Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Dummheit

Die Dummheit ist das Unvermögen einen Sachverhalt richtig zu erkennen.

Es ist die Dummheit also die Folge der nicht angemessenen Kognition.

Man kann auch sagen: die Dummheit ist das Unvermögen den Sachverhalt kritisch zu beurteilen.

Es ist die Dummheit also das Unvermögen ein richtiges Urteil zu bilden (vgl. mit Kant Zitat 23a).

Somit ist die Dummheit das Gegenteil von der Klugheit und man kann sie daher auch als Unvernunft bezeichnen. Dummheit ist oftmals die Folge des fehlenden Hausverstandes oder man kann auch sagen: es ist die Dummheit die Folge von der mangelhaften Verstand und mangelhafter Vernunft.

Es kann die Dummheit das generelle Unvermögen sein ein richtiges Urteil zu bilden, oder es kann sich dabei um eine Art partielle Dummheit handeln, die entsteht wenn ausgehend von falschen Voraussetzungen ein Urteil gebildet wird. Dummheit in diesem Sinn verleitet nicht selten zu fehlender Wertschätzung, zu Respektlosigkeit und zur Arroganz.

Arroganz ist zum Beispiel die Folge der partiellen Dummheit, insofern die arrogante Person sich selbst überschätzt und den Wert der anderen Personen unterschätzt. Daneben kann eine solche Person durchaus in der Lage sein andere Sachverhalte richtig zu erkennen und richtig zu beurteilen.

Die Dummheit resultiert also aus der Unfähigkeit zu erkennen welchen Wert etwas hat und dies zu berücksichtigen.

In der Praxis kann die Dummheit die Folge einer geistigen Behinderung als Folge einer Kritikstörung sein – dann handelt es sich um eine Störung der Intelligenz, oder es kann die Dummheit die Folge einer Voreingenommenheit bzw. einer Verbildung sein, oder es kann dies die Folge der fehlenden Bildung sein. Etwa wenn die fehlende Lebenserfahrung zu einer dummen Handlung und damit zu einer falschen Entscheidung führt, weil das bessere Wissen in Folge der fehlenden Erfahrung nicht vorhanden ist.

Falls eine falsche Entscheidung die Folge einer psychischen Störung ist so spricht man nicht von Dummheit, sondern von einer einer Störung der Intelligenz oder von einer kognitiven Störung, die in manchen Fällen die Folge einer affektiven Störung sein kann. Dies ist in der Psychiatrie und Psychologie in der Praxis in vielen Fällen von Relevanz und es ist dies auch im Gutachterwesen, somit bei der Erstattung eines psychiatrischen Gutachtens oder bei der Erstattung eines psychologischen Gutachtens oftmals von Relevanz.

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(letztes Änderung 02.08.2017, abgelegt unter Definition, Lernen, philosophische Begriff, Psyche, Psychiatrie, Psychologie, Vernunft, psychologischer Begriff)

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