Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Natürliche Stressreaktion

Wird ein Säugetier oder ein Mensch überrascht und bedroht, so wird dadurch eine normale  bzw. natürlich Stress-Reaktion ausgelöst.

Das Nervensystem wird durch die Reize aktiviert und in Alarmbereitschaft versetzt. Das Tier oder der Mensch wird psychisch angespannt. Die nervliche Anspannung (Aktivierung des Gehirns) löst verschiedene weitere Reaktionen aus. Die Stresshormone: primär Adrenalin und dann auch Kortison werden vermehrt ausgeschüttet. Als Folge davon steigt der Blutdruck, das Herz schlägt schneller, es tritt spürbares „Herzklopfen“ auf, die Muskeln spannen sich an und sind besser aktionsbereit, sodass die Flucht oder die Verteidigung / oder der Angriff besser möglich ist. Die meisten Organe erhalten über Nervenfasern des sympathischen Nervensystems und auch direkt Impulse vom Gehirn über die Nervenbahnen. Das Vegetativen Nervensystem wird dadurch also in eine gewisse Richtung aktiviert.

Nach dem die Gefahr gewichen ist, lässt die psychische Anspannung nach, die Adrenalin-Ausschüttung geht zurück, die aktivierenden Nervenimpulse werden weniger und die Beruhigung tritt allmählich ein und alles läuft wieder in den „normalen Bahnen“.

Eine Stessreaktionen bis zu einem gewissen Grad ist also normal.

Häufig auftretende und lang anhaltende Stressreaktionen – somit eine chronische Stressreaktion ist jedoch nicht normal, sondern pathologisch und es kommt zur Störungen der Gesundheit. Es kommt also als Folge von chronischem Stress zu gesundheitlichen Störungen des Körpers und auch zu psychischen Störungen.

Man kann sich vorstellen, dass sehr lang anhaltende „Bedrohungen“ und daraus resultierende lang anhaltende „Stressreaktionen“ ungesund sind und zur Überlastungen und zu nachhaltigen Systemveränderungen infolge des unnatürlichen Dauerreizzustandes führen.

Als Folge von derart lang anhaltenden Stressreaktionen kommt es zu den verschiedenen Funktionsstörungen und zwar nicht nur zu Funktionsstörungen im Nervensystem, sondern auch zu Funktionsstörungen in anderen Organen und Organsystemen.

Weil die Menschen verschieden sind und sie auf Reize auch verschieden reagieren, und auch weil die Menschen unterschiedliche „Schwachstellen“ haben, kommt es auf diese Art und Weise zu verschiedenen Störungen der Gesundheit. Es kann primär zu psychischen Störungen kommen.

Häufige Symptomen sind: Schlafstörungen, Nervosität, Reizbarkeit, vorschnelle Ermüdung, Lustlosikeit, Antriebslosikeit, bis hin zu ausgeprägten depressiven Störungen und letztlich zum sogenannten Burnout.

In anderen Fällen kommt es primär zu körperlichen Störungen. Häufig sind: nervöse Magenbeschwerden, Gastritis bis Magengeschwürsbildung, nervöse Herzbeschwerden, nervöse Haureaktionen, vermehrt und verstärkt auftretende Kopfschmerzen, Abnahme der Libido bis hin zu sexuellen Funktionsstörungen u.a.

Wenn offensichtlich ist, dass die körperlichen Beschwerden im Zusammenhang der psychischen Spannung und Belastung auftreten bzw. wenn beide Bereiche: der psychische Bereich sowie der körperliche Bereich offensichtlich betroffen sind, spricht man auch von psychosomatischen Störungen.

.

(letzte Änderung 12.2.2017, abgelegt unter: Alternativmedizin, burnout, Definition, Diverses, funktionelle Störung, Funktionsstörung, Gesundheit, Krankheit / gesundheitliche Störung, Medizin, Nervensystem, vegetatives Nervensystem, Phänomen, Psyche, psychische Störung, Psychohygiene, Psychosomatik, Spannung – Entspannung, Symptom)

.

……………………………………………..

weiter zum Beitrag: Stress

……………………………………………..

weiter zum Beitrag: psychosomatische Reaktion

………………………………………………….

weiter zur Seite: psychosomatische Störungen

………………………………………………….

weiter zum Beitrag: Depression

……………………………………………..

weiter zum blog: Depression

………………………………………………

weiter zum Beitrag: Burnout

……………………………………………….

weiter zum blog: burnout

………………………………………………..

Antiloop GmbH / bechtold.at.