Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Subjektivität

Die Subjektivität ist die Gültigkeit für das Subjekt.

Es ist die Subjektivität also die subjektiv gültige Erkenntnis, die infolge von subjektiver Evidenz von einer Person und damit von einem Subjekt erlangt wird.

Subjektivität entsteht durch die Idee bzw. durch den Begriff der Idee der als systematische Einheit im Bewusstsein der erkennenden Person erscheint, wenn diese die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7)

Es ist die Subjektivität also die Erkenntnis, die aus subjektivem Wissen hervorgeht.

Man kann daher auch sagen: die Subjektivität ergibt sich aus dem Wahrnehmungsurteil das subjektiv gültig ist.

Es resultiert die Subjektivität also aus der persönlichen Sichtweise.

Man kann daher auch sagen:

Die Subjektivität ist das, was für eine bestimmte Person als Subjekt bzw. als Individuum gültig ist (vgl. mit Kant Zitat 7 und Kant Zitat 9).

Es handelt sich bei der Subjektivität also um Wissen vom Grad eines Glaubens oder um Wissen vom Grad einer Meinung.

Es ist dies also Wissen das eine Person durch einleuchtende Evidenz bzw. durch subjektive Evidenz erlangt.

Die Subjektivität ist das Gegenteil von der Objektivität.

Subjektivität ist gegeben, wenn die Erkenntnis vom Subjekt her bestimmt bzw. mitbestimmt ist. (vgl. mit Kant Zitat 9)

Im Gegensatz dazu ist Objektivität gegeben, wenn die Erkenntnis nur durch das Objekt bzw. nur durch Fakten und nicht durch das Subjekt bestimmt oder mitbestimmt ist (vgl. mit Kant Zitat 9).

Der Ausdruck Subjektivität stammt also vom Ausdruck Subjekt, womit die Person bzw. das erkennende Individuum gemeint ist.

Subjektivität in verschiedenen Bereichen:

In der Medizin ist vieles von dem, was wir in Bezug auf die gesundheitlichen Störungen (Krankheiten) wissen nur subjektives Wissen. Man kann daher auch sagen, dass in der Medizin viele Erkenntnisse auf der Grundlage einer Meinung, also auf der Grundlage einer subjektiven Sichtweise erlangt werden und nicht auf der Grundlage von objektivem Wissen. Daneben gibt es in der Medizin allerdings auch Erkenntnisse, die auf der Grundlage von objektivem Wissen erlangt werden.

In der Psychiatrie (Psychologie, Psychotherapie) basieren praktisch alle Erkenntnisse auf subjektivem Wissen. In der Psychiatrie erlangen wir die Erkenntnisse auf der Grundlage von psychischen Symptomen und psychischen Phänomenen. Daher gibt es in der Psychiatrie keine Objektivität sondern nur Subjektivität. Wenn man in der Psychiatrie von einem objektiven Befund spricht, so meint man damit nicht einen tatsächlich objektiven Befund – der von jeder Person gleich erkannt wird (weil er sich auf ein Objekt gründet) – sondern man meint damit die Sichtweise einer Fachperson, im Gegensatz zur Sichtweise einer Laienperson.

Daher erlangt man in der Psychiatrie nur subjektive Evidenz, wogegen man in der Medizin zum Teil subjektive Evidenz und zum Teil objektive Evidenz erlangt.

Der Begriff Subjektivität ist ein regulativer Begriff.

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(letztes Änderung 18.8.2013, abgelegt unter Subjektivität, Subjekt, Definition, philosophische Begriffe)

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