Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Heilung

Die Heilung ist das heil werden.

Es ist die Heilung also das gesund werden.

Demgemäß ist der Prozess der zur Genesung führt die Heilung.

Die Heilung erreicht im günstigen Fall das gesund werden, falls eine Krankheit bzw. eine gesundheitliche Störung besteht.

Das Ziel der Heilung ist also die Gesundheit

Falls ein Unfall eingetreten ist, geht es im Hinblick auf die Heilung um die bestmögliche Abheilung und die möglichst geringe Versehrtheit (weitestgehende Unversehrtheit).

Die Heilung kann in vielen Fällen durch die geeignete Therapie befördert werden. Es kann also die Heilung durch das Wissen das in der jeweiligen Wissenschaft gewonnen worden ist, und überhaupt durch die klinische Erfahrung und durch die sonstige Erfahrung befördert werden. Daneben ist aber die ärztliche Kunst bzw. die therapeutische Kunst gefordert, die in der Situation durch das richtige Erkennen – also durch die angemessene Diagnostik – und durch das geschickte Handeln respektive die geeignete Therapie das angestrebte Ziel bestmöglich zu erreichen.

Körperliche Heilung:

Man kann in der Medizin und auch als Laie beobachten, wie etwa nach einer körperlichen Verletzung, oder nach dem Auftreten einer sonstigen krankheitswertigen gesundheitlichen Störung / Krankheit die Heilung allmählich – mehr oder weniger vollkommen – eintritt. Dabei kann die Heilung ohne Therapie eintreten, wobei allerdings eine geeignete Therapie die Heilung begünstigen kann. In der Regel ist von der betroffenen Person – also vom Patient / Patientin Geduld – manchmal auch Ausdauer – gefordert, weil die Heilung und überhaupt das heil-werden – nämlich die Besserung – Zeit benötigt.

Es gilt das römische Sprichwort: Medicus curat, natura sanat – der Arzt kuriert, die Natur heilt.

Die Heilung geht also von der Natur aus – sie wird nicht vom Menschen und damit nicht von der Medizin etwa vom Medikament oder in der Psychiatrie vom Psychopharmakon gemacht, sondern es können diese Mittel im gegebenen Fall die Heilung befördern. In manchen Fällen sind allerdings die geeigneten Mittel und auch die geeigneten Maßnahmen (Beispiel: Operation) dringend notwendig, weil sonst das Ziel der Heilung bzw. der Besserung nicht erreicht wird. Demgemäß ist der individuelle Fall zu untersuchen und zu beurteilen.

Überhaupt wird der kundige und geschickte Arzt /Therapeut / Psychiater / Psychotherapeut durch die geeigneten Maßnahmen, etwa durch das geeignete Gespräch / das hilfreiche Sprechen / Besprechen der Situation oder durch die geeignete Handlung / Behandlung – eben durch die geeignete Therapie die Heilung unterstützen, befördern und damit begünstigen.

In diesem Sinn kann schon ein Tee, eine pflanzliche Therapie (Phytotherapie), oder eine Therapie mit Medikamenten (medikamentöse Therapie / Pharmakotherapie / Psychopharmakotherapie), die Bettruhe, oder die Schonung und eingeschränkte Belastung,  eine geeignete Form einer Bewegung, eine Physiotherapie oder eine sonstige Therapie oder eine Kombination davon hilfreich sein.

Psychisch-geistige Heilung:

Auch im Hinblick auf die Psyche bzw. auf den Geist kann nach dem Auftreten einer krankheitswertigen psychischen Störung die Heilung entweder spontan oder befördert durch eine Therapie (mit Medikamenten und /oder durch Psychotherapie / oder durch beides / oder durch eine sonstige Therapie, etwa Musiktherapie, Maltherapie, Tanztherapie) befördert wieder erlangt werden.

Grundsätzlich ist in einem Lebewesen die Tendenz zur Heilung von Natur aus vorhanden. Dieses Streben der Natur kann durch eine geeignete Therapie befördert und unterstützt werden.

Man bemerkt an dieser Stelle, dass einerseits fachliche Kenntnisse erfordert sind, wie sie im Rahmen der Ausbildung und des Erwerbs der klinischen Erfahrung in der Heilkunde, insbesondere in der Medizin und Psychiatrie erlangt werden und wie derartiges Wissen auch durch die Wissenschaft vermehrt werden kann. Es ist also zur Heilung insofern eine Therapie zur Anwendung kommt Wissen und ärztliche Kunst / therapeutische Kunst erfordert. Die ärztliche Kunst / therapeutische Kunst besteht also darin ausgehend vom allgemeinen und persönlichen Wissen situativ und intuitiv das Wesentliche im konkreten Fall zu erkennen um sodann das Richtige zu tun um die Heilung – die Genesung – zu befördern.

Heilung einer Funktionsstörung

In der Regel heilt die Funktionsstörung spontan – oder man kann sagen durch die Natur – falls die Ursache der Störung nicht mehr vorhanden ist. Es geht also darum den wesentlichen Faktor der die Störung bzw. die wesentlichen Faktoren, die die Störung im Sinn einer komplexen Ursache bewirkt haben zu minimieren , zu neutralisieren, ihnen aus dem Weg zu gehen bzw. sie sonst in ihrer nachteiligen Wirkung einzuschränken. In diesem Sinn kann etwa bei einer körperlichen Störung oder bei einer psychischen Störung die Angst ein wesentlicher Faktor sein. Umgekehrt kann im Hinblick auf die Heilung die Entspannung insbesondere die psychische Entspannung ein wesentlicher Faktor sein die Heilung zu befördern. Man muss hier als Arzt und als Mensch also nicht genau wissen wie die Heilung vor sich geht sondern sie geschieht, sie tritt spontan ein wenn die richtigen Maßnahmen / „Schritte“ im weitesten Sinn unternommen werden.

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(letzte Änderung 01.11.2017, abgelegt unter: Begriff, Biologie, Definition, Gesundheit, Krankheit / gesundheitliche Störung, Medizin, philosophische Begriffe, Psyche, Psychiatrie, psychische Störung, Psychologie)

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