheit gebieten als der empirische Verstandesgebrauch erreichen kann, aber eben dadurch, daß sie das Ziel der Annäherung desselben so weit hinaus […]

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