Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Vegetative Störung

Eine vegetative Störung ist eine Störung bei der das Vegetative Nervensystem in seiner Funktion erheblich beeinträchtigt ist.

Es besteht bei einer Vegetativen Störung nämlich eine Funktionsstörung des autonomen Nervensystems und es sind daher vor allem die inneren Organe in ihrer Funktion gestört.

Dabei ist diese gesundheitliche Störung vielfach die Folge der übermäßigen psychischen Spannung bei nicht ausreichender psychischer Entspannung und kommt es dadurch zur Störung in der Funktion bzw. Funktionalität.

Es ist hier also der sogenannte Stress in der Regel ein wesentlicher Faktor der gesundheitlichen Störung – die sich oft in der Form einer psychosomatischen Störung manifestiert.

Mit anderen Worten: der Tonus der Psyche ist in der Regel zu hoch und man kann daher auch von einer Vegetativen Dystonie sprechen.

Oder man kann auch sagen, dass bei der Vegetativen Störung die vegetative Funktion des Organismus infolge dieser Störung im autonomen Nervensystem beeinträchtigt ist.

Bei einer Vegetativen Störung ist also die Funktion des Vegetativen Nervensystems gestört und diese führt ihrerseits zu diversen gesundheitlichen Störungen und damit zu gesundheitlichen Beschwerden.

Man kann auch sagen: bei der Vegetativen Störung ist die Funktion des autonomen Nervensystems gestört und es manifestiert sich diese Funktionsstörung des autonomen Nervensystems in diversen Symptomen und Phänomenen bzw. in Symptomenkomplexen, die je nach Individuum bzw. je gemäß der Individualität der betroffenen Person unterschiedlich sind.

So kann etwa ein Kopfschmerz vom Typ einer Migräne als Folge einer Vegetativen Störung auftreten. Und man stellt sich dabei als Arzt vor, dass hier die Ursache in einer Vegetativen Störung liegt, die ihrerseits zu einer Störung im Tonus der Arterien und damit zur Störung der Durchblutung in gewissen Kopfbereichen führt und dadurch den Kopfschmerz verursacht.

Dabei ist aus der klinischen Erfahrung bekannt, dass in gewissen Fällen ein einzelner Faktor als Ursache die Vegetative Störung bewirkt, oder es ist das Zusammenwirken von mehreren bis vielen Faktoren dafür verantwortlich, dass die Vegetative Störung auftritt. In diesem Fall handelt es sich bei der Ursache der Vegetativen Störung um eine komplexe Ursache, die zum Auftreten der gesundheitlichen Störung geführt hat.

Es tritt hier die Vegetative Störung also auf, wenn die individuelle Belastungsgrenze überschritten wird.

Man kann auch sagen, die Vegetative Störung mit dem klinischen Erscheinungsbild tritt auf falls der persönliche Schwellenwert überschritten wird. Dann kommt es in diesem Fall zum Auftreten der Vegetativen Störung bzw. klinisch zum Auftreten der gesundheitlichen Störung.

Häufig sind bei einer Vegetativen Störungen die Funktionen der Organe des Verdauungstrakts gestört. Es kommt in einem solchen Fall etwa zu Verdauungsbeschwerden, ohne dass körperliche Parameter erfasst und gemessen werden können.

Die Befindlichkeit ist hier im Sinn von Bauchbeschwerden beeinträchtigt, es tritt Übelkeit auf, Brechreiz, es kann zum Erbrechen, zu Bauchkrämpfen und zu sonstigen Beschwerden kommen.

In gewissen Fällen einer Vegetativen Störung ist die Atmung gestört, oder es kann zu Stuhldrang, zu Harndrang oder zu anderen Symptomen und Phänomenen kommen.

Es manifestiert sich die Vegetativen Störung in vielen Fällen zuerst durch ein Prodromalstadium, es treten hierbei Reiz-Symptome und infolge mehr oder weniger typische Phänomene auf.

Und es wird eine derartige gesundheitliche Störung, je nach dem betroffenen Organbereich und Symptomenkomplex zum Beispiel als neurologische Störung durch eine neurologische Diagnose erfasst, oder es wird die gesundheitliche Störung durch eine sonstige medizinische Diagnose erfasst.

Unter Umständen sind bei einer Vegetativen Störung psychische Symptome vorhanden bzw. tritt die Vegetative Störung auch im Zusammenhang einer psychischen Störung oder im Zusammenhang einer psychosomatischen Störung auf.

Bei einer Vegetativen Störung ist generell der Körper und in gewissem Umfang auch die Psyche und damit das Erleben beeinträchtigt bzw. gestört.

Es handelt sich somit bei der Vegetativen Störung um ein Geschehen das in der Heilkunde und hier insbesondere in den unterschiedlichen Fachbereichen der Medizin häufig zu sehen ist, aber auch in der Psychiatrie und Psychosomatik in vielen Fällen vorkommt. Auch die Ärzte und Therapeuten in der Alternativmedizin und Komplementärmedizin sind häufig mit Vegetativen Störungen befasst.

Daher sind Vegetative Störungen häufig auch im Rahmen eines Burnout (Burnout-Syndrom) oder im Zusammenhang von sonstigen Erschöpfungszuständen und Zuständen der nervlichen Überlastung zu beobachten.

Biologisch betrachtet kann man sagen, dass bei einer Vegetativen Störung die neuronale Funktion des Vegetativen Nervensystems gestört ist. Es handelt sich also aus der Sicht der Neurophysiologie um eine neuronale Funktionsstörungdie je nach Fall und Sachverhalt zum klinischen Erscheinungsbild führt.

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(letzte Änderung 11.11.2017, abgelegt unter: Begriff, Diagnose, funktionelle Diagnose, medizinische Diagnose, syndromale Diagnose, Diagnostik, Diagnostizieren, Funktionsstörung, Heilkunde, Medizin, Neurologie, Psyche, Psychosomatik, Störung, vegetatives Nervensystem)

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