Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

psychische Störung

Eine psychische Störung ist eine krankheitswertige Störung der Psyche.

Dabei wird in der Psychiatrie eine psychische Störung durch die entsprechende psychiatrische Diagnose erfasst.

Man kann auch sagen: Bei einer psychischen Störung ist die psychische Funktion krankheitswertig beeinträchtigt.

Demgemäß ist eine psychische Störung eine gesundheitliche Störung bei der die betroffene Person in ihrem Fühlen und /oder Denken und damit in ihrem Erleben , in gewissen Fällen auch in ihrem Verhalten und Reagieren erheblich beeinträchtigt ist.

Ebenso kann man im Hinblick auf die psychische Leistungsfähigkeit sagen, dass die psychische Störung sich durch die beeinträchtigte psychische Belastbarkeit und psychische Leistungsfähigkeit manifestiert.

Demgemäß wird in der Psychiatrie die psychische Störung durch die klinische Erscheinung in der Diagnostik erkannt und sie ist dabei durch den charakteristischen psychischen Symptomenkomplex definiert.

Es bilden also die charakteristischen psychischen Symptome und die krankheitswertigen psychischen Phänomene, somit die typischen psychopathologischen Phänomene die charakteristischen Merkmale der psychischen Störung.

In der Psychiatrie wird in der Diagnostik eine bestimmte psychische Störung daher durch die entsprechende psychiatrische Kategorie gemäß der angewandten psychiatrischen Klassifikation  erfasst, insofern diese die charakteristischen Merkmale der jeweiligen psychischen Störung aufzeigt.

Man kann auch sagen, dass die psychische Störung durch das  diagnostische Schema der psychiatrisch- diagnostischen Idee gemäß dem entsprechenden Typus erfasst wird (vgl. mit Jaspers Zitat).

Demgemäß wird eine psychische Störung durch eine psychiatrische Idee in der psychiatrischen Diagnostik erfasst.

Während ein Psychiater in der Psychiatrie die psychische Störung durch die psychiatrische Diagnose feststellt, bestimmt in der Medizin ein Arzt die gesundheitliche Störung des Körpers durch die entsprechende medizinische Diagnose.

Man kann auch sagen, dass die psychische Störung sich durch die klinischen Erscheinungen bzw. durch das klinische Erscheinungsbild und dessen Verlauf manifestiert.

Eine psychische Störung wird also grundsätzlich durch eine phänomenologische Diagnose erfasst.

Und es wird demgemäß eine psychische Störung auf der Grundlage von definierten Typen (Karl Jaspers) diagnostiziert (vgl. mit Jaspers Zitat, Weiteres siehe nachfolgend).

Es ist die  psychische Störung also eine Störung der Gesundheit bei der das Erleben oftmals auch das Denken, Fühlen, Reagieren und Verhalten beeinträchtigt bzw. gestört ist und sich der Sachverhalt durch das klinische Erscheinungsbild und den Verlauf der psychischen Auffälligkeiten und Reaktionen manifestiert.

Unter Umständen ist infolge der psychischen Störung das Denkvermögen der Person beeinträchtigt und kommt es daher zu einer Störung der Kognition. Es wird in gewissen Fällen also infolge der psychischen Störung das Urteilsvermögen der Person beeinträchtigt bzw. eingeschränkt sein und es muss daher unterschieden werden, ob es sich im konkreten Fall um eine nur zeitweise aufgetretene geistige Einschränkung oder um eine zeitlebens bestehende Einschränkung im geistigen Vermögen handelt, was auf eine geistige Behinderung hinweist.

Demgemäß wird die psychische Störung in der Psychiatrie von einer Fachperson, nämlich von einem Psychiater oder einer Psychiaterin in der psychiatrischen Diagnostik durch den psychischen Befund bzw. durch den psychiatrischen Befund erfasst.

Es bilden also die typischen psychischen Auffälligkeiten und Reaktionen, nämlich die typischen psychopathologischen Phänomene die charakteristischen Merkmale der psychischen Störung und es sind dies daher die Erkennungsmerkmale bzw. die Kriterien der psychiatrischen Diagnose.

Die psychische Störung wird somit durch die psychiatrische Diagnose auf Grundlage der Psychopathologie oder man kann auch sagen auf Grundlage der Phänomenologie durch den Begriff der diagnostischen Idee bzw. durch das diagnostische Schema der Idee (vgl. mit Kant Zitat 7) erfasst (Weiteres dazu siehe nachfolgend).

Eine psychische Störung wird somit psychopathologisch begründet bzw. phänomenologisch begründet von der Fachperson in der psychiatrischen Diagnostik erfasst.

Dabei werden die unterschiedlichen psychischen Störungen gemäß der angewandten psychiatrischen Klassifikation durch die verschieden definierten psychiatrischen Kategorien in der psychiatrischen Diagnostik erfasst.

Bei einer psychischen Störung tritt also eine Störung im Erleben – somit im Seelenleben der Person auf – und es ist daher unter Umständen auch ihr Verhalten und Reagieren beeinträchtigt bzw. gestört.

Es geht die psychische Störung also mit einer Störung der Gesundheit der Person bzw. des Individuums einher.

In der Regel ist die Befindlichkeit der betroffenen Person mehr oder weniger stark – nicht nur in Bezug auf die Psyche – sondern auch in Bezug auf den Körper und die körperliche Funktion beeinträchtigt. Es kommt bei vielen psychischen Störungen zum Beispiel zu  Biorhythmusstörungen und auch zu anderen körperlichen Symptomen und körperlichen Phänomenen. Neben der psychischen Funktion kann also auch die körperliche Funktion erheblich beeinträchtigt bzw. gestört sein.

Eine psychische Störung wird derzeit in der psychiatrischen Diagnostik entweder durch die psychiatrischen Kategorien der Psychiatrischen ICD-10 Klassifikation oder durch diejenigen der DSM-5 Klassifikation erfasst.

Dabei erkennt eine in der Psychiatrie ausgebildete Fachperson – also ein Psychiater bzw. eine Psychiaterin – die psychische Störung durch ihr psychiatrisches Denken infolge ihrer klinischen Erfahrung und ihres fachlichen Wissens. Dabei wird – in den Worten des Psychiaters und Philosophen Karl Jaspers gesprochen – die psychische Störung durch die denkende Anschauung unter Führung von Ideen (vgl. mit Jaspers Zitat) erkannt.

Das bedeuted dass ds Ausmaß der Störung der Psyche nur durch eine geistige Messung erfasst werden kann. Mit anderen Worten: eine psychische Störung kann man nicht physisch bzw. nicht biologisch (physiologisch) messen, sondern man sie nur jenseits der physis (= Natur) also nur meta-physisch – somit nur geistig messen. Anders gesagt: man kann das Vorhandensein der psychischen Störung nur durch das Denken bzw. nur durch die Anwendung von Ideen erkennen, die auf die psychischen Auffälligkeiten anwendet bzw. projiziert.

Der Nervenarzt und Internist Wilhelm Griesinger hat erkannt, dass die psychischen Krankheiten (psychischen Störungen) auf der Grundlage der psychischen Anomalie (vgl. mit Griesinger Zitat) erkannt werden, wenngleich er andererseits geglaubt hat, dass die gesundheitlichen Störungen der Psyche, also die psychischen Krankheiten in Zukunft infolge der zu Grunde liegenden anatomischen Veränderungen des Gehirns erkannt werden können (vgl. mit Griesinger Zitat).

Man kann bei den psychischen Störungen folgendes unterscheiden:

Es kann bei einer psychischen Störung vorallem die Gemütsfunktion gestört sein. Es können also die Stimmung und damit die Gefühle und die Emotionen gestört sein, dann spricht man von einer affektiven Störung.

Oder es kann bei einer psychischen Störung überwiegend die Funktion des Denkens gestört sein, dann spricht man von einer kognitiven Störung oder von einer Störung der Kognition.

Natürlich können bei einer psychischen Störung auch beide Funktionen bzw. beide Phänomene der Psyche gestört sein. Es kann also sowohl das Denken wie auch das Gemüt wesentlich gestört sein.

Bei einer typischen psychischen Störung bilden die psychischen Symptome und die psychischen Phänomene einen charakteristischen psychischen Symptomenkomplex.

In der Diagnostik der psychischen Störungen erfasst man den gesamten psychischen Symptomenkomplex durch die entsprechende psychiatrische Kategorie und so gelangt ein Psychiater / Psychiaterin auf der Grundlage der psychischen Auffälligkeiten, also auf der Grundlage der psychischen Anomalie (-> vgl. mit Griesinger Zitat) zur psychiatrischen Diagnose.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet erkennt man die Merkmale einer psychischen Störung durch den Begriff der Idee durch den die psychischen Auffälligkeiten durch das Schema der Idee geistig auffasst werden (vgl. mit Kant Zitat 7 ). Es wird eine psychische Störung also durch die systematische Einheit der Idee erkannt, die in der Form des Begriffs der Idee im Bewusstsein der erkennenden Person erscheint, wenn diese Fachperson die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7 ).

Man erkennt also eine psychische Störung auf der Ebene der Vorstellungen durch die einzelnen charakteristischen psychischen Auffälligkeiten und damit durch die einzelnen psychopathologischen Phänomene, die in der Regel einen mehr oder weniger charakteristischen psychischen Symptomenkomplex bilden. Diese einzelnen psychopathologischen Phänomene werden in der psychiatrischen Diagnostik im konkreten Fall durch die entsprechende psychiatrische Kategorie geistig aufgefasst, falls sie der diagnostischen Einheit und damit dieser psychiatrischen Diagnose hinreichend genügen.

So erkennt etwa ein Psychiater durch die Anwendung der verschiedenen psychiatrischen Ideen und damit durch die Anwendung der verschiedenen psychiatrischen Kategorien einer psychiatrischen Klassifikation, ob etwa eine depressive Störung im Sinn einer Depression vorliegend ist, oder, ob eine sonstige psychische Störung vorliegend ist. Auf diese Art und Weise erkennt ein Psychiater die einzelnen psychopathologischen Phänomene und schließlich auch den ganzen psychischen Symptomenkomplex und damit die zugehörige psychiatrische Diagnose vermittelt durch das Schema der (diagnostischen)  Idee (vgl. mit Kant Zitat 7 ) bzw. durch den Begriff der Idee (vgl. mit Kant Zitat 7 ).

Man kann daher auch sagen: die charakteristischen Merkmale der psychischen Störung werden durch eine systematische Einheit erkannt, wenn der Psychiater die charakteristischen Merkmale durch den Begriff der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7 ).

Die Begriffe der einzelnen psychopathologischen Phänomene erscheinen also als mentale Erkenntnisobjekte im Bewusstsein der erkennenden Fachperson, wenn diese entsprechenden psychischen Auffälligkeiten analysiert (vgl. mit Kant Zitat 7). Man erkennt somit eine psychische Störung durch die systematische Einheit der Idee, die als der Begriff der Idee im Bewusstsein der erkennenden Person als Gegenstand in der Idee erscheint (griechisch: phenomenon – das was erscheint, das Erscheinende) (vgl. mit Kant Zitat 7 ).

Oder man kann auch sagen: man erkennt die psychische Störung und damit die psychiatrische Diagnose wenn die einzelnen Merkmale durch das Schema der Idee geistig aufgefasst werden. Diesen Sachverhalt hat der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers auf der Grundlage der Philosophie von Immanuel Kant realisert und es schreibt daher Karl Jaspers in seinem Buch „Allgemeine Psychopathologie“ dass ich das Ganze als Idee nicht geradezu erkennen kann, sondern ich mich diesem Ganzen als Idee durch das Schema der Idee nur nähern kann (vgl. mit Jaspers Zitat).

Man kann daher auch sagen:

Der Begriff der psychischen Störung ist eine systematische Einheit, die im Bewusstsein der erkennenden Person erscheint, wenn diese Person durch das Schema der Idee die charakteristischen Merkmale der Idee geistig auffasst. (vgl. mit Kant Zitat 7 ).

Wenn eine Laienperson von einer psychischen Störung spricht, so deckt sich das, was sie damit meint nicht unbedingt mit dem, was eine Fachperson unter dem Begriff der psychischen Störung versteht, weil die Fachperson die Kriterien der verschiedenen psychischen Störungen gemäß der angewandten psychiatrischen Klassifikation kennt, wohingegen man dies von einer Laienperson nicht erwarten kann und es fehlt der Laienperson auch die klinische Erfahrung um diese Unterscheidung in Bezug auf eine psychische Störung vorzunehmen.

Eine psychische Störung – so wie sie eine Fachpersonen aus der Psychiatrie versteht – erfüllt die diagnostischen Kriterien einer psychiatrischen Kategorie z.B. die der Psychiatrischen ICD-10 Klassifikation oder die der DSM-5 Klassifikation.

Weil psychische Störungen durch die Begriffe der diagnostischen Einheiten auf der „Ebene der Ideen“ gemäß den verschieden definierten Typen erkannt werden, erkennt man damit, dass man psychische Störungen unterschiedlich definieren kann. Man kann also – wie dies ebenfalls Karl Jaspers erkannt hat – die psychischen Erscheinungen unter verschiedenen, von einander abweichenden Gesichtspunkten geistig auffassen und es schreibt daher Karl Jaspers treffend, dass es sich bei diesen Schemata um methodische Hilfsmittel handelt, die grenzenlos korrigierbar und verwandelbar sind  (vgl. mit Jaspers Zitat).

Man kann eine psychiatrische Kategorie „so“ definieren oder unter Umständen auch anders definieren, etwa wie sie in der psychiatrischen ICD-9 Klassifikation beschrieben und definiert worden ist, oder wie sie in der DSM-IV Klassifikation oder in sonst einer psychiatrischen Klassifikation definiert worden ist. Deswegen sind früher in den Ländern unterschiedliche psychiatrische Klassifikationen entstanden und verwendet worden.

Aus diesem Sachverhalt wird deutlich, dass es sich beim Erkennen einer psychischen Störung  um eine diagnostische Einheit handelt, die von einer Konvention abhängig ist.

Es handelt sich somit bei der diagnostischen Einheit einer psychischen Störung und damit bei einer psychiatrischen Diagnose um eine ganze andere diagnostische Einheit als in dem Bereich der Medizin in dem die medizinischen Diagnose durch körperliche objektive Befunde festgestellt werden kann.

Weil man die psychischen Störungen nur auf der Ebene der Vorstellungen, also nur auf der Ebene der Ideen auf der Grundlage von bloßen Ideen diagnostisch erfassen kann, und man daher diese Einheiten nicht auf der Ebene der Objekte überprüfen kann, handelt es sich dabei um systematische Einheiten im Sinne von Immanuel Kant (vgl. mit Kant Zitat 7 und Kant Zitat 8), die nicht auf ein Objekt zurückgeführt und auf dieser Grundlage bestimmt werden können. Es ist dies also eine diagnostische Einheit, die nicht am Probierstein der Erfahrung (vgl. mit Kant Zitat 10) im hier und jetzt überprüft werden kann, sondern, die auf der Grundlage der klinischen Erfahrung und der vernünftigen Überlegung von in der Psychiatrie tätigen Ärzten als solche durch die denkende Anschauung (vgl. mit Jaspers Zitat) erkannt und in Bezug auf ihre Grenzen definiert worden ist. Daher kann eine solche diagnostische Einheit nur mit der philosophischen Methode der Dialektik erkannt werden.

Man kann also die Einheiten der psychischen Störungen verschieden definieren; und man kann daher diese unter verschiedenen Gesichtspunkten auffassen. Daher kann man sie auch verschieden verstehen. Dies hat zur Folge, dass solches Wissen kein absolutes Wissen ist, sondern relatives Wissen ist, das auf der Grundlage von subjektivem Wissen erlangt wird. Man kann daher auch sagen, dass solches Wissen immer beschränktes Wissen ist, weil ich das Ganze als Idee nicht geradezu erkennen kann – wie dies Karl Jaspers formuliert hat. (-> vgl. mit Jaspers Zitat und mit Kant Zitat 3a). Beziehungsweise kann man sagen, dass es sich in der Psychiatrie um angenähertes Wissen handelt, das man auf der Grundlage von Ideen und zwar auf der Grundlage von bloßen Ideen somit auf der Grundlage von definierten Konzepten erkannt hat, die man aus der Erfahrung abgeleitet hat.

Bei einer psychischen Störung handelt es sich also um eine funktionelle Störung, die die Psyche betrifft und, die man auf der Grundlage von aus der Erfahrung abgeleiteten Ideen erkennt. Eine solche gesundheitliche Störung wird auf der Grundlage von abnormen bzw. krankheitswertigen psychischen Erscheinungen (psychischen Phänomenen) erfasst, die zum Teil von der betroffenen Person subjektiv erlebt werden und die zum anderen Teil unter Umständen von der betroffenen Person nicht subjektiv erlebt werden, jedoch von anderen Personen als auffällige psychische Phänomene also als psychopathologische Phänomene bemerkt, beobachtet und beschrieben werden.

Im Rahmen der Psychiatrischen Diagnostik werden diese Merkmale erfasst und es ergibt sich daraus der psychische Symptomenkomplex und damit je nach dem Sachverhalt eine relevante psychiatrische Diagnose, wenn es sich um eine krankheitswertige psychische Erscheinung handelt.

Man erkennt damit, dass es sich also beim psychiatrischen Diagnostizieren um das Erkennen von systematischen Einheiten handelt, die innerhalb einer definierten Ideenlehre bzw. die innerhalb einer per Konvention festgelegten Ideologie erkannt werden. Man kann also sagen, dass eine psychiatrische Klassifikation auf einer Dogmatik beruht (gr. dogmaMeinung, Denkart, Lehrmeinung). (vgl. mit Kant Zitat 10)

Im Gegensatz dazu sind die Erkenntnisse in der körperlichen Medizin – soweit sie sich auf  objektive Befunde gründen – nicht von einer Konvention bzw. nicht von einer  definierten Ideenlehre (respektive Dogmatik) abhängig, weil diese gesundheitlichen Störungen (Krankheiten) durch die „Natur“ bzw. durch gewisse „physische“ Objekte bzw. die objektiv feststellbaren Zeichen dieser Naturobjekte erkannt und daher auf der Grundlage einer solchen Natureinheit, die eine natürliche Krankheitseinheit ist, objektiv gültig und daher allgemein gültig bestimmt werden können. (Weiteres über die psychiatrische Klassifikationen finden Sie in diesem Beitrag.)

In der Psychiatrie ist es also so, wie dies Karl Jaspers geschrieben hat: Wenn ich das Ganze als Idee auch nicht geradezu erkennen kann, so nähere ich mich ihm – mit Kant`s Worten – durch das “Schema” der Idee  (vgl. mit dem Jaspers Zitat). Und es wird demgemäß eine psychische Störung in Bezug auf einen definierten Typus erkannt.

Eine psychische Störung können wir also diagnostisch nicht allgemein gültig bzw. nicht objektiv gültig bestimmen – so wie dies in der körperlichen Medizin zum Teil möglich ist – sondern nur subjektiv gültig. Daher erlangen wir in der Psychiatrie nur beschränkte Erkenntnisse, die man in der Schwebe halten sollte – wie dies ebenfalls Karl Jaspers erkannt und zutreffend gefordert hat. (vgl. mit Jaspers Zitat 2 und mit Kant Zitat 22)

Bei einer psychiatrischen Idee handelt es sich nämlich – so wie bei einer psychologischen Idee um eine bloße Idee, die in Bezug auf ihre Grenzen auf der Ebene der Ideen definiert worden ist.

Angemerkt sei, dass eine psychische Störung auch im Zusammenhang mit einer neurologischen Störung vorkommen kann (Beispiele dazu siehe weiter unten)

Beispiele für psychische Störungen bzw. deren psychiatrische Diagnosen sind:

Depression

AngststörungPanikattacke

ADHS

Schizophrenie

manisch depressive Krankheit (MDK)

Paranoia

Demenz (Alzheimerkrankheit, Morbus Alzheimer, vaskuläre Demenz, Lewi-Body-Demenz usf.)

Persönlichkeitstörung

Organisches Psychosyndrom (OPS)

Psychose

Autismus

Psychische Störungen wie sie im Zusammenhang mit neurologischen Störungen vorkommen:

Bewusstseinsstörung im Sinn einer Vigilanzstörung etwa in Folge einer Kopfverletzung

Gedächtnisstörung zum Beispiel nach Schlaganfall / Apoplex

Orientierungstörung nach Schlaganfall oder im Rahmen von Hirnabbauerkrankungen oder bei einem Durchgangssyndrom, wie sie in der Neurologie diagnostiziert werden.

usf.

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(letzte Änderung 12.06.2019, abgelegt unter: psychische Störung, Diagnostik, Definition, Neurologie, Psychiatrie, Psychologie, Psychopathologie)

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