Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Lernen

Lernen ist der Erwerb von Wissen und Können im Lauf der Zeit.

Es ist das Lernen also das Aufnehmen von Informationen und deren Verarbeitung, sodass Erfahrung, Kenntnis und Können daraus resultieren.

Durch das Lernen wird Wissen und Können und damit letztlich eine Fähigkeit erlangt.

Es führt das Lernen also zu einem Zuwachs an Informationen im Gedächtnis und zum Erwerb von Fähigkeiten.

Psychologisch betrachtet ist das Lernen das Erwerben eines weiteren Vermögens.

Das Lernen beruht wesentlich auf der Erfahrung und zum Teil auch auf der Überlegung und damit auf dem Denken.

Biologisch betrachtet ist Lernen der Erwerb von neuen neuronalen Mustern, die durch die wiederholte Aktivität – also infolge der Einprägung – man kann auch sagen infolge der Assoziation und ebenso kann man auch sagen: infolge der Übung – Gewöhnung – Gewohnheit – auf der Grundlage der Neuroplastizität in diesem Lebewesen entstanden sind.

In Bezug auf die Psyche, den Geist und die Fertigkeiten ist das Lernen der Vorgang der zum Verstehen und zum Können führt.

Es ist das Lernen unter Anderem also der Vorgang der zum Verständnis führt. Und es ist das Lernen also der Vorgang der in praktischer Hinsicht zur Erlangung einer Fertigkeit und damit zu einem Vermögen führt.

Durch die Praxis und die Übung kommt es zum Fortschritt im Lernen.

Durch das Lernen kommt es zum Beispiel zum Erwerb von Wissen und Können.

Es ist das Lernen also der Vorgang der zu weiterem Wissen und zu neuen Fertigkeiten führt.

Durch das Lernen kommt es in der Regel zu einer besseren Anpassung an die Wirklichkeit.

Es ist in vielen Fällen das Lernen ein Vorgang der zur erweiterten Erkenntnis führt. Man kann im Hinblick auf die Biologie sagen, dass das Lernen ein Vorgang ist, der zur Ausformung von bestehenden oder zur Entwicklung neuen neuronalen Mustern führt. Es kommt hier also infolge der Neuroplastizität zur Entwicklung und Veränderung der neuronalen Funktion.

Es ist das Lernen also ein Vorgang der zur Bildung führt und der in der Regel durch die bewusste und unbewusste Erfahrung eintritt.

Das Lernen – so wie man es aus der Schule bzw. aus dem Studium kennt – ist eine Bildung der Persönlichkeit, die mit mehr oder weniger stark ausgeprägter Anstrengung und Überlegung einhergeht.

Es kann dabei dieser Vorgang, den man als Lernen bezeichnet, mehr bewusst oder weniger auch unbewusst geschehen.

In vielen Fällen ist das Lernen der Vorgang bei dem Wissen und in weiterer Folge Können und somit Fertigkeiten erlangt werden.

Allerdings lernt man nicht nur das was man lernen will.

Man lernt in psychologischer Hinsicht und auch in physiologischer Hinsicht. Man kann auch sagen man lernt in geistiger Hinsicht und in körperlicher Hinsicht.

Durch das wiederholte Tun kommt es zum Teil zur Konditionierung.

Man lernt aus der Erfahrung und auf der Grundlage der Überlegung, also durch das Denken und Nachdenken und man lernt in Folge der wiederholten Handlung. Dabei spielt auch das Gedächtnis eine wesentliche Rolle. Es spielt also das was man sich gemerkt hat eine wesentliche Rolle und beeinflusst dieses wiederum das zukünftige Lernen.

Ein Nervensystem ist grundsätzlich lernfähig. Menschen und Tiere sind daher grundsätzlich lernfähig.

Das Lernen ist die Folge der Neuroplastizität.

Man lernt während des ganzen Lebens.

Man lernt leicht was man verstehen kann – und man lernt leicht was einem gut erklärt worden ist.

Man lernt aus der Theorie und aus der Praxis. Vor allem lernt man aus der Erfahrung.

Ein junger Mensch lernt leichter als ein älterer Mensch. Dafür hat ein älterer Mensch mehr Erfahrung und daher ein größeres Wissen.

Man lernt also nicht nur in der Schule, sondern fortlaufend während des ganzen Lebens.

Man lernt nicht nur das, was man lernen will, sondern auch vieles was man eigentlich nicht lernen will. Vieles lernt man unabsichtlich – einfach deswegen weil man es wiederholt praktiziert. Es kann durch das wiederholte Tun zu einer Art eines unabsichtlichen Lernens kommen, das man als Konditionierung bezeichnet. Auf dieser Grundlage können gesundheitliche Störungen entstehen.

Man lernt die Dinge mit denen man sich beschäftigt.

Wenn man für etwas Talent hat, dann lernt man die Sache leichter.

Lernen hat mit Aufmerksamkeit zu tun. Wenn man aufmerksam ist, dann lernt man leichter.

Man lernt besser wenn man gut konzentriert ist.

Man lernt auch besser wenn man achtsam ist. Lernen hat daher mit Achtsamkeit zu tun.

Wer zerstreut ist lernt schlecht – vor allem die Dinge die er lernen will.

Daher ist Multitasking schlecht für das Lernen, ausgenommen für oberflächliche Dinge.

Intensiveres Lernen erfordert intensive Zuwendung und Beschäftigung mit der Materie. Nur so können wir die tiefer liegenden Zusammenhänge erkennen, und nur so können sich in unserem Gehirn die „Denkpfade“ – sprich die entsprechenden neuronalen Muster entwickeln. Die ungewollten Verhaltensweisen und Reaktionen entwickeln sich sowieso leicht, weil wir geneigt sind diese Dinge immer wieder zu tun. Daher entwickelt sich unter Umständen unmerklich eine Sucht bzw. ein Suchtverhalten und kommt es diesbezüglich zu einer nachteiligen Konditionierung bzw. zu einer unmerklichen Prägung der Verhaltensweisen und Reaktionen.

Das heißt das tiefere Verstehen der Zusammenhänge ist eine wesentliche Voraussetzung für das erfolgreiche positive Lernen – und ist daher auch in der Therapie die Einsicht und das Verstehen der Zusammenhänge von großer Bedeutung.

Manche „Muster“ hat man zwar unabsichtlich gelernt – weil sie jedoch nicht vorteilhaft sind – möchte man sie wieder verlernen. Beim Umlernen bzw. beim „Verlernen“ der nachteiligen Verhaltensweisen – geht es also um die Dekonditionierung.

Wie man leicht einsehen kann wird es nicht einfach gelingen tief eingeprägte „Muster“ zur Auflösung – bzw. zur Dekonditionierung zu bringen.

Zum positiven bzw. vorteilhaften Lernen kann man noch folgendes sagen:

Die meisten Leute lernen in einer ruhigen Umgebung besser als in einer unruhigen. Es gibt jedoch individuelle Unterschiede, manch eine Person lernt besser mit Musik – eine andere besser in der Stille.

Abwechslung befördert bis zu einem gewissen Grad das Lernen.

Am meisten lernt man, wenn man mit einer Materie neu konfrontiert wird. Beim Lernen sollte man gefordert aber nicht überfordert sein.

Wenn man etwas gelernt hat, dann kann man in der Regel den Zusammenhang der Dinge verstehen und einer anderen Person erklären.

Durch das Lernen erlangt man eine Routine, und kann man daher das Gelernte mit größerer Leichtigkeit erledigen – hier wirkt sich also die Konditionierung positiv aus.

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(letzte Änderung 19.05.2019, abgelegt unter: Begriff, Definition, Demenz, Gedächtnis, Kognition, Lernen, Nervensystem, Psyche, Psychiatrie, Psychologie)

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